Laufende Forschungsprojekte

Vielfältige Projekte zu den Themen Gesundheit, Bildung, Transnationalismus, Soziologie in Afghanistan

Beteiligte Universitäten und Mitarbeiter:innen:
Pädagogische Hochschule Freiburg: Prof. Dr. Uwe H Bittlingmayer, Stefanie Harsch,
Fachhochschule Nordwestschweiz: Prof. Dr. Diana Sahrai
American University, Kabul: Asadullah Jawid
UPEACE: Fereschta Sahrai

Projektlaufzeit: seit 10/2015
Weitere Informationen: https://www.phfr-afghanistanforschung.de/

Projektleitung: Prof. Dr. Albert Scherr 

Mitarbeiter: Daniel Doll (M.A.)  

Verbundpartner:  Prof.’ in Dr. Zoë Clark (Verbundleitung, Universität Siegen); PD Dr. Markus Gamper (Universität zu Köln); Prof. Dr. Holger Ziegler (Universität Bielefeld) 

Laufzeit: 01.10.2021 - 30.09.2024

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 

 

Kurzbeschreibung:  

Ziel des Projektes ist die empirisch fundierte Analyse erfolgreicher Bildungsprozesse von jungen Menschen, die unter Bedingungen sozialstruktureller und sozialräumlicher Benachteiligung sowie problematischer familiärer Verhältnisse aufwachsen. Dazu sollen sowohl jugendliche Nutzer:innen von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe (offene Jugendarbeit, ambulante Hilfen zur Erziehung, Heimerziehung) interviewt werden, denen trotz ungünstiger sozialer Voraussetzungen Bildungserfolge und Bildungskarrieren gelingen, als auch junge Menschen, denen Bildungserfolge trotz dieser Maßnahmen nicht gelingen.  

Im Zentrum der Studie steht die qualitative Rekonstruktion der Bedingungen, die unwahrscheinliche Bildungsprozesse ermöglichen. Aus der Perspektive der Nutzer:innen wird erfasst, ob, wie und unter welchen Bedingungen die Kinder- und Jugendhilfe sowie andere Akteur:innen in den sozialen Netzwerken der Befragten zu erfolgreichen Bildungsprozessen beitragen, oder aber selbst als Barriere für Bildungserfolg wirken. Aus den Befunden werden empirisch fundierte Empfehlungen für bildungsbezogene Praktiken in den Hilfen zur Erziehung (HzE) und der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit sowie für ihre Vernetzung mit schulischen Akteur:innen formuliert.  

Das Forschungsvorhaben ist als ein Verbundprojekt angelegt, durch das Bedingungen und soziale Mechanismen gelingender Bildungsprozesse für junge Menschen in ungünstigen sozioökonomischen Ausgangssituationen und sozialräumlichen Kontexten in den Blick genommen werden. Das Freiburger Team legt den Schwerpunkt auf die offene Kinder- und Jugendhilfe.  

Teilprojekt im Promotionskolleg „Heterogenität: effektive Lernsettings und Professionalität an Schulen (HeLPS)“

  • Projektpartner: Regionale Schulentwicklungsnetzwerke, IQES online, und Pädagogische Hochschule Freiburg
  • Kollegsprecher und Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. Timo Leuders, Jun.-Prof. Dr. Katharina Loibl, Jun.-Prof. Dr. Marita Friesen
  • Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Martin Schwichow, Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg, Prof. Dr. Silke Mikelskis-Seifert
  • Mitarbeitende: Cem Aydin Salim
  • Laufzeit: 01.06.2019 – 31.05.2022
  • Projektseite HeLPS

Projektbeschreibung

Für den Umgang mit Heterogenität im Fachunterricht gibt es verschiedene Strategien (z.B. Klieme & Warwas, 2011). Neben Formen der äußeren Differenzierung durch Schulstrukturen und stark individualisierendem Unterricht sind Strategien der Binnendifferenzierung, die im Rahmen des regulären Klassenunterrichts umsetzbar sind, von hohem Interesse, um den individuellen Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Vorkenntnissen gerecht werden zu können. Gerade beim Experimentieren im naturwissenschaftlichen Sachunterricht an Grundschulen erscheint eine Differenzierung aufgrund der heterogenen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler angebracht. Praxis und Forschung interessieren sich gleichermaßen für Formate von differenzierendem Unterricht, die realistisch durchführbar und zugleich wirksam hinsichtlich der Lernergebnisse sind („effektive Lernsettings“). Die Lehr-Lernforschung hat hierzu seit vielen Jahren Strategien entwickelt und deren Wirksamkeit empirisch geprüft. Hierbei gibt es Hinweise, wie Lernende mit unterschiedlichen Voraussetzungen unterschiedlich gefördert werden können („adaptive Lernsettings“). So besagt der „Expertise-Umkehr-Effekt“ beispielsweise, dass Lernende mit ungünstigeren Lernvoraussetzungen hinsichtlich Vorwissen, Selbstregulation und sprachlichen Voraussetzungen von Lösungsbeispielen profitieren, dass umgekehrt aber solche Maßnahmen bei Lernenden mit günstigeren Lernvoraussetzungen nachteilig sind. Diese profitieren stärker, wenn sie Selbsterklärungen verfassen (Renkl, 2003). Ziel des Projekts ist es, differenzierende Lernmaterialen für das Experimentieren zum Thema „Schwimmen und Sinken“ zu entwickeln. Dazu werden Comics erstellt, die entweder konkrete Lösungsbeispiele oder aktivierende Aufforderungen zum Verfassen von Selbsterklärungen enthalten. Im Rahmen des Projekts wird dabei untersucht, inwiefern der Lernzuwachs von Schülerinnen und Schülern von ihrem Vorwissen und dem jeweils gewählten Lernmaterial (Lösungsbeispiele versus Selbsterklärungen) abhängt. Die zu erwartenden Ergebnisse des Projekts liefern damit wichtige Hinweise zur Wirkung der entwickelten adaptiven Lernsettings im Sachunterricht der Grundschule.

