Qualifikationsziele des Studiengangs

Die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs „Erziehungswissenschaft“ sollen:

  • Die eigene Persönlichkeit in ihrem gesellschaftlichen, sozialen, normativen und kulturellen Kontext weiterentwickeln können.
  • In der Lage sein, selbstverantwortlich und reflektiert auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren und auch im Sinne eines bürgerschaftlichen Engagements an gesellschaftlichen Prozessen zu partizipieren.
  • Sich im Bereich von außerschulischer Erziehung und Bildung selbständig und kritisch selbst weiterbilden können, um auf gesellschaftliche und / oder berufsfeldbezogene Veränderungen und Entwicklungen reagieren zu können, bzw. um im außerschulischen Erziehungs- und Bildungsbereich auch gestaltend handeln zu können.
  • Im Bereich von außerschulischer Erziehung und Bildung Entwicklungen differenziert analysieren und Zusammenhänge erkennen können,
  • Probleme erkennen und lösen können sowie Problemstellungen und Lösungen kommunizieren können.
  • Fach- und berufsfeldbezogene Expertise besitzen.
  • Im bildungspolitischen Bereich Mündigkeit, Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Urteils- und Kritikfähigkeit besitzen sowie über eine reflektierte Haltung gegenüber allgemeinen gesellschaftlichen Bildungswerten besitzen.

Fachliche Kompetenzen

  • Kenntnis der Grundlagen der Entwicklung sowie von Erziehungs- und Bildungsprozessen in verschiedenen Altersbereichen, insbesondere im Jugend- und Erwachsenenalter.
  • Analyse gesellschaftlicher Rahmenbedingungen von Erziehungs- und Bildungsprozessen unter besonderer Berücksichtigung sozialer, geschlechtlicher und kultureller Differenz- und Ungleichheitsstrukturen sowie rechtliche Grundlagen.
  • Kenntnisse von Formen des Unterstützungsbedarfs in modernen Gesellschaften und der darauf bezogenen sozialstaatlichen Hilfen sowie sozialpädagogischer und sozialarbeite-rischer Interventions- und Präventionskonzepte sowie der rechtlichen Grundlagen.
  • Gestaltung von Lernumgebungen, Begleitung und Beratung in Erziehungs- und Bildungs-prozessen unter Berücksichtigung ihrer spezifischen institutionellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
  • Grundlagen des Managements und der Leitung in außerschulischen Bildungseinrich-tungen bzw. Bildungsabteilungen in Betrieben, Verwaltungen und Verbänden.
  • Diagnose und nachhaltige Förderung von Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozessen.
  • Reflexion der institutionellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sowie der Werte und Normen, die dem Selbstverständnis pädagogischer und sozialarbeiterischer Profes-sionalität zugrunde liegt.

Methodische Kompetenzen

  • Reflexion fachlichen Wissens im Kontext der Problemlagen pädagogischer Handlungs-felder.
  • Kenntnis eines breiten Spektrums an Forschungsmethoden bzw. deren Reichweite und Grenzen in der pädagogischen Praxis.
  • Entwicklung effizienter Lern- und Arbeitstechniken zur Erfassung, Analyse, metho-dischen Bearbeitung sowie zur kollegialen Reflexion von Problemen der beruflichen Praxis.
  • Unterstützung, Moderation und Leitung von Gruppen.
  • Zielgerichteter Einsatz von Medien in der Bildungsarbeit, beim Bildungsmanagement sowie bei der öffentlichkeitswirksamen Präsentation der eigenen Arbeit.
  • Kommunikation ihrer Arbeit in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit.

Selbst- und Sozialkompetenzen

  • Reflexion der eigenen biografisch und historisch-gesellschaftlich bedingten Wahrnehmungs- und Deutungsmuster.
  • Erkennen des eigenen fachspezifischen Weiterbildungsbedarfs.
  • Kollegiale Kommunikation und Kooperation im Hinblick auf die Entwicklung tragfähiger beruflicher Beziehungen, die Diagnose und Gestaltung lern- und entwicklungsförderlicher Lernumgebungen, die Bewältigung von Konflikten und die selbstreflexive und zielgerichtete Entwicklung pädagogischer Professionalität