Fragen rund um den Studiengang

1. Darf mit abgeschlossenem Studium in ganz Europa oder nur in Baden-Württemberg unterrichtet werden?

Nein, auch wenn der Name es suggerieren mag, bedeutet Europalehramt keine europaweite Lehrerlaubnis. Für das Lehramt in anderen europäischen Staaten gelten die dortigen Anforderungen. Nach erfolgreichem Abschluss sind Sie jedoch nicht auf das Bundesland Baden-Württemberg beschränkt, sondern können in ganz Deutschland unterrichten.

2. In wieweit unterscheidet sich das Europalehramts-Studium vom üblichen Lehramts-Studium?

Europalehramts-Studierende erwerben Kompetenzen für bilingualen Unterricht.

Prüfungsordnung 2011, Sekundarstufe: Hier studieren Sie als Hauptfach Ihr Bilingualfach, als erstes Nebenfach die Zielsprache (Englisch oder Französisch) und als zweites Nebenfach ein weiteres Bilingualfach. Auf der Modulstufe 1 wird das Modul Bilinguales Lehren und Lernen / kulturelle Diversität anstatt der Grundfragen der Bildung studiert. Im Hauptfach-Modul 3 studiert man zur Hälfte das Hauptfach und die andere Hälfte Bilinguales Lehren und Lernen.

Prüfungsordnung 2011, Grundschule: Hier studieren Sie die Zielsprache (Englisch oder Französisch) und das Bilingualfach als erstes und zweites Hauptfach. Mathematik und Deutsch müssen als Kompetenzbereiche studiert werden. Die Inhalte zum Bilingualen Lehren und Lernen / kulturelle Diversität werden im Modul 3 der Sprache studiert (statt dem regulären Modul 3) und mit einer Projektprüfung abgeschlossen.

Im Gegensatz zum normalen Lehramt ist ein Auslandssemester obligatorisch.

3. Wie kann man sich bilinguales Unterrichten im Schulunterricht vorstellen?

Die Möglichkeiten und Grenzen des bilingualen Unterrichtens werden in entsprechenden Seminaren erörtert.

4. Welchen Abschluss bekommt man mit beendetem Studium?

Es gibt die Möglichkeit des Bachelor- und des Masterabschlusses. Abgeschlossen ist die Ausbildung mit dem Staatsexamen (früher 2. Staatsexamen).

5. Was genau bedeutet der Europalehramts-Studiengang bezogen auf den späteren Berufseinsatz?

Europalehramts-Absolvent/innen werden möglichst an Schulen mit sprachlichem Profil (bilingualer Unterricht) eingesetzt, können aber auch an Schulen ohne sprachliches Profil eingesetzt werden.

6. Kann man mit dem Europalehramts-Abschluss auch nicht-bilingual unterrichten?

Die Absolvent/innen haben selbstverständlich auch die Lehrbefähigung für die jeweiligen Sachfächer in deutscher Sprache.

8. Wie sind die Aussichten von Studierenden anderer Studiengänge, ins Europalehramt einzusteigen?

Der Quereinstieg ist bei geeigneter Fächerkombination und bestandener Spracheingangsprüfung möglich.

9. In welchem Zeitraum ist ein Aufenthalt im Ausland vorgesehen?

Das Auslandssemester kann vom 3. bis zum 7. Semester absolviert werden. Sie sollten die Vorprüfung abgelegt haben, bevor Sie ins Ausland gehen. Sie laufen sonst Gefahr, die Vorprüfung nicht bis zum Ende Ihres 4. Semesters abgelegt zu haben und würden dann den Prüfungsanspruch verlieren, d.h. in diesem Studiengang nicht weiter studieren können. Beachten Sie bitte auch die Regelungen im Fall von Überschneidungen zwischen dem Auslandssemester und dem Integrierten Semesterpraktikum (ISP).

10. Muss man sich für das Auslandssemester beurlauben lassen?

Das Auslandssemester ist in der Prüfungsordnung als verbindlicher Studienteil vorgeschrieben. Deshalb können Studierende für dieses verpflichtende Auslandssemester nicht beurlaubt werden. Sollten Sie mehr als ein Semester ins Ausland gehen wollen, dann müssen Sie sich für die weiteren Semester beurlauben lassen.

11. Wie viele Plätze stehen für den Auslandsaufenthalt zur Verfügung?

In den letzten Jahren standen immer genug Plätze zur Verfügung. Ein rechtlicher Anspruch auf solche Plätze besteht nicht. Das Akademische Auslandsamt und die Beauftragten der Fremdsprachen sind jedoch sehr stark darum bemüht, Sie bei der Suche und der Auswahl zu unterstützen.  Weitere Auskünfte dazu erteilt das Akademische Auslandsamt.

12. Kann ich mein Integriertes Semesterpraktikum (ISP) im Ausland machen?

Nein, da das ISP von der PH begleitet wird und ausländische Universitäten eine solche Verzahnung von Praktikum und Hochschulbegleitung nicht leisten (können). Ein Auslandspraktikum ist daher nicht gleichwertig und wird nicht als ISP angerechnet.