  • Förderung: Eigenmittel
  • Projektleitung: Prof. Dr. Katja Scharenberg, Dr. Saskia Liebner (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Laufzeit: seit 01.04.2016

Kurzbeschreibung

Im Zuge der Gestaltung eines inklusiven Bildungssystems in Folge der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention werden gleichermaßen Fragen einer inklusionsorientierten Lehrerbildung und die Bedeutung inklusionsbezogener Überzeugungen bei (angehenden) Lehrkräften diskutiert (Heinrich, Urban & Werning, 2013). Letztere werden als zentral für die Umsetzung inklusiver Bildung herausgestellt (Avramidis, Bayliss & Burden, 2000; Werning, 2014). Zwar erlauben bislang vorliegende Forschungsergebnisse gut fundierte Aussagen darüber, welche inklusionsbezogenen Überzeugungen (angehende) Lehrkräfte aufweisen. Unklar bleibt jedoch, inwiefern diese durch diversitätssensible Hochschullehre verändert werden können. Das Projekt DÜbeL geht daher der Frage nach, ob die inklusionsbezogenen Überzeugungen angehender Lehrkräfte durch entsprechende Lehrveranstaltungen verändert werden können. In den Blick genommen wird außerdem, inwiefern dabei die Art und didaktische Gestaltung der Lehrveranstaltungen (u. a. Seminar, Vorlesung, didaktisches Konzept) oder der jeweilige Studiengang von Bedeutung sind. Dafür werden die an den ausgewählten Lehrveranstaltungen teilnehmenden Studierenden in einem Prä-Posttest-Design zu ihren inklusionsbezogenen Überzeugungen befragt. Die zu erwartenden Ergebnisse liefern bedeutsame Hinweise zur Gestaltung der Hochschullehre im Kontext von Inklusion für angehende Lehrkräfte. Mittels einer Follow-up-Befragung wird außerdem untersucht, inwiefern diversitätssensible Hochschullehre auch nachhaltig die Einstellungen und Überzeugungen bereits berufstätiger Lehrkräfte prägt.

Publikationen:

  • Opalinski, S. & Scharenberg, K. (2018). Veränderung inklusionsbezogener Überzeugungen bei Studierenden durch diversitätssensible Lehrveranstaltungen. Bildung und Erziehung, 71 (4), 449-464. DOI: 10.13109/buer.2018.71.4.449.
  • Scharenberg, K. & Opalinski, S. (2019). Effective teacher training for inclusive education: The importance of preservice teachers' beliefs about inclusion. Proceedings of the 2019 Annual Meeting of the American Educational Research Association (AERA) in Toronto, Canada. [Full Paper]. Retrieved June 28, 2019, from the AERA Online Paper Repository. DOI: 10.302/1438408.
  • Scharenberg, K. & Opalinski, S. (2019). (Wie) wirken inklusionsorientierte Lehrveranstaltungen und Praxisanteile auf inklusionsbezogene Überzeugungen angehender Lehrkräfte? In T. Ehmke, P. Kuhl & M. Pietsch (Hrsg.), Lehrer. Bildung. Gestalten. Beiträge zur empirischen Forschung in der Lehrerbildung (S. 44-56). Weinheim: Beltz Juventa.

Teilprojekt A2 im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education (FACE): Strukturentwicklung und Rekrutierung im Beruflichen Lehramt (gewerblich-technische Mangelfächer) (FACE-Beruf)

  • Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
  • Projektleitung Teilprojekt A2: Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Projektteam Teilprojekt A2: Prof. Dr. Thomas Diehl, Gunde Gaßner-Keita, Prof. Dr. Gabriele Kniffka, Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Marlene Meyer, Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Laufzeit: 01.03.2020–31.12.2023

Kurzbeschreibung

Zum Berufsalltag von Lehrkräften an beruflichen Schulen zählen das Unterrichten in inklusiven und heterogenen Klassen sowie der Umgang mit Schüler/-innen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, bei denen teilweise auch Sprachbarrieren bestehen. Die Themen Inklusion/Heterogenität sowie Deutsch als Zweit-/Fremdsprache (DaZ/DaF) sind jedoch bislang kaum in den Curricula des Beruflichen Lehramtes verankert. Ziel dieses Teilprojektes im Rahmen der dritten Förderphase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Etablierung von Inklusion/Heterogenität und Deutsch als Zweit- und Fremdsprache durch die Integration in die Curricula sowie die Lehrentwicklung für die gewerblich-technischen Lehramtsstudiengänge. Um die vertikale Kohärenz zwischen den verschiedenen Phasen der Lehrerbildung für die Studierenden zu stärken, werden die Lehrmodelle in curricularen Abstimmungsprozessen mit dem Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg (Berufliche Schulen) entwickelt und bereits etablierte Unterstützungsstrukturen für die Studierenden auf das Berufliche Lehramt übertragen. Die Lehrinhalte werden zudem für Lehrkräftefortbildungen aufbereitet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite und im FACE-Newsletter.

