Fitness und Gesundheit in Zeiten demographischen Wandels: Intersektionale Analyse der Selbsttechnologien älterer sportlich aktiver Frauen in Fitnessstudios - ein Vergleich Deutschland (Freiburg) und USA (2016-2020)


Problem-/Fragestellung:

Gegenwärtig gibt es in der deutschen Gesellschaft mehr ältere Menschen als je zuvor, sowohl was die absolute Zahl älterer und hochaltriger Menschen und ihren relativen Bevölkerungsanteil betrifft als auch mit Blick auf die politische, mediale und wissenschaftliche Thematisierung von alter(n)s- und demographiebezogenen Fragen. Entgegen der verbreiteten Klage gegenüber einer vermeintlich vergreisenden Gesellschaft erwuchsen politische und mit wissenschaftlicher Flankierung gestützte Kampagnen, die die produktiven und für die Gesellschaft nutzbringenden Potenziale der „jungen Alten“ in den Vordergrund rückten und rücken (z. B. BMFSF 2010; Council of the European Union 2010). Der Trend zur Altersaktivierung ist eingebettet in die Strategie einer großen Koalition internationaler Organisationen, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die OECD und die Vereinten Nationen (UN) bis hin zur Europäischen Kommission, die neue Konzepte des aktiven und produktiven Alters etablieren (van Dyk, 2015, S. 98). Tulle-Winton (1999, S. 283) bezeichnet diese Form der Steuerung als „government of old people in the guise of successful ageing“.

Betrachtet man die Tatsache, dass gegenwärtig etwa zwei Drittel der über 80jährigen weiblich sind – in der Gruppe der über 85jährigen sogar nahezu drei Viertel – kann mit van Dyk (2015, S. 20) von einer Feminisierung des Alters gesprochen werden. Frauen haben zwar eine längere Lebenserwartung, werden aber trotz gesellschaftlicher Veränderungen immer noch früher als Männer in Deutschland wie in den USA als alt wahrgenommen, wie empirische Studien nachweisen (van Dyk, 2015, S. 123). Mit dem Verlust von Körperkapital (Schroeter, 2008) wie sexueller Attraktivität kann zugleich der Verlust von sozialem Kapital verbunden sein. Susan Sonntag sprach bereits 1972 vom „double standard of ageing, that denounces women with special severity“ (ebd., S. 30).

Also nicht nur um die die gewonnenen Jahre in guter Gesundheit zu verbringen, legen gesellschaftliche Aufforderungen zum Handeln sportliche Aktivität nahe, sondern auch aus Gründen der Attraktivitätssteigerung erscheint durch die Arbeit am Körper – darauf verweisen Medien, Fitnessmagazine und Werbung von Fitnessstudios – ‚erfolgreiches Altern‘ garantiert. Dass diese Diskurse Wirkungen zeigen, lässt sich z. B. an den steigenden Mitgliedszahlen in Fitnessstudios mit einem hohen Frauenanteil ablesen, in denen die Herstellung von attraktivem Aussehen, Leistungsfähigkeit und Gesundheit zugleich mit der Produktion persönlichen Glücks verbunden wird.

Mit den sportlichen Praktiken können zudem in den andauernden Neuformierungen von Milieus und Lebensstilen entscheidende Distinktionsgewisse erzielt werden. Indem Jugendlichkeit, Energie und gesunde Lebensführung auch von Älteren am Körper visualisiert werden, kann es bestimmten Teilnehmerinnengruppen gelingen, ihre gesellschaftliche Identität und damit eine erfolgreiche Positionierung (Degele & Sobiech, 2008) durchzusetzen. Auf welche Weise diese symbolisch-kulturell vermittelten Aufforderungen von den Subjekten verarbeitet und umgesetzt oder verworfen und umgedeutet werden, ist die zentrale Frage dieses Projekts.

 

Methoden:

Ethnografische Instrumentarien der Beobachtung und Beschreibung sollen herauspräparieren, wie z. B. nach sozialer Herkunft ältere Frauen in Fitnesskontexten mit den diskursiven, architektonischen und materiellen Vorgaben umgehen und mittels welcher Arten der Körperformung sie diese in die eigene subjektive Praxis der Selbstformung und Selbstführung umsetzen oder eben verwerfen.

