Musik in Bewegung - Worte sind teuer - Wie geht Sprache, wenn ich mir keine Wörter leisten kann?

Dipl. Sport. Sabine Karoß und Dipl. Rhythmikerin Susanne Kittel. Pädagogische Hochschule Freiburg, Sommersemester 2013.

Dieses interdisziplinäre Projekt beschäftigt sich mit dem Dialog von Musik und Bewegung (Spiel und Tanz). Die Verknüpfung von Hörbarem (Musik) mit Sichtbarem (Bewegung) ist ein komplexes Geschehen – vergleichbar mit den vielfältigen Möglichkeiten der verbalen Kommunikation. Studierende des Grundschullehramtes haben in diesem Projekt die Gelegenheit, sich mit ihren klanglichen und bewegungsorientierten Ausdrucksmöglichkeiten und den damit verbundenen Parametern in Theorie und Praxis auseinanderzusetzen und in den hör – und sichtbaren Dialog mit anderen zu kommen.
Die notwendigen Grundlagen in den Bereichen Musik und Bewegung werden in den Präsenzzeiten des Projekts praktisch erarbeitet und theoretisch fundiert, so dass sich Spiel, Musik und Tanz fast wieder wie von selbst miteinander verbinden.
Inhaltlich geht es um eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, Sprache in ihre musik- und bewegungsbezogenen Ebenen aufzuschlüsseln und sie als Klang- und Bewegungswerkzeug zu erproben, Gesten in Bewegungsmotive zu übersetzen, mit den Klangfarben der Stimme zu improvisieren und aus Worten Rhythmen zu entwickeln: es wird also probiert, geforscht, improvisiert, imitiert, entwickelt und auch komponiert.Dies geschieht allein, mit Partner und in verschiedenen Gruppenkonstellationen.
Aufgaben im Bereich der Körperarbeit dienen dazu, Grundlagen des Bewegungsausdrucks zu etablieren und auszubauen, so dass sich der eigene Bewegungsausdruck auch in den Bewegungsaufgaben im Unterricht und der eigenen Gruppenchoreographie verbessert. Ziel ist es also, die individuelle Bewegungssprache immer weiter zu differenzieren und zu präzisieren.
Musikbezogene Aufgaben trainieren rhythmische Sicherheit, erweitern den Musikbegriff und entwickeln stimmliche Ausdrucksfähigkeiten jenseits der Notation. Ziel ist, die individuelle musikalische Ausdruckskraft bewusst zu machen, zu üben und anzuwenden.
Das Produkt dieses Entwicklungsprozesses, eine Gruppenchoreographie zu einem selbst gewählten Aspekt zum Thema, entsteht eigenständig. Die im Projekt erarbeiteten Abläufe werden dazu mittels grundlegender Gestaltungswerkzeuge präzisiert und integriert. Die Rollen werden gemeinsam entwickelt und die Darstellung (Bewegung, Musik) geübt. Abschließend wird sie hochschulöffentlich präsentiert.