Projektbeschreibung

Durch die UN-Behindertenrechtskonvention wurde nochmals bestärkt, dass Inklusion an Schulen angegangen werden muss. Bei der Umsetzung stoßen Schulen auf viele Herausforderungen. Die FACE-Maßnahme 3 "Inklusion und Heterogenität" hat daher das Konzept „Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung“ (FRISBI) entwickelt. Dieses Lehr-Forschungsprojekt hat das Ziel, Schulen bei ihren Entwicklungen wissenschaftlich zu begleiten. FRISBI initiiert einen gemeinsamen Dialog zwischen Schule und Hochschule und setzt dabei an den Bedarfen und Fragen der Schulen im Bereich Inklusion an. Unsere Studierenden bearbeiten dann in ihren Abschlussarbeiten forschungsbasiert konkrete Fragestellungen inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Ergebnisse dieser Arbeiten diskutieren wir anschließend gemeinsam mit den Schulen. FRISBI ist also eine innovative Verknüpfung von Forschendem Lernen und inklusionsorientierter Schulentwicklung.

Unser FRISBI-Team an der Pädagogischen Hochschule Freiburg ist interdisziplinär: Wir bringen soziologische, erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Expertise mit. In FRISBI interessiert uns z.B., wie Schülerinnen und Schüler die soziale Integration in inklusiven Schulklassen erleben, welche Einstellungen Lehrkräfte zur Unterrichtspraxis in inklusiven Settings haben oder wie schulische Inklusion gelingen kann. Solche Fragen werden gemeinsam mit Partnerschulen, interessierten Studierenden und in Kooperation mit dem Praxiskolleg (FACE-Maßnahme 2) bearbeitet. Es ist also eine institutionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Hochschule und den Schulen in der Freiburger Region. In einer Pilotphase im Schuljahr 2016/17 haben wir das Projekt erstmals durchgeführt. Die Evaluation zeigte, dass das Konzept sehr positiv aufgenommen wurde. Daher wird FRISBI nachhaltig in die Lehrerbildung im Bereich Inklusion an der PH Freiburg integriert. Hierzu entwickeln wir derzeit ein begleitendes Kolloquium.

Mögliche Fokuspunkte zur wissenschaftlichen Begleitung von Inklusion an der Schule

1. Analyse der Voraussetzungen und des Bedingungsgefüges in der Startphase

  • a) Ausgangslage/Startbedingungen: Demografische und sozialstrukturelle Voraussetzungen (z.B. Schulstandort, Einzugsgebiet, Zusammensetzung der Schülerschaft)
  • b) Formen und Prozess der Entwicklung des Inklusionskonzeptes (z.B. Innovationsbereitschaft, Schulkonzept, Schulentwicklungsplanung, Evaluation, Fortbildungsplanung)

2. Untersuchung der Bedingungen der Umsetzung des Inklusionskonzepts

  • a) Schulorganisation, Schulkultur (z.B. Schulleitungshandeln, Kooperation, Lernangebote)
  • b) Unterricht und Lehr-/Lernprozesse (z.B. Umgang mit Heterogenität, Differenzierung, Unterrichtsqualität)
  • c) Fachdidaktik (fachbezogene Lerninhalte, Aufgabenstellungen und Methoden, die gemeinsames Lernen und individuelle Förderung ermöglichen)

3. Analyse der Effekte des Inklusionskonzeptes

  • a) Kognitive Aspekte (z.B. Bildungsergebnisse von Schülerinnen und Schülern)
  • b) Motivational-emotionale Aspekte (z.B. Einstellungen und Überzeugungen, Wohlbefinden, selbstbezogene Kognitionen)
  • c) Soziale Aspekte (z.B. soziale Partizipation, Einbindung in Peerbeziehungen und soziale Netzwerke)
  • d) Akzeptanz und Zufriedenheit der Beteiligten (z.B. Bildungsentscheidungen, Zufriedenheit mit dem Inklusionskonzept, Schulzufriedenheit, Rollen- und Professionsverständnis)

Methoden

Je nach Fragestellung und Merkmalsbereich werden unterschiedliche methodische Zugänge der quantitativen und qualitativen Sozialforschung angewandt und ggf. miteinander verbunden, zum Beispiel:

  • Quantitativ: Auswertung von Fragebogendaten (Zusammenhänge zwischen verschiedenen Merkmalen, Vergleich verschiedener Zielgruppen oder Zielkriterien)
  • Qualitativ: Interviewverfahren, Gruppendiskussionen, Teilnehmende Beobachtung und deren inhaltsanalytische und rekonstruktive Auswertung

Fokusgruppen für die Untersuchung können sein: Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Schulleitung, Eltern, Schulbegleitung/Schulassistenz, weiteres pädagogisch tätiges Personal (z.B. in der Schulsozialarbeit).