Zusätzlich sollen themenzentrieren, narrative Interviews im Rahmen von Biografieforschung  (vgl. Dausien, 2006) mit den in Fitnessstudios Aktiven durchgeführt werden. Die Attraktivität der Methode zeigt sich insbesondere darin, dass mit ihr sowohl die subjektive Aneignung und Konstruktion von Gesellschaft als auch die gesellschaftliche Konstruktion von Subjektivität nachvollziehbar wird (vgl. Lutz & Davis, 2005, S. 232). Mit diesem Anliegen wird die Methode anschlussfähig an das Habituskonzept von Bourdieu und dem dialektischen Zusammenspiel von Struktur und Akteur. Damit wird auch der doppelten Gegebenheit des Körpers Rechnung getragen: der Körper erscheint zum einen als Objekt kultureller Formung, als strukturierte Struktur, auch im Hinblick auf das Zusammenwirken der unterschiedlichen Differenzkategorien (Geschlecht, Ethnie etc.), und zum anderen als das Soziale strukturierende Prinzip, das über Praktiken soziale Ordnungen (re-)produziert (Bourdieu 1999). Die Gestaltung einer Biografie gilt als besondere Leistung eines Individuums in der Interaktion mit anderen, aber sie nimmt, wie beschrieben, zugleich Bezug auf soziale Räume mit ihren geschlechtshierarchischen Einschränkungen und Möglichkeiten (Sobiech, 2011, S. 49 ff).

 

Literatur:

Bourdieu, Pierre (1999). Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft (3. Aufl.). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Bourdieu, Pierre (1987). Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt a. Main: Suhrkamp.

Dausien, Bettina (2006). Geschlechterverhältnisse und ihre Subjekte. Zum Diskurs von Sozialisation und Geschlecht. In Helga Bilden & Bettina Dausien (Hrsg.). Sozialisation und Geschlecht. Theoretische und methodologische Aspekte (S. 17-44). Opladen & Farmington Hills: Barbara Budrich.

Degele, Nina/ Sobiech, Gabriele (2008). „Fit for life?“ Soziale Positionierung durch sportive Praxen. beiträge zur feministischen theorie und praxis. Arenen der Weiblichkeit, Frauen, Körper, Sport. 31. Jg. (69), S. 109-117.

Dyk, Silke van (2015). Soziologie des Alters. Bielefeld: Transcript.

Lutz, Helma/ Davis K. (2005). Geschlechterforschung und Biographieforschung: Intersektionalität als biographische Ressource am Beispiel einer außergewöhnlichen Frau. In Bettina Völter et al. (Hrsg.). Biographieforschung im Diskurs (S. 229-247). Wiesbaden: VS.

Schroeter, Klaus R. (2008). Korporales Kapital und korporale Performanzen im Alter: Der alternde Körper im Fokus von „consumer Culture“ und Biopolitik. In Karl-Siegbert Rehberg (Hrsg.). Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006, Teil 2 (S. 961-984). Frankfurt a. Main: Campus.

Sobiech, Gabriele (2011). Die „Logik der Praxis“. Zur Herstellung einer kompetenten Mitgliedschaft im Frauenfußball. Spectrum der Sportwissenschaften. Jg. 23, H. 2, S. 41-69.

Sontag, Susan (1972). The Double Standard of Aging. Saturday Review, 29-38.

Tulle-Winton, Emanuelle (1999). Growing old and resistance: towards a new cultural economy of old age? Ageing and Society 19, 281-299.

 

 

Interaktionen im Sportunterricht des Schulpraktikums – Feldtheoretische Reflexionen und ethnografische Beobachtungen (2012-2015)

 

Problem-/Fragestellung:

In BW müssen Studierende ab dem 3. Fachsemester ein Fachpraktikum erfolgreich absolvieren. Die Praktikanten treten in der Regel ohne Vorerfahrungen in das Feld Schule/Sportunterricht ein, müssen sich dennoch einer detaillierten Beobachtung und Begutachtung ihrer Lehrtätigkeit stellen. Im Fokus dieser Studie steht die Analyse der durchgeführten Unterrichtseinheiten im Fachpraktikum Sport unter folgenden Fragestellungen: Wie bewältigen die studentischen Lehrkräfte die Anforderungen in der Sporthalle fachspezifische Inhalte nach didaktischen Prinzipien zu vermitteln und zu organisieren sowie sensibel mit den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und soziokulturellen Bedingungen der Schüler umzugehen? Präziser gilt es zu beobachten, welche Raumordnungen, unterrichtsbezogenen Haltungen und Gesten in Szene gesetzt und in welchen Praktiken (vgl. Schmidt, 2012) Zu- und Abwendung, Wertschätzung und Missachtung, Ein- und Ausgrenzungen offenbar werden. 

