Kindheitspädagogik

Profil und Kurzbeschreibung des Studiengangs

Der Studiengang „Kindheitspädagogik“ bildet für pädagogische Berufsfelder im Kontext von Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren aus. Ein Schwerpunkt des Studiums liegt auf der Altersklasse 3 bis 6 Jahre und auf dem Umgang mit Diversität in unterschiedlichen kindheitspädagogischen Berufsfeldern. Das Studium bereitet auf die frühpädagogische Praxis vor: auf die Arbeit mit Kindern, auf die Zusammenarbeit mit Eltern und weiteren Bezugspersonen und auf die Kooperation mit anderen Institutionen.

Der Studiengang dient der Professionalisierung im Bereich der Kindheitspädagogik und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Anschluss Deutschlands an europäische Bildungsstandards. 

Künftige Tätigkeitsfelder sind u.a. Krippen, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Horte oder Grundschulförderklassen. Daneben sind bei entsprechender Qualifikation auch Tätigkeiten in unterschiedlichen kindheitspädagogischen Beratungs- und Unterstützungssystemen, wie z.B. in Beratungsstellen, Mutter-Kind-Einrichtungen, Fachberatungen oder Institutionen der ambulanten und stationären Jugendhilfe möglich. Ziel des Studiums ist eine breit ausgerichtete, pädagogische Professionalität, die neben fachlichen, fachpraktischen und methodischen Kompetenzen v.a. auch umfassende Selbst- und Sozialkompetenzen umfasst. Aufgrund des hohen Anteils (forschungs-)methodischer Kompetenzen sichert der Bachelorstudiengang auch die Anschlussfähigkeit für eine Weiterqualifizierung in einschlägigen Masterstudiengängen.

Abschluss: B.A. Kindheitspädagogin, B.A. Kindheitspädagoge

Dauer: 7 Semester als Vollzeitstudium

Studienbeginn: Wintersemester

Studienbereiche

Der Studiengang Kindheitspädagogik beinhaltet folgende sechs Studienbereiche:

  1. Professionsbezogenes Wissen und Können sowie Ansätze der Kindheitspädagogik
  2. Frühpädagogische Bildungsbereiche (Ästhetik, Sprache, Welt, Mathematik)
  3. Entwicklungspsychologie und Frühpädagogik
  4. Praxis der Kindheitspädagogik
  5. Studium generale
  6. Studienabschluss

Module

Die Studienbereiche werden innerhalb der 7 Semester Vollzeitstudium auf unterschiedliche Module [LINK] verteilt.

Die Gesamtzahl der im Studium zu erbringenden ECTS-Punkte umfasst 210 ECTS-Punkte.

Jedes Modul wird mit einer veranstaltungsübergreifenden Modulprüfungsleistung [LINK] abgeschlossen.

Studium Generale

In allen Bachelorstudiengängen außerhalb des Lehramts sind die Module Studium Generale 1 und Studium Generale 2 integriert. Die Studierenden wählen hier Veranstaltungen aus dem Pool anderer Studiengänge aus und verfassen je ein Lerntagebuch. Weiterführende Informationen finden Sie hier [LINK].

Bachelorthesis

Im siebten Semester ist die Bachelorthesis zu verfassen, die in einem Kolloquium verteidigt wird.

Sämtliche Informationen zur Bachelorthesis sowie die jeweils aktuellen Anmeldeformulare und Prüfer*innenlisten finden Sie auf der Internetseite des Akademischen Prüfungsamtes [LINK]
Weiterführende Informationen finden Sie zudem auf dem Schwarzen Brett Kindheitspädagogik in ILIAS [LINK]. 

Die didaktische Konzeption des Studiengangs "Kindheitspädagogik" verfolgt zwei grundlegende Zielsetzungen, die auf die Ausgangsbedingungen der Studierenden und die unterschiedlichen anvisierten Berufsfelder ausgerichtet sind:

Zielsetzung A: Eine enge Verbindung zwischen dem Erwerb von Fachwissen und Berufsorientierung: Zentral für die Lehrveranstaltungen im Studiengang ist es, bereits ab dem ersten Semester eine miteinander verknüpfte Auseinandersetzung von fachlichem und berufsbezogenem Wissen anzubahnen. Entsprechend bieten verschiedene Module Möglichkeiten dazu, grundlegendes Fachwissen zu erwerben und dieses in Bezug zu Anforderungen und Aufgabenbereichen verschiedener Berufsfelder zu diskutieren. Darüber hinaus bieten die Lehrveranstaltungen und Module Raum dafür, das eigene berufliche Selbstkonzept vor diesem Hintergrund entwickeln und kontinuierlich reflektieren zu können.