Im Rahmen von FRISBI entstandene Abschlussarbeiten

  • Büttel, M. (2020). Die Bewältigung des Schulwechsels von einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum auf eine Regelschule – Die Perspektive von Schülerinnen und Schülern.
  • Jakob, B. (2020). Lernumgebungen zur Differenzierung im inklusiven Mathematikunterricht mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
  • Schlegel, F. (laufend). Die Bedeutung des selbstorganisierten Lernens im Kontext von Homeschooling. Eine Online-Befragung von Schüler*innen einer inklusiven Gesamtschule.
  • Bühler, L. (2019). Orientierungen von angestellten und abgeordneten SonderpädagogInnen. Eine rekonstruktive Studie anhand von wöchentlichen Teamsitzungen.
  • Heinle, S. (2019). Vergleich der didaktischen Umsetzung inklusiven Unterrichts durch Kooperationsteams in der Sekundarstufe 1.
  • Klein, A. (2019). Auswirkungen inklusiver Beschulung auf das Selbstkonzept der Schülerinnen und Schüler.
  • Öschger, A. (2019). Möglichkeiten und Herausforderungen von Leistungserhebungen im inklusiven Unterricht – Perspektive von Schülerinnen und Schülern.
  • Schöllhorn, M. (2019). Die Rolle der Schulbegleitung im Kontext inklusiver Schule. Eine Beobachtungsstudie zur Analyse von ausgehandelten Rollenbildern und unterrichtlicher Praxis.
  • Stemann, J. (2019). Aspekte des Schulwechsels aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern eines SBBZ.
  • Hild, M. (2018). Identifikation von Gelingensbedingungen inklusiver Bildung anhand der Analyse vorliegender Strukturen einer Werkrealschule.
  • Knecht, S. (2018). Schulbegleitung in der inklusiven Schule aus Sicht der pädagogischen Fachkräfte.
  • Knobel, M. (2018). Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen eines SBBZ aus der Sicht der ansässigen Gemeinde.
  • Mohr, S. (2018). Selbstwahrnehmung der Teilhabechancen von Jugendlichen. Eine qualitative Interviewstudie an einem SBBZ mit emotional-sozialem Förderschwerpunkt.
  • Mokbel, J. (2018). Perspektive der Schülerinnen und Schüler auf Schulbegleitung und die Kooperation mit weiteren Fachkräften am Beispiel einer Inklusionsschule.
  • Probst, M. (2018). Andere Schulart - andere Anforderungen? Eine qualitative Studie zu Inklusion mit Schulleitern aus der Region Freiburg.
  • Rinkel, S. (2018). Möglichkeiten des kooperativen Lernens zur Förderung der sozialen Integration in inklusiven Schulklassen.
  • Scherer-Mibs, M. (2018). Interdisziplinäre Kooperation und professionelles Handeln in inklusiven Settings.
  • Rothenhäusler, L. (2017). Bildungspläne im inklusiven Unterricht der Grundschule und Chancen ihrer Umsetzung.
  • Schmidtke, M. (2017). Die Einstellungen von Lehrkräften zur Unterrichtspraxis in inklusiven Settings unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunkts Lernen.
  • Sommer, S. (2017). Gelingensbedingungen für die Inklusion von Kindern mit Förderbedarf im Bereich der emotional-sozialen Entwicklung und deren Umsetzung.
  • Vögtlin, H. (2017). Soziale Integration in Schulklassen – Vergleich der Schüler- und Lehrerperspektive.

Unsere FRISBI-Partnerschulen

  • Freiburg: Albert-Schweitzer-Schule II (Werkrealschule)
  • Freiburg: Lessingschule (SBBZ Lernen)
  • Freiburg: Vigeliusschule II (Gemeinschaftsschule)
  • Kehl: Oberlin-Schulverbund (Gemeinschaftsschule)
  • Offenburg: Grundschule Weier (Grundschule)
  • Riegel: LBZ St. Anton (SBBZ emotional-soziale Entwicklung)
  • Schliegen: Hebelschule Schliengen (Gemeinschaftsschule)

Publikationen

  • Köpfer, A. & Scharenberg, K. (2019). Praxisorientierte Professionalisierungsprozesse im Kontext inklusiver Lehrerbildung – Erkenntnisse aus der Evaluation eines Lehr-Forschungsprojekts zum Forschenden Lernen. In Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.), Verzahnung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium. Erkenntnisse aus Projekten der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" (S.150–156). Berlin: BMBF.
  • Köpfer, A., Scharenberg, K., Leuders, J., Rott-Fournier, C. & Schneider, K. (2018). Forschendes Lernen und Schulentwicklungsprozesse im Kontext von Inklusion – Evaluation der Pilotierungsphase des Lehr-Forschungsprojekts "Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung" (FRISBI). In A. Langner (Hrsg.), Inklusion im Dialog: Fachdidaktik – Erziehungswissenschaft – Sonderpädagogik (S. 217–223). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Scharenberg, K., Köpfer, A., Leuders, J., Rott-Fournier, C. & Schneider, K. (2018). Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung (FRISBI) – Studierende, Hochschule und Schulen entwickeln und bearbeiten gemeinsam Forschungsfragen im Kontext von Inklusion. PH FR. Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg, 43 (1), 10–11.

Hier finden Sie zudem ein Poster als Überblick über die Inhalte und den bisherigen Projektverlauf (präsentiert auf der Tagung "Face to FACE - Lehrerbildung gemeinsam gestalten", 16.11.2017, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg).