Theoretische Bezüge:

Bourdieu (1998) beschreibt, dass jedes Feld eine eigene Logik aufweist, da es Einsätze und Ziele definiert. Akteure befinden sich mit ihrem Habitus und Kapital in einem bestimmten Kräfte- und Machtverhältnis zueinander, sind in unterschiedlicher Weise dazu in der Lage ihre Interessen geltend zu machen und Einfluss auf die Gestaltung des Feldes zu nehmen. Dies gilt insbesondere für das pädagogische Feld des „Sportunterrichts im Schulpraktikum“, da die vorgegebenen institutionellen Positionen wie Schüler, studentische Lehrkraft, Mentor_in, Gutachter_in mit unterschiedlichen Ressourcen und Machtbefugnissen ausgestattet sind. „Was die Feldtheorie als Feldeffekt projektiert, macht die Ethnografie in der Wirklichkeit des Vollzuges ansichtig“ (Neumann, 2012, S. 63). D. h. zusätzlich zu den feldtheoretischen Reflexionen, die eigene Seiten des Wirklichen als Feld erschließen, sollen die körperlichen (Interaktions-)Praktiken (studentische Lehrkraft - Schüler) durch ethnografische Beobachtungen der Vollzugswirklichkeiten aufgedeckt werden.

Methoden:

Insgesamt sind sieben Sportunterrichtsdoppelstunden aus dem Schulpraktikum des SS 2012 auf Video (Stand- und Handkamera) aufgezeichnet worden. Für alle Unterrichtseinheiten wurden zunächst grobe Inhaltsbeschreibungen erstellt. Aus der anschließenden Sequenzeinteilung wurden zentrale Sequenzen mit Blick auf die Fragestellungen ausgewählt und in Sprache gefasst. Die Auswertung der beschriebenen Sequenzen erfolgt durch einen inhaltsanalytischen Zugriff vor dem Hintergrund des theoretischen Konzepts (vgl. Dinkelacker/ Herrle, 2009). Zusätzlich zur Analyse der Videodaten sind für die Auswertung die auf Tonträgern aufgezeichneten Eigenreflektionen der studentischen Lehrkräfte nach durchgeführtem Unterricht hinzugezogen worden.

Ergebnisse:

Die mangelhafte Passung mit den etablierten Ordnungen des Feldes auf Seiten der studentischen Lehrkräfte führt häufig zu einem Spannungsverhältnis, das vor allem auf der schweigsamen Ebene des Unterrichtsgeschehens zu Irritationen, Missverständnissen, aber auch zu Beschämungen und Ausgrenzungen auf Seiten der Schüler geführt hat. Aber auch umgekehrt positionieren sich Schüler als Etablierte und Überlegene und weisen den studentischen Lehrkräften damit eine untergeordnete Position zu. Entscheidend sind die panoptischen Strukturen, die die fehlende Aneignung eines praktischen Sinns – bezogen auf die Vermittlung fachspezifischer Inhalte nach didaktischen Prinzipien, Organisation des Unterrichtsgeschehens in der Sporthalle, der sensible Umgang mit unterschiedlichen Schülertypen usw. -  deutlich hervor treten lassen. Die sich zwischen den Handlungsträgern entfaltende symbolische Gewalt kann weder einer eindeutigen Täter- oder Opferposition direkt zugeordnet werden (vgl. Alkemeyer/Ladich, 2008). 

Literatur

Sobiech, G. (2016). Männlichkeitsinszenierungen in der Figuration studentische Lehrkraft und Schüler im Sportunterricht des Schulpraktikums. Feldtheoretische Reflexionen und videographische Beobachtungen. In Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge. Schwerpunktthema: Gender im Sport. H.1 (57), S. 142-166.

Alkemeyer, T./ Rieger-Ladich, M. (2008). Symbolische Gewalt im pädagogischen Feld: Überlegungen zu einer Forschungsheuristik. In. R. Schmidt & V. Woltersdorff (Hrsg.). Symbolische Gewalt. Herrschaftsanalyse nach Pierre Bourdieu (S. 103-122). Konstanz: UVK

Bourdieu, P. (1998). Vom Gebrauch der Wissenschaft. Für eine klinische Soziologie des wissenschaftliche Feldes. Aus d. Franz. übertr. von Stephan Egger. Konstanz: UVK

Dinkelaker, J./Herrle, M. (2009). Erziehungswissenschaftliche Videographie. Eine Einführung. Wiesbaden: VS

Neumann, S. (2012). Teilnehmende Objektivierung unter Anwesenden. Zum Verhältnis von Ethnographie und Feldtheorie in der erziehungswissenschaftlichen Forschung. In. B. Friebertshäuser u.a. (Hrsg.). Feld  und Theorie. Herausforderungen erziehungswissenschaftlicher Ethnographie (S. 57-70). Opladen: B. Budrich 

Schmidt, R. (2012). Soziologie der Praktiken. Konzeptionelle Studien und empirische Analysen. Berlin: Suhrkamp

 

Räumliche und körperliche Praktiken von Mädchen zusammen mit Prof. Dr. Petra Giess-Stüber, Universität Freiburg (2010-2011)

 

