Berufsfeld

GesundheitspädagogInnen sind in folgenden Berufsfeldern verortet:

  • Gesundheitsförderung und primäre Prävention (durch Verbände, Vereine, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen, in Betrieben und als freiberufliche Tätigkeit)
  • Rehabilitation und tertiäre Prävention (Psychosomatische Rehabilitation, Familienrehabilitation, Suchtberatung)
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung (Lehrtätigkeiten für das Fach Gesundheit an Fachschulen; Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen für Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe und für ehrenamtliche HelferInnen)
  • Sozialpädagogische Arbeitsfelder (in denen Gesundheitsbezogene Fragestellungen im Vordergrund stehen)

Berufliche Tätigkeiten von GesundheitspädagogInnen

Die beruflichen Tätigkeiten sind nicht an ein Lebensalter der Adressaten gebunden; sie finden innerhalb von Organisationen, aber auch in freien Assoziationen statt. Dabei sind in Theorie und Praxis jeweils die individuellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

GesundheitspädagogInnen werden zum Beispiel...

    • Schulungsprogramme zu Bewegung, Ernährung, Stress- und Krankheitsbewältigung empirisch begründen, auswählen, anpassen, entwickeln, durchführen und evaluieren:
    • Interventionen zur Förderung gesundheitsförderlicher Verhältnisse und/oder eines gesunden Lebensstils für Krankenkassen oder Betriebe konzipieren und durchführen;
    • Setting- und individuenzentrierte Ansätze der Gesundheitsförderung in Betrieben, auf kommunaler Ebene, in Schulen und Hochschulen aufbauen und unterstützen;
    • in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Multiplikatoren Pädagogik und Didaktik lehren sowie Gesundheitsinformationen vermitteln

    Präventionsgesetz

    Durch die Verabschiedung des Präventionsgesetzes (18.6.2015) sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Gesundheitsförderung und die Vermeidung von Krankheiten (gesundheitliche Prävention) auch im Bereich der Sozialversicherungen gestärkt werden. Neben der Akutbehandlung, der Rehabilitation und der Pflege sollen Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention zu einer eigenständigen Säule im Gesundheitswesen ausgebaut werden. Das Gesetz schafft die strukturellen Voraussetzungen für Maßnahmen und Leistungen, die den verantwortlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit unterstützen sollen und sich sowohl auf das Verhalten des Einzelnen wie die Gestaltung des Lebensumfeldes beziehen. Dabei wird der gesundheitlichen
    Aufklärung eine hohe Priorität eingeräumt. Sie soll zielgruppengerecht erfolgen
    um,

    1. einen hohen Wissensstand im Bereich der gesundheitlichen Prävention zu vermitteln,
    2. die Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen zu stärken,
    3. gesundheitsgerechtes Verhalten zu unterstützen und
    4. gesundheitsriskantem Verhalten entgegenzuwirken.