Kontakt/Hinweis für Schulen

Wenn Sie sich für die Teilnahme am Projekt "Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung" (FRISBI) interessieren, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen:

  • Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, E-Mail: andreas.koepfer(atnospam)ph-freiburg.de
  • Prof. Dr. Katja Scharenberg, E-Mail: katja.scharenberg(atnospam)ph-freiburg.de

Teilprojekt P1 im Verbundprojekt "Freiburg Advanced Center of Education (FACE) - Researching Practice, Practicing Research" zwischen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg

  • Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
  • Projektleitung P1: Prof. Dr. Wolfram Rollett, Prof. Dr. Katja Scharenberg, Prof. Dr. Silke Mikelskis-Seifert
  • Mitarbeitende: Martina Graichen
  • Laufzeit: 01.01.2019–31.12.2023

Kurzbeschreibung

Im Projekt INEXdigital reflektieren Lehrkräfte naturwissenschaftlicher Fächer gemeinsam mit Wissenschaftler*innen der Pädagogischen Hochschule Freiburg aus den Bereichen Physikdidaktik und Bildungswissenschaften in einer Professionellen Lerngemeinschaft (PLG) darüber, wie barrierefreies Experimentieren im inklusiven Naturwissenschafts- bzw. Physikunterricht gelingen kann. Im Fokus der Diskussion steht die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um kooperatives Lernen zwischen allen Schüler*innen in einer heterogenen Lerngruppe beim Experimentieren zu ermöglichen. Neben der Reflexion über Gelingensbedingungen stellt die konkrete Entwicklung von Unterrichtsmaterialien zur Erweiterung von Experimentierumgebungen für den inklusiven Unterricht eine Hauptaufgabe der PLG dar. Ein Ziel dabei ist es, digitale Unterstützungsmöglichkeiten zu erörtern und zu entwickeln.

In der ersten Projektphase konzentriert sich eine PLG im Schuljahr 2019/20 auf Möglichkeiten zur Überwindung von Sprachbarrieren beim offenen Experimentieren in inklusiven Lerngruppen. Für lehrplanrelevante Schülerexperimente aus dem Physikunterricht der 8. Klasse werden vorhandene digitale Lernumgebungen wie z.B. Erklärvideos durch die gemeinschaftliche Expertise der PLG erweitert oder neu entwickelt und deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht bewertet.

Projektseite: http://www.face-freiburg.de/praxis/plg

Publikationen

  • Oettle, M., Mikelskis-Seifert, S., Scharenberg, K. & Rollett, W. (2021). Das Freiburger Modell der kontextorientierten Gestaltung von Lernumgebungen für den inklusiven Physikunterricht. Sonderpädagogische Förderung heute, 4. Beiheft, 118–132. (Beiheft „Naturwissenschaftsdidaktik und Inklusion“, hrsg. von S. Hundertmark, X. Sun, S. Abels, A. Nehring, R. Schildknecht, V. Şeremet & C. Lindmeier).
  • Oettle, M., Mikelskis-Seifert, S., Scharenberg, K. & Rollett, W. (2021). Erfassung der Barrierefreiheit von schulischen Experimentierumgebungen. In S. Habig (Hrsg.), Naturwissenschaftlicher Unterricht und Lehrerbildung im Umbruch? (S. 173–­176). Essen: Universität Duisburg-Essen (Tagungsband der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Bd. 41).

Vorträge

  • Oettle, M., Mikelskis-Seifert, S., Scharenberg, K. & Rollett, W. (2021, September). Testing the accessibility of experimental environments in inclusive Science classrooms. 14th Conference of the European Science Education Research Association (ESERA). Virtual Conference organized by University of Minho, Braga, Portugal. [03.09.2021].
  • Oettle, M., Mikelskis-Seifert, S., Scharenberg, K. & Rollett, W. (2021, August). Testing the accessibility of experimental environments in inclusive Science classrooms. 19th Biennial EARLI Conference Online. [26.08.2021].
  • Oettle, M., Mikelskis-Seifert, S., Scharenberg, K. & Rollett, W. (2020, September). Erfassung der Barrierefreiheit von schulischen Experimentierumgebungen. Vortrag im Symposium „Naturwissenschaften und Inklusion“. Virtuelle Jahreskonferenz der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP). [15.09.2020].
  • Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Mitarbeitende: Sebastian Röhl (StR), Hannah Decker, Friedrich Horstmann
  • Laufzeit: 01.04.2017-31.12.2020
  • Förderung: Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Eliteprogramms für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden

Kurzbeschreibung

Seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention wird die Diskussion über gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in Deutschland verstärkt geführt. Bei der Umsetzung von Inklusion im schulischen Handlungsfeld durch gemeinsames Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ist neben der Gleichberechtigung hinsichtlich akademischer Bildungschancen auch die soziale Integration ein wichtiges Zielkriterium. Bislang vorliegende Forschungsergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmung der sozialen Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in inklusiven Schulklassen ungünstig ausfällt. Derzeit mangelt es jedoch noch an empirischen Forschungsbefunden, die Aussagen zur Bedeutung der Zusammensetzung der Schülerschaft und des jeweiligen Klassenkontextes als unmittelbarer Lern- und Entwicklungsumwelt für die soziale Integration in inklusiven Settings erlauben. Ziel des Projektes KOMPOSIT ist es daher, einen Beitrag zur Frage zu leisten, welches Integrationspotenzial unterschiedliche Klassenkontexte besitzen, und jene Strukturmerkmale und Barrieren zu identifizieren, die der sozialen Integration in inklusiven Schulklassen potenziell entgegenstehen. Die zu erwartenden Ergebnisse können genutzt werden, um sozialen Ausgrenzungsmechanismen durch inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung gezielt entgegenwirken zu können. Geplantes Erhebungsfeld sind Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg. Mittels eines quantitativen Forschungsdesigns sollen neben Schülerinnen und Schülern (Jahrgangsstufe 5 bis 7) auch Klassenlehrkräfte befragt werden, um die Wahrnehmungen und Kontextbedingungen sozialer Integration in inklusiven Schulklassen mehrperspektivisch und multidimensional abzubilden.