Ausgangslage und Forschungsfrage:
In diesem Projekt haben wir die körperlichen Praktiken von Mädchen in einer Fußball-AG an einer Freiburger Hauptschule untersucht, die in einem Stadtbezirk liegt, in dem ein hoher Anteil von Familien in sozial prekären Verhältnissen lebt. 71,3 Prozent der Kinder unter 18 Jahren haben einen Migrationshintergrund. Mädchen sind an dieser Schule eklatant in der Minderheit, so dass es ihnen, auch im Sportunterricht, kaum gelingt, ihre Interessen durchzusetzen. 
Die Fußball-AG ist daher gedacht als ein Angebot, in dem die Mädchen unter sich sein können. Wir wollten wissen, wie die Schülerinnen den Raum nutzen, wie sie mit den Regeln und Normen der Institution Schule, den Vorgaben und Aufgaben der Trainerin  umgehen, welche soziale Ordnung sie dabei herstellen.
Theoretische Grundlage war zum einen eine Untersuchungsperspektive, die Räume als kulturell konstituiert, als körperlich verhandelbar und herstellbar begreift, so dass sich die wissenschaftliche Analyse vom rein physisch-materiellen hin zu körperlichen Praktiken der Akteure verschiebt. Zum anderen beziehen wir uns auf die „Theorie der Praxis“ in Anlehnung an Bourdieu. Diese ist eine Sozial- und Kulturtheorie, in deren Zentrum die Habitustheorie steht. Der Habitus wird in sozialisatorischen, familiären Praktiken in Gestalt von tief in die Bedürfnisse, Emotionen und Dispositionen eingeschriebenen Prinzipien zu einer mächtigen Kraft in der Organisation von Erfahrungen, die zu einer spezifischen Art des Fühlens, Denkens und Handelns einer Person führen. Diese Praktiken werden im Herkunftsmilieu von „Praxis zu Praxis“ weitergegeben, „ohne den Weg über den Diskurs oder das Bewusstsein zu nehmen“ (Bourdieu 1999, S. 136). Die prozesshafte Einsozialisierung in ein soziales Feld und damit die Einkörperung von Feldstrukturen zeigen, dass der Habitus nicht einfach nur gesellschaftlich bedingt ist. Vielmehr werden die (Eigen-)Formung des Körpers und damit die Ausbildung klassen-, kultur- und geschlechtsbezogener körperlicher Selbst- und Weltverhältnisse durch „Mitspielen“ in der sozialen Praxis, in sozialen Spielen erworben, auch verändert und umgebildet (vgl. Engler, 2004, S. 225).

Methode:
Im Frühjahr und Herbst 2010 wurden jeweils an je drei aufeinander folgenden Wochen die AG-Praxis (je 2 Schulstunden) auf Video aufgenommen. Um methodisch Kontextwissen einbeziehen zu können, wurden Interviews durchgeführt mit den beteiligten Trainerinnen, der Schulleiterin, einer Lehrerin, die an dieser Schule Sport unterrichtet, und mit 12 der insgesamt 14 beteiligten Schülerinnen. 
Die Auswertung der Videodaten verknüpft Strategien der Segmentierungs-, Sequenz- und Inhaltsanalyse vor dem Hintergrund des theoretischen Konzepts (Dinkelacker et al. 2009). Die erste Sichtung des Videomaterials wurde verbunden mit einer groben Inhaltsbeschreibung der Übungseinheiten und der Identifizierung von Sequenzen, in denen Spacingprozesse erkennbar werden. Im Hinblick auf die Forschungsfragen und das sensibilisierende Konzept wurden im Rahmen der Segmentierungsanalyse alle Kreisformationen isoliert. Die Szenen (insgesamt 17) wurden auf einer vor-ikonografischen Ebene (sensu Bohnsack 2010) deskribiert. Unter Bezugnahme auf den theoretischen Bezugsrahmen werden Schlüsselszenen interpretiert und die sich ergebenden Strukturhypothesen durch komparative Strategien geprüft. Die folgenden kategorialen Schwerpunkte ergeben sich induktiv aus dem empirischen Material. Die Daten der zwei Untersuchungszeiträume wurden jeweils unabhängig voneinander ausgewertet.

Ergebnisse:
Während der AG nutzen die Mädchen den Ort ‚Sporthalle’ für die performative Aushandlung von freundschaftlichen Beziehungen, Konflikten und Machtkämpfen mit den Trainerinnen. Sie entwickeln, vor allem im zweiten Trainingsabschnitt Strategien, die die Intentionen der Trainerinnen aushebeln,  die Raum-Macht umkehren, d. h. sie unterlaufen die vorgegebene Ordnung.

Publikation:

Sobiech, G. (2015). Struggle for cultural recognition - The lack of fit between lower class girls and top class football players as their coaches in a football project. European Journal for Sport and Society (ejss), Vol. 12 (2), 133-155.

