Akkreditierung erfolgreich abgeschlossen

Mit Beschluss der Akkreditierungskommission der AHPGS vom 20.05.2010 wird der in Vollzeit angebotene konsekutive Master-Studiengang
“Gesundheitspädagogik" ohne Auflagen akkreditiert.

Erstinformationen

Gesundheit beschränkt sich nicht mehr nur auf das gesundheitliche Versorgungssystem, sondern erfasst soziales und wirtschaftliches Leben: „Gesundheit“ ist Expansion, ihre Ausdrucksform Kommunikation. Herausbildet sich ein neues aktives und sehr weit gefasstes Gesundheitsverständnis. Gesundheit ist in allen Lebensbereichen präsent: „Lebensstile“ sind „Gesundheitsstile“, und Gesundheitskompetenz wird immer bedeutsamer.

Dies wird als 3. Revolution im Gesundheitswesen bezeichnet und umfasst Schlagworte wie: Empowerment, Gesundheitskompetenz, evidenzbasierte Patienteninformation, Beteiligung von Patienten an medizinischen Entscheidungen, Patientenberatung, ....

An diese Expansion von „Gesundheit“ knüpft eine Gesundheitspädagogik an: durch die Einleitung planmäßiger Lernprozesse können Gesundheitsrisiken zumindest ansatzweise ausgeschaltet bzw. gesundheitsförderliche Ressourcen entwickelt werden. Gesundheitspädagogik trägt damit der Perspektive, das Gesundheit im alltäglichen Handeln von den Individuen selbst mitgeschaffen bzw. erhalten wird in besonderem Maße Rechnung.

Im Masterstudiengang Gesundheitspädagogik sollen die Studierende befähigt werden durch eine deutliche Forschungsorientierung zur Evidenzbasierung in folgenden pädagogische Handlungsfelder beizutragen:

  • Gesundheitskompetenz: ermöglicht Menschen, sich Zugang zu verschaffen zu Gesundheitsinformationen und gesundheitsrelevantem Wissen, diese Informationen zu verstehen, zu beurteilen, sich mit anderen darüber auszutauschen und die Informationen und das Wissen für gesundheitsrelevante Entscheide zu nutzen, die zu einer gesundheitsfördernden Lebensführung beitragen.
  • Patientenkompetenz: In den letzten Jahren hat ein fundamentaler Umbruch in der Bewertung der Beziehungen von Arzt und Patienten stattgefunden. Inzwischen gilt der mündige informierte Patient (autonome oder informierte Rolle), der Gesundheitsentscheidungen selbst übernimmt, als Ideal. Voraussetzung ist eine verständliche und umfassende Information der Patienten anhand evidenz basierter Informationen.
  • Patientenschulung und –training: Diese verfolgen primär das Ziel, den Umgang mit Krankheit und ihre Bewältigung zu lernen. Hierbei können Gesundheitspädagogen wesentliche Aufgaben übernehmen.
  • Gesundheitsförderung und Prävention im Alter: Das Altern verläuft nicht einheitlich, sondern noch stärker als in jüngeren Jahren differenziert sich die interindividuelle Unterschiedlichkeit aus. Gesundheitsförderung bei älteren Menschen muss klar zielgruppenspezifisch ausgerichtet sein und dabei auf die speziellen Erfordernisse einer altersspezifischen Gesundheitsförderung eingehen. Pädagogische Ansätze einer Erwachsenenbildung im Altern sind dabei wesentliche Eckpunkte.
  • Betriebliche Gesundheitförderung:ist ein kontinuierlicher, sozialer Prozess, der systematisches, nachhaltiges Engagement und Investitionen in gesundheitsfördernde Befähigung der MitarbeiterInnen, Gestaltung gesundheitsfördernder Strukturen und Prozesse, Entwicklung vertrauensvoller Zusammenarbeit und sozialer Vernetzung der MitarbeiterInnen erfordert und durch gemeinsames interaktives Handeln aller Anspruchsgruppen (Stakeholder) innerhalb und außerhalb des Betriebes wirkt.