Zielsetzung B: Eine enge Verbindung zwischen dem Erwerb von Fachwissen und wissenschaftsorientierter Perspektive: Um Fachwissen und fachliche Inhalte in Bezug auf ihre Genese, die empirische Befundlage sowie eventuelle alternative Sichtweisen rezipieren zu können, ist ein grundlegendes Verständnis für Wissenschaft und Forschung zentral. Dieses bietet die Grundlage für evidenzbasiertes praktisches Arbeiten. Entsprechend werden die Sichtweisen der verschiedenen, am Studiengang beteiligten Fachbereiche kontinuierlich aufeinander bezogen, interdisziplinäre Transferprozesse ermöglicht und in Bezug zu praktischen Fragestellungen und Handlungsanforderungen gesetzt.

Die Umsetzung der beiden didaktischen Zielsetzungen erfolgt durch unterschiedliche Maßnahmen [LINK]

Ziel des Studiums ist eine breit ausgerichtete, pädagogische Professionalität, die Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen erfordert: Zum Aufbau einer pädagogischen Professionalität erwerben die Studierenden einerseits fachliche und fachpraktische Kompetenzen in den anvisierten Berufsfelden [LINK]. Andererseits ist der Aufbau (forschungs-)methodischer Kompetenzen unerlässlich, die sich auf die konkrete Arbeit im Feld der Kindheitspädagogik beziehen und die Anschlussfähigkeit für eine Weiterbildung in einschlägigen Masterstudiengängen sichern.
Pädagogische Professionalisierung erfordert von Absolvent*innen der Kindheitspädagogik neben fachlichem Wissen und Können ein hohes Maß an Selbstreflexion, die Auseinandersetzung mit persönlichen und beruflichen Orientierungen und Haltungen (Selbstkompetenz). Durch die zahlreichen Bezüge zu weiteren Adressat*innen (z.B. Eltern, Kolleg*innen, in- und externe Kooperations- und Netzwerkpartner*innen) ist zudem eine ausgewiesene Sozialkompetenz erforderlich. Deren kontinuierlicher Auf- und Ausbau stellt ein zentrales Studienelement dar.

B.A. Kindheitspädagoginnen und B.A. Kindheitspädagogen werden für eine berufliche Tätigkeit in unterschiedlichen Berufsfeldern ausgebildet:

Berufsfeld A: Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern
Das Berufsfeld umfasst die Bildung, Betreuung und Erziehung von
Kindern vom ersten bis zum zwölften Lebensjahr (mit dem Schwerpunkt
3 - 6 Jahre) und die Zusammenarbeit mit deren Bezugspersonen in unterschiedlichen frühpädagogischen Einrichtungen.
Zukünftige Tätigkeitsfelder sind v.a. Krippen und Kindertageseinrichtungen, aber auch Grundschulförderklassen, Horte, die Ganztagsbetreuung an Schulen und der Schulsozialarbeit, Kinderheime, heilpädagogische Einrichtungen und Familienzentren oder Mehrgenerationenhäuser. Nach einer mehrjährigen Berufspraxis ist ein Übergang in entsprechende Leitungspositionen möglich.

Berufsfeld B: Kindheitspädagogische Beratung, Weiterbildung und Administration
Dieses Berufsfeld hat seinen Schwerpunkt in kindheitspädagogischen Beratungs- und Unterstützungssystemen. Mögliche Arbeitgeber sind u.a. Beratungsstellen (unterschiedlichster Ausrichtungen und Trägerschaft), Mutter-Kind-Einrichtungen, Fachberatungen, Jugendämter oder Träger von Kindertageseinrichtungen.

Der Studiengang bietet einen grundständigen Berufsabschluss, der für einen direkten Einstieg in das Berufsleben qualifiziert. Zugleich ist er anschlussfähig für eine Weiterqualifizierung im Rahmen einschlägiger Masterstudiengänge.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Abitur oder
  • einschlägige fachgebundene Hochschulreife oder
  • fachgebundene Hochschulreife mit Deltaprüfung oder
  • Fachhochschulreife
  • Beruflich Qualifizierte: Meister und Meistern Gleichgestellte oder
  • Eignungsprüfung oder
  • Abgeschl. Hochschulstudium an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW)
  • und jeweils Nachweis über ein vierwöchiges Vorpraktikum

Bewerbung

Jeweils zum Wintersemester starten wir mit einem neuen Jahrgang. Insgesamt 84 Studierende werden pro Studienjahr aufgenommen.
Sie haben die Möglichkeit, sich vom 01. Juni bis 15. Juli zu bewerben (Ausschlussfrist). Weitere Informationen zu den Bewerbungsfristen sowie die erforderlichen Unterlagen finden Sie auf den Seiten des Studierendensekretariats

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an das Studierendensekretariat für akademische Studiengänge, z. Hd. Martin Weis, Buchstaben A-J, Frau Birgit Lüttmann, Buchstaben K-Z.