Sobiech, G./ Gieß-Stüber, P. (2012). „TatOrt“ Fußball-AG an einer Hauptschule – Räumliche und körperliche Praktiken von Mädchen. In. G. Sobiech & A. Ochsner (Hrsg.). Spielen Frauen ein anderes Spiel? Geschichte, Organisation, Repräsentationen und kulturelle Praxen im Frauenfußball (215-236). Wiesbaden: VS Verlag (i. Dr.)

 

Analyse des Feldes „Frauenfußball“ am Beispiel der Bundesliga des SC Freiburg (2006 – 2009)


 

Ausgangssituation und Forschungsfrage:
Ein traditioneller Spiel-Raum des institutionalisierten Sports stellt der Fußballsport dar, in dem Frauen lediglich als „mitlaufende Sonderkategorie der Fans“ Gebauer (2006, S. 86)  vorkommen. Böhnisch und Brandes (2006, S. 135) formulieren härter, dass die „traditionelle Variante hegemonialer Männlichkeit“ im Fußball sich durch „Abgrenzung von allem Weiblichen“ auszeichne. Fußball spielende Mädchen und Frauen treten also als solche kaum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit (vgl. Sobiech, 2006a, S. 147 ff). 
Zudem wird mit dem Fußball spielen der legitime Gebrauch des ´weiblichen´ Körpers konterkariert und unterlaufen: den Ball treten, sich hinwerfen und schmutzig machen, auch mal reingrätschen gehören nicht zum ´weiblichen´ Habitus, denn Fuß und Beine haben in den gesellschaftlichen Weiblichkeitsvorstellungen die Aufgabe attraktiv auszusehen (vgl. Gebauer, 2006, S. 91). Dass sich Mädchen und Frauen durch die fußballerischen Aktivitäten wieder einen „unbefangenen Gebrauch ihrer Beine und Füße“ (vgl. ebd.) eröffnen, mit dem sie sich auch Durchsetzungsfähigkeit und einen raumgreifenden Habitus aneignen können, scheint folgerichtig. Wie aber kommt es zum Überschreiten der Grenzen des weiblichen Habitus, zu seiner Umbildung? Inwieweit sind an diese praktischen Distanzierungen reflexive Prozesse der Bewusstwerdung geknüpft? Was finden Frauen trotz aller Benachteiligungen am Fußball spielen attraktiv? 

Methoden:
Zum einen sollen themenzentrierte Interviews mit Fußballspielerinnen der 1. Bundesliga des SC Freiburg hier Aufschluss geben. 
Zum anderen sollen aber auch die Praxen, also das Fußball spielen selbst, anhand von Videoaufnahmen untersucht werden. Gibt es aufgrund einer dennoch stattfindenden ´Erziehung zur Weiblichkeit´ Auswirkungen auf die Spielweise von Frauen? Denn die Erziehung zur Weiblichkeit beruht nicht auf der freiwilligen Entscheidung eines aufgeklärten Bewusstseins, sondern auf der unmittelbaren und vorreflexiven Unterwerfung der sozialisierten Körper, die dem Zugriff der Selbstreflexion und der Willenskontrolle oftmals entzogen sind (vgl. Bourdieu 2005).

Publikationen:
Sobiech, G./ Ochsner, A. (Hrsg.) (2012). Spielen Frauen ein anderes Spiel? Geschichte, Organisation, Repräsentationen und kulturelle Praxen im Fußballsport. Wiesbaden: VS Verlag 

Sobiech, G. (2012). Die Logik der Praxis. Frauenfußball zwischen symbolischer Emanzipation und männlicher Herrschaft. In. G. Sobiech & A. Ochsner (Hrsg.). Spielen Frauen ein anderes Spiel? Geschichte, Organisation, Repräsentationen und kulturelle Praxen im Frauenfußball (171-194). Wiesbaden: VS Verlag (i. Dr.)

Sobiech, G. (2012). Kultur in Aktion: Ordnungsstrukturen und Körperstrategien im Frauen-Fußball. In. S. Sinning (Hrsg.) Auf den Spuren des Frauen- und Mädchenfußballs (S. 172-184). Weinheim und Basel: Juventa

Sobiech, G. (2011). Die „Logik der Praxis“: Zur Herstellung einer kompetenten Mitgliedschaft im Frauenfußball. In. Spectrum der Sportwissenschaften. Zeitschrift der Österreichischen Sportwissenschaftlichen Gesellschaft (ÖSG). Jg. 23, H. 2, S. 41-69

Sobiech, G. (2011). Zwischen Beharrung und Veränderung – Die Praxis von Fußballspielerinnen als Ergebnis körperlicher Strukturvermittlung. In. A. Voss (Hrsg.). Geschlecht im Bildungsgang. Orte formellen und informellen Lernens von Geschlecht im Sport (S. 124-132). Jahrestagung der dvs-Kommission Geschlechterforschung vom 13.-15. November an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Hamburg: Czwalina 