Publikationen

  • Scharenberg, K. (2021). Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Klassenkomposition und soziale Integration in inklusiven Schulklassen (KOMPOSIT)“. Freiburg: Pädagogische Hochschule Freiburg.
  • Scharenberg, K., Röhl, S. & Rollett, W. (2020). Who are your friends in class? Classroom composition effects on students’ reciprocal friendship nominations. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 52 (3–4), 75–87. (Themenheft "Social Relations in Educational Settings: Why Social Exclusion and Belonging Matter", hrsg. von H. Beißert & T. Marksteiner). DOI: 10.1026/0049-8637/a000230. (Open Access).
  • Scharenberg, K., Röhl, S. & Decker, H. (2019). Klassenkomposition und soziale Integration in inklusiven Schulklassen (KOMPOSIT). Skalenhandbuch zur Dokumentation der Erhebungsinstrumente. Freiburg: Pädagogische Hochschule Freiburg.
  • Scharenberg, K. & Röhl, S. (2018). Klassenkomposition und soziale Integration in inklusiven Schulklassen. In K. Rathmann & K. Hurrelmann (Hrsg.), Leistung und Wohlbefinden in der Schule: Herausforderung Inklusion (S. 300–316). Weinheim: Beltz.

Vorträge und Konferenzbeiträge

  • Kouka, E., Scharenberg, K. & Röhl, S. (2021, April). Teachers’ individual frame of reference and students’ academic self-concept in inclusive classes. Virtual Annual Meeting of the American Educational Research Association (AERA). [11.04.2021].
  • Decker, H., Scharenberg, K. & Röhl, S. (2021, April). Homophily in friendship networks in inclusive classrooms – Theoretical considerations and empirical findings. Virtual Annual Meeting of the American Educational Research Association (AERA). [08.04.2021].
  • Decker, H., Scharenberg, K., Röhl, S. & Rollett, W. (2021, März). Birds of a feather flock together? Differential effects of homophily in students’ friendships regarding Special Educational Needs, gender and immigrant background. 34th International Congress for School Effectiveness and Improvement (ICSEI), Virtual Congress. [18.03.2021].
  • Scharenberg, K. & Röhl, S. (2020, Januar). Peer acceptance in inclusive settings in lower-secondary education: Does the classroom composition make a diference? 33rd International Congress for School Effectiveness and Improvement (ICSEI), Marrakesch/Marokko. [08.01.2020].
  • Röhl, S., Michalke, S., Schürer, S., Scharenberg, K. & van Ophuysen, S. (2019, September). How do students with special educational needs participate in classrooms with ethnic heterogeneity? 4th European Conference on Social Networks (EUSN), Zürich/Schweiz. [11.09.2019].
  • Scharenberg, K. & Röhl, S. (2019, August). Outsiders inside inclusive classes? Class composition effects on friendship networks of SEN students. Vortrag im Symposium "Composition in school and class. What effects do peers have on students' individual development?" 18th Conference of the European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI), Aachen. [13.08.2019].
  • Röhl, S. & Scharenberg, K. (2019, Juni). Klassenkomposition und Freundschaftsnetzwerke in inklusiven Schulklassen. Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), Basel/Schweiz. [27.06.2019].
  • Röhl, S. & Scharenberg, K. (2019, Februar). Messung sozialer Partizipation in inklusiven Schulklassen: Ein Vergleich verschiedener Erhebungsmethoden. Vortrag im Symposium "Gruppenstrukturen und soziale Beziehungen in inklusiven Schulklassen - Befunde aus sozialen Netzwerkanalysen". 7. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), Köln. [27.02.2019].
  • Scharenberg, K. (2018, Oktober). Soziale Integration in inklusiven und heterogenen Schulklassen. Vortrag in der Vortragsreihe "Migration und Bildung" mit anschließendem "Meet the Expert"-Treffen. Eberhard Karls Universität Tübingen. [09.10.2018].
  • Decker, H., Röhl, S. & Scharenberg, K. (2018, Februar). Mittendrin statt nur dabei? Effekte der Klassenkomposition auf die soziale Integration in inklusiven Schulklassen. 6. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), Basel/Schweiz. [15.02.2018].
  • Scharenberg, K. & Röhl, S. (2017, September). Klassenkomposition und soziale Integration in inklusiven Schulklassen. 9. Tagung der Sektion "Empirischen Bildungsforschung" (AEPF & KBBB) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Tübingen. [25.09.2017].

Studentische Qualifikationsarbeiten

  • Decker, H. K. (2021). Inklusion auf dem Pausenhof – Eine empirische Untersuchung von Profilen der Peer-Interaktion und ihren Korrelaten. (Masterarbeit)
  • Decker, H. K. (2019). Homophilieeffekte in Peerbeziehungen in inklusiven Schulklassen – Theoretische und empirische Perspektiven. (Bachelorarbeit)
  • Fessel, L. (2019). Peerbeziehungen in Schulklassen. Ein Vergleich zwischen qualitativ und quantitativ erhobenen Daten zum Umgang mit und Perspektiven auf Freundschaft in einer Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg. (Masterarbeit)
  • Kouka, E. (2019). Selbstkonzept und Schulzufriedenheit in inklusiven Klassen. (Masterarbeit)

Öffentlichkeitsarbeit

  • "Klasse Klima. Was brauchen Kinder mit Förderbedarf, um sich in der Schule emotional und sozial gut zu entwickeln? Die Freiburger Soziologin Prof. Dr. Katja Scharenberg sucht Antworten." Perspektive Baden-Württemberg 02/2018, 64–66. [31.10.2018].
  • "Es kann im Klassenzimmer zu sozialer Ausgrenzung kommen." Interview mit Katja Scharenberg im Jahresbericht 2017 der Baden-Württemberg Stiftung, S. 122–123. [24.07.2018].

