Lyrik zu Migrations- und Wanderbewegungen - Einzelansicht

Dr. Ursula Elsner und Jutta Heppekausen, Pädagogische Hochschule Freiburg, Sommersemester 2014.

Im Zentrum sollen Gedichte zum Thema Migration stehen. Als literarisches Motiv seit der Antike gestaltet und als erinnerungspolitisches Thema aktueller denn je, soll uns das Phänomen der oft erzwungenen Ein- und Auswanderung, Verbannung und Heimatsuche beschäftigen. In allen literarischen Gattungen, insbesondere aber in lyrischen Texten haben Menschen ihren Heimat- und Sprachverlust und ihr Verlorensein zwischen den Welten beschrieben. Mit den Bezeichnungen Emigration, Exil, Verbannung, Asyl, Flucht, Vertreibung, Umsiedlung, Migration sind viele Zuschreibungen und (Ab-)Wertungen verbunden, die es in individuellen Lesarten, sowie in weiterführenden Analyse- und Interpretationsprozessen zu ergründen gilt. Mit Jugendlichen einer Freiburger Werkrealschule sollen Gedichte dieses Themenkreises in produktiven Verfahren erarbeitet werden.

Gleichzeitig werden sich die Studierenden, die hier lehrend lernen können, gegenseitig bei ihren pädagogischen Interaktionen mit den Jugendlichen beobachten.

Ziele sind hierbei,
-  pädagogische Beobachtung angeleitet zu üben,
-  Methoden der Praxisreflexion mit dem Fokus „Pädagogische Interaktion“ in den konkreten Situationen der Werkstattarbeit mit den Jugendlichen zu erproben und
- sich eigener Interaktionsmuster in gelungenen und weniger gelungenen Situationen bewusst zu werden.

Literatur
Beobachtung in der Schule – Beobachten lernen (2012). Hg. v.de Boer, Heike /Reh,Sabine. Springer VS. Lyrik.
Heimatverlust und Exil (2006). Hg. v. Erlach, Dietrich / Schurf, Bernd. Erarb. v. Neugebauer, Birgit / Wilhelm, Elfriede. Berlin: Cornelsen.