Sobiech, G. (2009). Spielen Frauen ein anderes Spiel? – Zur Dynamik von Körper, Geschlecht und Raum durch gegenkulturelles Handeln von Fußballspielerinnen. In. M. Penkwitt (Hrsg.). Geschlechter – Bewegungen – Sport (S. 79-97). Freiburger Geschlechter Studien. Ausgabe 23. Leverkusen-Opladen: Budrich UniPress, 

Sobiech, G. (2008). Frauen spielen Fußball. Oder: über die Erzeugung neuer Spiel-Räume durch Bildungsprozesse. In. PH FR. Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Lehrräume – Lernorte – Raum für mehr. Heft 2, S.12-14

Sobiech, G. (2007). Zur Irritation des geschlechtstypischen Habitus in der Sportspielpraxis: Frauen spielen Fußball. In. I. Hartmann-Tews & B. Dahmen (Hrsg.). Sportwissenschaftliche Geschlechterforschung im Spannungsfeld von Theorie, Politik und Praxis (S. 25-36). Jahrestagung der dvs-Kommission Geschlechterforschung vom 9.-11.11. 2006 in Köln. Hamburg: Czwalina Verlag

Sobiech, G. (2006). Im Abseits? Mädchen und Frauen im Fußballsport. In. H. Brandes, H. Christa & R. Evers (Hrsg.). Hauptsache Fußball. Sozialwissenschaftliche Einwürfe (S. 147-170). Gießen: Psychosozial Verlag 

Sobiech, G. (2006). Angst vor dem Ball? – Chancen erfolgreicher Positionierung in Sportspielen und sozialen Spiel-Räumen. In. M. Denis (Hrsg.). Gender Mainstreaming in der offenen Jugendarbeit. Ein Praxisprojekt in der Stadt Zürich (S. 164-179).  Luzern: Interact Verlag

Sobiech, G. (2006). Die schönste Nebensache der Welt? – Über die Herstellung gesellschaftlicher Ordnung in Spiel(-Räum)en. In. M. Krüger & B. Schulze (Hrsg.). Fußball in Geschichte und Gesellschaft (S. 141-150). Tagung der dvs-Sektionen Sportgeschichte und Sportsoziologie vom 29.9.-1.10.2004 in Münster. Hamburg: Czwalina

Sobiech, G (2006). „Helden wie wir!“? Geschlechterverhältnisse im Fußballsport. In. E. Thaler (Hrsg.). Fußball Fremdsprachen Forschung (S. 68-81). Aachen: Shaker Verlag, 

 

Die Analyse der Situation von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an ausgewählten Hauptschulen (Kl. (8/9) in Freiburg unter besonderer Berücksichtigung des Sportunterrichts* (2006-2008)

 

Ausgangslage und Forschungsfrage:
Inzwischen wird bundesweit ein Anteil von 22,2% Schülerinnen und Schülern aus Familien mit Migrationshintergrund konstatiert. Baden Württemberg liegt, sortiert nach dem Gesamtanteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, mit 31,6% an 3. Stelle im Ländervergleich hinter Bremen und Hamburg (vgl. PISA, 2003, S. 33). Spätestens mit dem Erscheinen der PISA-Studien ist bekannt, dass die soziale und vor allem ethnisch-kulturelle Herkunft den Bildungserfolg bestimmen.
Die Vorstellung, der Sport sei per se ein Mittel, dass zur Integration beitrage, ist schon längst ihrer Glaubwürdigkeit enthoben (vgl. Alkemeyer & Bröskamp, 1996, S. 6). Im Gegenteil, Sport kann, so die Annahme, aufgrund unterschiedlicher Körperkonzepte und Körperumgangsweisen zu Konflikten führen. Zugleich ist davon auszugehen, dass Kultur ein dynamisches und veränderbares Gebilde darstellt (vgl. Sobiech, 2007, S. 279), so dass interkulturelle Konflikte, so die These, stärker mit den Bedingungen der Migranten auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt, dem Aufwachsen in ghettoisierten Wohnverhältnissen, also aufgrund benachteiligender Erfahrungen in Zusammenhang stehen.
Konzepte interkultureller Bewegungserziehung gehen jedoch nach wie vor von interkulturellen Konflikten aufgrund unterschiedlicher Körperkonzepte aus. Die grundlegende Forschungsfrage lautete daher, in welchen Situationen im Sportunterricht und auf welche Weise werden nach Wahrnehmung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund und den in der Jahrgangsstufe eingesetzten Sportlehrkräften interkulturelle Differenzen/ interkulturelle Konflikte und/ oder soziale Konflikte virulent werden.

