Musik in Bewegung – „Die Gedanken sind frei ...“ – Neues in Altem entdecken – (G)

Dipl. Sport. Sabine Karoß  und  Dipl. Rhythmikerin Susanne Kittel Wintersemester 2013/14, Pädagogische Hochschule Freiburg

Dieses interdisziplinäre Projekt beschäftigt sich mit dem Dialog von Musik und Bewegung. Die Verknüpfung von Hörbarem (Musik) mit Sichtbarem (Bewegung) ist ein künstlerischer Prozess, welcher Kreativität, Sinneswachheit und Offenheit gegenüber Neuem voraussetzt.
Studierende des Grundschullehramtes haben in diesem Projekt die Gelegenheit, sich mit ihren musikalischen und bewegungsorientierten Ausdrucksmöglichkeiten und den damit verbundenen Parametern in Theorie und Praxis auseinanderzusetzen und in den hör- und sichtbaren Dialog mit Anderen zu kommen. Die notwendigen Grundlagen in den Bereichen Musik und Bewegung werden in den Präsenzzeiten des Projekts praktisch erarbeitet und theoretisch fundiert.
Inhaltlich geht es um eine Auseinandersetzung mit den Begriffen „alt“ und „neu“ in Bezug auf Musik und Bewegung und um den Begriff der Interpretation und Gestaltung in beiden Disziplinen. Herkömmliche und alternative Möglichkeiten der Interpretation und Gestaltung von Liedern und Tänzen zeigen auf, wie sich ein interdisziplinärer Dialog und künstlerischer Prozess entwickeln kann. Dies geschieht allein, mit Partner und in verschiedenen Gruppenkonstellationen.
Aufgaben im Bereich der Körperarbeit dienen dazu, Grundlagen des Bewegungsausdrucks zu schulen und auszubauen, so dass sich der eigene Bewegungsausdruck auch in den Bewegungsaufgaben im Unterricht und der eigenen Gruppenchoreographie verbessert. Ziel ist es also, die individuelle Bewegungssprache immer weiter zu differenzieren und zu präzisieren. Musikbezogene Aufgaben trainieren rhythmische und melodische Sicherheit und spielpraktische Fertigkeiten auf Rhythmusinstrumenten. Sie erweitern den Musikbegriff und entwickeln stimmliche Ausdrucksfähigkeiten jenseits der Notation. Ziel ist, die individuelle musikalische Ausdruckskraft bewusst zu machen, zu üben und anzuwenden.
Das Produkt dieses Entwicklungsprozesses, eine interdisziplinäre Gruppengestaltung, entsteht eigenständig. Die im Projektunterricht erarbeiteten Abläufe werden dazu mittels grundlegender Gestaltungswerkzeuge präzisiert und integriert. Die Rollen werden gemeinsam entwickelt und die Darstellung (Bewegung, Musik) geübt. Abschließend wird die interdisziplinäre Gruppengestaltung hochschulöffentlich präsentiert.