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe H Bittlingmayer
Mitarbeitende: Elias Sahrai, Zeynep Islertas, Stefanie Harsch, Luis Saboga Nunes
Projektlaufzeit: 04/2018-03/2021
Weitere Informationen: http://www.hlca-consortium.de/

Kurzbeschreibung:

Ziel dieses Teilprojektes ist es, ehealth literacy und Gesundheitskompetenzen von benachteiligten bzw. unterprivilegierten Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren über digitale Plattformen zu fördern. Dabei ist die Entwicklung einer Lifestyle-Webseite, einem Youtube-Channel (Vlog) sowie eines Smartphone Apps vorgesehen.

Angesetzt wird einerseits am Vorprojekt „PrettY“, bei dem deutlich wurde, dass ein dringender Bedarf besteht, Gesundheitsinformationen möglichst heterogen und zielgruppenspezifisch bereit zu stellen, nicht zuletzt angesichts des besonders seit 2015 Stromes an Geflüchteten und Migrant_innen. Neben diversen Sprachen ist es notwendig, eine niedrigschwellige Sprache zu benutzen, um insbesondere auch bildungsferne Jugendliche zu erreichen. Andererseits sollen Erkenntnisse aus ELMi mit in die Entwicklung der Plattformen einfließen. Dazu gehören vor allem bereits vorhandene Ressourcen und Handlungskompetenzen.

Mit der Unterstützung und in Kooperation eines professionellen Softwareentwicklers (F&E-Auftrag) soll die App sowie die Website entwickelt werden. Die Gestaltung und Entwicklung der Inhalte der Webseite und der Lehr- und Lernvideos auf YouTube übernehmen die Forscher_innen mit Einbezug der benachteiligten Jugendlichen. Diese Rückkoppelungsprozesse stellen sicher, dass die Jugendlichen möglichst früh an den Entwicklungsprozessen beteiligt werden.

Die Informationen und Inhalte auf den Plattformen sollen so konzipiert werden, dass Jugendliche diese verstehen und für sich nutzbar machen können. Dazu gehört auch das gezielte Navigieren nach (Gesundheits-)Informationen, etwa über Suchmaschinen oder auf bestimmten Gesundheitswebseiten. Die Idee ist die Förderung von allgemeinen Medienkompetenzen sowie von ehealth literacy über niedrigschwellige Formate, sodass auch Jugendliche mit geringer Alphabetisierung sowie (deutschen) Sprachkenntnissen gesundheitliche Chancengleichheit haben, verglichen mit der autochthonen Gruppe.

In dem ethnografischen Vorprojekt ELMi konnte gezeigt werden, dass die Jugendlichen trotz mangelnden Kenntnissen der deutschen Sprache doch imstande waren, etwa Übersetzer-tools und Navigation an ihrem Smartphone zu bedienen. Bestehende Kompetenzen ermöglichen, die für die jeweilige Umgebung notwendige Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern.

Im Vorprojekt PrettY stellte sich heraus, dass es zwar ehealth literacy-Formate gibt, die für  Jugendliche konzipiert sind. Allerdings können Jugendliche mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen nicht von diesen profitieren.

ProLifestyle ist so konzipiert, dass Jugendliche ihre bestehenden Kompetenzen und ihr Wissen möglichst früh in die Entwicklung einbringen, um von da aus mögliche Defizite in ehealth literacy sowie allgemeinen Handlungs- und Gesundheitskompetenzen auszugleichen und auszuweiten. Wie in der Ethnografie teilweise gezeigt werden konnte, besitzen die Jugendlichen so etwas wie hidden resources (bestehende, nicht sichtbare Ressourcen und/oder Kompetenzen). Die Entwicklung der Plattformen sowie die damit verbundene Intervention könnten dazu genutzt werden, die insbesondere in der Schule und in anderen Bildungseinrichtungen nicht sichtbar werdende Kern- und Schlüsselkompetenzen 1) sichtbar zu machen und somit 2) das ehealth literacy Level der Jugendlichen zu fördern.

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe H Bittlingmayer
Mitarbeitende: Zeynep Islertas, Stefanie Harsch
Projektlaufzeit: 04/2018-03/2022

SCURA steht für “Strucural Conditions of Educational Settings and the Use of Resources of Disadvantaged Adolescents to Promote Literacy, (e)Health Literacy, and Healthy Lifestyles“.

Das Projekt SCURA ist ein Teilprojekt des BMBF-geförderten Forschungverbundes HLCA und untersucht die Rolle von Gesundheit und Gesundheitskompetenz  von Lernenden in Bildungsangeboten im Übergangssystem und in Integrations- und Sprachkursen.
Zudem entwickelt es geeignete Angebote, um gezielt die Gesundheitskompetenz darin zu verbessern und bildet Dozierende, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen darin fort.