Methode:
Innerhalb des Projektes sind insgesamt 64 Leitfaden gestützte Interviews mit Schülerinnen und Schülern ohne und mit Migrationshintergrund und 12 Interviews mit Lehrerinnen und Lehrern (Klassen- und Sportlehrkräfte) durchgeführt worden. Zu den Untersuchungsfaktoren mit Blick auf die befragten Jugendlichen gehörten das soziale Milieu, Sprachverwendung, Religionsausübung. Weitere Fragen bezogen sich auf die Ausübung sportiver Praxen in Sportunterricht und Freizeit, auf Körperumgangsweisen und Körperkonzepte. Die Verschriftlichung der Interviews wurde in Auftrag gegeben. Die Auswertung der qualitativen Interviews im Forschungssemester ist mit Hilfe von MAXQDA vorgenommen worden.

Ergebnisse:
Aus der Analyse der Interviews der Schülerinnen und Schüler lässt sich Folgendes festhalten:
Die Gruppe mit arabischem oder türkischem Migrationshintergrund stellt die sozial  benachteiligste Gruppe dar, sichtbar an der Quote der Erwerbslosigkeit der Eltern und der beengten Wohnverhältnisse. Die stärkere Abgrenzung von der Aufnahmegesellschaft bei gleichzeitiger Markierung der Zugehörigkeit zur eigenen ethnischen Gruppe durch die z.T. ausschließliche Verwendung der Herkunftssprache im familiären Kontext und durch die Erfüllung religiöser Kleidungs- und Ernährungsvorgaben hängt vermutlich mit den vorgefundenen Bedingungen in der Aufnahmegesellschaft zusammen. Dies führt aber nicht vorrangig zu Konflikten unter den befragten Mädchen und Jungen, die Freundschaften untereinander Pflegen und ähnliche Vorstellungen über freundschaftliche Beziehungen äußern. Konflikte in der Schule scheinen vorrangig sozial motiviert zu sein.

Publikationen im Rahmen des Forschungsprojektes:
Sobiech, G. (2008) (Mod.) Scham und Beschämung. Sportpädagogik. Zeitschrift für Sport, Spiel und Bewegungserziehung. Heft 6

Sobiech, G./ König, S. (2008) (Mod.) Sport in der Hauptschule. Sportunterricht. Monatsschrift zur Wissenschaft und Praxis des Sports mit Lehrhilfen. Augustheft, 57. Jg.

Sobiech, G./ Stephan M. (2008). Beschämungen vermeiden: Anderssein akzeptieren. In. Sportpädagogik. Zeitschrift für Sport, Spiel und Bewegungserziehung. Scham und Beschämung, Heft 6, S. 4-8

Sobiech, G. (2008). Weg mit den Schablonen. In. Sportpädagogik. Zeitschrift für Sport, Spiel und Bewegungserziehung. Scham und Beschämung, Heft 6, S. 12-14

Sobiech, G. (2008). Ethnisch-kulturelle Konflikte im Sportunterricht der Hauptschule? Analysen und pädagogische Interventionen. In. Sportunterricht. Monatsschrift zur Wissenschaft und Praxis des Sports mit Lehrhilfen. Augustheft, 57. Jg., S. 244-249

Sobiech, G. (2007). „Kultur(en) in Bewegung“ – Körperpraktiken und Geschlecht im Feld des Sports. In. Axel Horn (Hrsg.). Körperkultur (S. 277-300). Schorndorf: Hofmann Verlag 

Sobiech, Gabriele (2007). Soziale Ungleichheiten in der Schule. Zur Professionalisierung des pädagogischen Handelns. In. Norbert Fessler & Günter Stibbe (Hrsg.). Standardisierung, Professionalisierung, Profilierung – Herausforderungen für den Schulsport. Jahrbuch Bewegungs- und Sportpädagogik in Theorie und Forschung. Bd.6 i.E.

Sobiech, Gabriele (2007). „Forschendes Lernen“ im Fach Sport – oder: zur Relevanz interkultureller Kompetenzen zukünftiger Sportlehrkräfte. In. PH FR. Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Innovationen in der Lehre. Heft 2, S. 20-22

 

Geschlechterkonstruktionen durch die ästhetische Arbeit am Körper in „Fitnessstudios“ (2002-2005)

 