Kontakt:
Pädagogische Hochschule Freiburg
Martin Weis / Birgit Lüttmann

Kunzenweg 21
79117 Freiburg
0761 / 682-437
martin.weis@ph-freiburg.de
birgit.luettmann(atnospam)ph-freiburg.de

 

Zulassung

Die Pädagogische Hochschule Freiburg vergibt in zulassungsbeschränkten Studiengängen wie dem BA Kindheitspädagogik 90% der Studienplätze an StudienbewerberInnen nach dem Ergebnis des hochschuleigenen Auswahlverfahrens. Alle BewerberInnen, die sich frist- und formgerecht für einen solchen Studiengang beworben haben, nehmen an diesem Auswahlverfahren teil.
Die Auswahlentscheidung richtet sich nach dem Grad der Eignung und Motivation der/des Bewerbenden für den jeweiligen Studiengang und dem angestrebten Beruf. Für die Auswahl wird eine Rangliste gebildet, für die maximal 60 Punkte nach folgenden Kriterien vergeben werden:
1. Bewertung der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (max. 45 Punkte)
2. Bewertung sonstiger Leistungen: z. B. einschlägige Berufstätigkeit, ehrenamtliche Tätigkeit, sonstige Tätigkeit (max. 15 Punkte).

Neben der Vorlage der allgemeinen Bewerbungsunterlagen ist die Voraussetzung für eine Zulassung zum Bachelor Studiengang Kindheitspädagogik der Nachweis über ein vor Studienbeginn absolviertes vierwöchiges Vorpraktikum. Liegt der Nachweis für das Praktikum bis zum Ende der Antragsfrist (15. Juli) noch nicht vor, so erfolgt die Zulassung unter der Bedingung, dass der Nachweis bis zu Beginn des Wintersemesters (1. Oktober) erbracht wird. In diesem Falle ist dem Antrag eine Bescheinigung der Praktikumsstelle über die Durchführung des Praktikums gemäß Anlage 6 beizufügen, die die genaue Angabe des geplanten Praktikumszeitraumes enthält. Wird der Nachweis über das absolvierte Praktikum nicht fristgerecht erbracht, erlischt die Zulassung.
Kriterien für die Anerkennung des Vorpraktikums sind:

1. Das vierwöchige Praktikum ist in Vollzeit (in der Regel mind. 38 Stunden / Woche, d. h. insgesamt mind. 152h, darin enthalten sind auch Vor- und Nachbereitungszeiten) in einer in- oder ausländischen Kindertageseinrichtung der Kinder- und Jugendhilfe (Altersgruppe vom 1. Lebensjahr bis Schuleintritt) gemäß dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) in der jeweils geltenden Fassung zu absolvieren.
2. Kann das Praktikum nicht in Vollzeit (mind. 38 Stunden / Woche) durchgeführt werden, verlängert sich der Praktikumszeitraum gemäß folgendem Schema (jeweils auf der Grundlage einer 5-Tage-Woche):
- Wochenarbeitszeit von unter 38 h bis 36 h: Praktikumszeit max. 4 Wochen und 1 Tag,
- Wochenarbeitszeit von unter 36 h bis 34 h:Praktikumszeit max. 4 Wochen und 2 Tage,
- Wochenarbeitszeit von unter 34 h bis 32 h: Praktikumszeit max. 4 Wochen und 3 Tage,
- Wochenarbeitszeit von unter 32 h bis 30 h: Praktikumszeit max. 4 Wochen und 4 Tage.
Die Gründe für die geringere Wochenarbeitszeit sind dem Zulassungsantrag beizufügen. Praktika mit einer Wochenarbeitszeit von weniger als 30 h sind nicht zulässig.
3. Das Praktikum darf höchstens in zwei verschiedenen Einrichtungen absolviert und höchstens in insgesamt zwei Zeitabschnitte unterteilt werden.
4. Das Praktikum hat außerdem unter der Anleitung einer pädagogischen Fachkraft (Abschluss mindestens Erzieherin bzw. Erzieher) zu erfolgen;
5. Das mindestens vierwöchige Praktikum darf zum Zeitpunkt der Studienaufnahme nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.

Die endgültige Zulassung erfolgt auf der Grundlage der allgemeinen Voraussetzungen des § 58 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Baden-Württemberg (LHG – Landeshochschulgesetz vom 01. Januar 2005).
Studienzeiten und Prüfungsleistungen bzw. die entsprechenden Creditpoints aus anderen Studiengängen können angerechnet werden, soweit die für die jeweiligen Module geforderten Leistungen adäquat nachgewiesen werden. Über die Anrechnung entscheidet auf Antrag der Prüfungsausschuss.


Wir rufen besonders junge Männer auf, die Geschlechtsstereotypen zu durchbrechen!

  • Prüfungs- und Studienordnungen
  • Modulübersicht - stellt die Anordnung der Module über einen idealtypischen Studienverlauf dar
  • Modultabelle - listet übersichtlich die Module auf
  • Modulhandbuch - erläutert Lernziele, Inhalte, Veranstaltungsangebote und Prüfungsanforderungen innerhalb der Module (beachten Sie die Seiten zu den von Ihnen gewählten Kompetenzbereichen!)