Ausgangslage und Forschungsfrage:
Soziale AkteurInnen müssen gegenwärtig, um sich sozial zu positionieren, eine größere Eigenleistung erbringen. Die Gründe liegen in der Herauslösung aus traditionalen Bindungen und Vergesellschaftungsformen und in neuen Anforderungen von Flexibilität. Aussehen, Geschlecht und Alter erhalten in diesem Kontext eine gesteigerte Bedeutung, da sie aufgrund ihrer Sichtbarkeit wie nichts anderes zur Zeichenproduktion geeignet sind. Dass Selbstdarstellungs- und Inszenierungszwänge sich verschärfen, zeigt sich auch daran, dass auf den Arbeitsmärkten und in der wirtschaftlichen Konkurrenz Kriterien des Erfolgs mittlerweile die gesamte Person als Bedeutungsträger erfassen. Attribute von Lebensstilen, Biografie und Persönlichkeit werden zu Qualifikationen erhoben: Erfolg, Überlegenheit, Durchsetzungsfähigkeit und Flexibilität muss am Körper ablesbar sein. Der Markt formuliert dabei nicht nur die Geltungskriterien, nach denen soziale Anerkennung in der Gesellschaft verteilt ist. Er ist auch eng verzahnt mit den Erwartungen moderner Kultur an die innere und äußere Machbarkeit einer Person. Der soziale Gebrauch des Körpers ist dabei allerdings nicht beliebig, Gestaltungs- und Positionierungschancen hängen stark von den Lebensbedingungen, der Klassen- und Geschlechtszugehörigkeit ab.
Vor diesem Hintergrund ist die Forschungsfrage, ob im Feld der ästhetischen Bearbeitung des Körpers mit Blick auf die Inszenierung der Geschlechterdifferenz grenzüberschreitende Formen körperlicher Selbstmodellierung möglich sind, oder ob Beharrungstendenzen in Strukturen und Handlungspraxen traditionelle Körperbilder reproduzieren. 

Methoden und Ergebnisse:
Aus der Analyse von themenzentrierten Interviews und der teilnehmenden Beobachtung des erforschten Feldes lässt sich zusammenfassend festhalten:
Männer verfolgen mit der ästhetischen Bearbeitung des Körpers das Prinzip der Expansion (´Muskel-Masse´ antrainieren), Frauen das der Reduktion (´Körperfett´ reduzieren). Nach dem Motto „Körper-Haltung ist Haltung zur Welt!“ wird die eigene Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit  derjenigen signalisiert, die sich eine Investition in den Körper leisten können. Wer nicht dazu in der Lage oder bereit ist, Hand an sich zu legen, ´offenbart´ fehlende Integrationsbereitschaft und ist von sozialer Ausgrenzung bedroht.

Publikationen:
Degele, N./ Sobiech, G. (2008). "Fit for Life"? - Soziale Positionierung durch sportive Praxen. In. beiträge zur feministischen theorie und praxis: Arenen der Weiblichkeit. Frauen, Körper, Sport. Nr. 69, 31. Jg., H. 69, S.109-117

Sobiech, Gabriele (2006). „Viel schöner aussehen in kürzester Zeit…“ Relevanzverlust oder Aktualisierung der Geschlechterdifferenz bei der Körperformung in Fitnessstudios? In. Petra Giess-Stüber & Gabriele Sobiech (Hrsg.). Gleichheit und Differenz in Bewegung. Entwicklungen und Perspektiven in der Sportwissenschaft. Hamburg: Czwalina Verlag, S. 75-85. 

Sobiech, Gabriele (2006). Ausgespielt: Techniknutzung und Körperverwendung in Fitnessstudios. In. Stefan Poser, Joseph Hoppe & Bernd Lüke (Hrsg.). Spiel mit Technik. Katalog zur Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin. 

Sobiech, G. (2006). „Gender-Management“ in Fitnessstudios – Aktualisierung und Neutralisierung der Geschlechterdifferenz in der Arbeit am Körper. In. K. Siegberg (Hrsg.). Soziale Ungleichheit, Kulturelle Unterschiede (S. 2719-2730). Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004. CD-ROM: Sektionssitzungen. Frankfurt a. Main: Campus Verlag, 

Sobiech, G. (2004). Körper ohne Geschlecht? (Re- und De-)Konstruktionen der Geschlechterdifferenz durch die „ästhetische Arbeit“ am Körper in Fitnessstudios. In. S. Buchen, C. Helfferich & M. S. Maier (Hrsg.). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen (S. 293-314). Wiesbaden: VS Verlag

Sobiech, G. (2000). „Nur wer fit ist, ist ein König.“ - Das Heilsversprechen Gesundheit als Stabilisator sozialer Ordnung. In. M. Klein (Hrsg.). „Guter Sport“ in „schlechter Gesellschaft“? - Heilversprechen, Legitimationskrisen und strukturelle Probleme des Sports nach dem Ende des 20. Jahrhunderts (S. 79-99). Beiträge zur Sektionsveranstaltung  „Soziologie des Sports“ des DGS-Kongresses „Gute Gesellschaft“? - Zur Konstruktion sozialer Ordnungen. 2000 in Köln. Erfurt 2000