Weitere Informationen finden sich auf:

Afghanisch-Deutsch-Hochschulkooperation, gefördert vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes

Beteiligte Universitäten und Mitarbeiter:innen:
PH Freiburg: Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer, Stefanie Harsch, Gerd Bräuer etc.
Gawharshad-Universität Kabul: Dr. Mohammad Salehi, Dr. Hadi Ahmadi, Khatira Khorrami, Sharif Akbari, Farkhonda Arshan, Ali Aeen,
Fachhochschule Nordwestschweiz: Prof. Dr. Diana Sahrai

Projektlaufzeit: 01.01.2021-31.12.2021
Weitere Informationen: https://www.phfr-afghanistanforschung.de/stews/
 

Projektbeteiligte:

  • Pädagogische Hochschule Freiburg: Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer (Projektleitung Forschungsverbund), Jürgen Gerdes (Projektkoordination des Forschungsverbunds), Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg, Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Dr. Lars Heinemann, Evangelia Kouka, Amelie Knoll, Martina Lins, Gözde Okcu, Katharina Papke
  • Universität Bielefeld: Prof. Dr. Ullrich Bauer (Projektleitung am Standort Bielefeld), Dr. Joao Paulo Vieira Pinheiro, Sanja Markovic, Sandra Kirchhoff
  • Universität Potsdam: Prof. Dr. Michel Knigge (Projektleitung am Standort Potsdam), Dr. Martin Dege, Christian Jäntsch, Jochen Kleres, Sarah Siebenson

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit: 01/2018 - 06/2021

Kurzbeschreibung

Im anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Schule tatsächlich inklusiv – Evidenzbasierte modulare Weiterbildung für praktizierende Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte" (StiEL) werden evidenzbasierte Module für inklusionsorientierte Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal allgemeinbildender und berufsbildender Schulen entwickelt. Diese Module werden in der Schulpraxis von fortgebildeten Lehrkräften eingesetzt und mit quantitativen und qualitativen Methoden evaluiert.

Im ersten Schritt werden insgesamt sechs Fort- und Weiterbildungsmodule auf der Grundlage von Literatur, bereits existierende inklusionsbezogene Fortbildungen und Interviews mit Bildungs- und Inklusionsexpert_innen entwickelt. Vorläufige Module lauten: ‚Inklusive Didaktik und Diagnostik‘, ‚Multiprofessionelle Kooperation und Schulentwicklung / Quartiersentwicklung‘,  ‚Inklusionsverständnis und Heterogenität‘, ‚Menschenrechtsbildung und soziales Lernen‘ und ‚Leistungs- und Lernzieldifferenzierung‘.

Nach der Schulung der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals und der Implementation wird die Transformation der in den Fort- und Weiterbildungen erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen der Lehrkräfte in das Unterrichtsgeschehen und in den schulorganisatorischen Alltag psychometrisch im Längsschnitt (Interventions- und Kontrollgruppendesign) und ethnografisch (Teilnehmende Beobachtung und Gruppeninterviews) untersucht.

Die Evaluationsergebnisse werden dann zu einem modularen Fort- und Weiterbildungssystem verdichtet, das a) als Open Access allen relevanten und interessierten Akteur_innen zur Verfügung gestellt wird und b) im Falle bestehender Copyrights eine Auflistung von empfehlenswerten Good Practice-Modellen nach dem Vorbild der "Grünen Liste Prävention Niedersachsen“ ermöglicht.  

Publikationen (Auswahl):

  • Bittlingmayer, U., Donath, J., Gerdes, J., Heinemann, L., Knoll, A., Köpfer, A., Papke, K. & Scharenberg, K. (2019). Diversity and inclusiveness in apprenticeships. In T. Deißinger, U. Hauschildt, P. Gonon & S. Fischer (eds.), Contemporary apprenticeship reforms and reconfigurations, S. 229-231. Zurich: LIT Verlag. (Bildung und Arbeitswelt, vol. 35).
  • Bittlingmayer, U. H., Gerdes, J., Heinemann, L., Hirsch, A., Kouka, E., Köpfer, A., Krämer, V., Okcu, G. & Scharenberg, K. (2021). Abschlussbericht zum BMBF-Verbundprojekt „Evidenz­basierte modulare Weiterbildung für praktizierende Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte (StiEL)“. Freiburg: Pädagogische Hochschule Freiburg.
  • Bittlingmayer, U. H., Gerdes, J., Pinheiro, P., Dege, M., Bauer, U., Jäntsch, C., Kirchhoff, S., Knigge, M., Köpfer, A., Markovic, S., Okcu, G. & Scharenberg, K. (2018). Health Promoting Schools (HPS) and the impact of inclusion: The StiEL-Project. European Journal of Public Health, 28 (Supplement 4), 287-288. DOI: 10.1093/eurpub/cky213.842.
  • Bittlingmayer, U. H., Scharenberg, K., Köpfer, A., Heinemann, L., Donath, J., Hirsch, A., Kouka, E., Okcu, G., Papke, K., Gerdes, J., Knigge, M., Salzberg-Ludwig, K., Dege, M., Kleres, J., Jäntsch, C., Bauer, U., Pinheiro, P., Markovic, S., Kirchhoff, S. & Ertugrul, B. (2021). StiEL – Schule tatsächlich inklusiv. Gemeinsam leben, 29 (4), 232-234. (Themenheft „Qualifizierung für Inklusion – Forschungsberichte“, hrsg. v. V. Moser & B. Lindmeier).
  • Jäntsch, C., Gerdes, J., Heinemann, L., Bauer, U., Bittlingmayer, U. H., Ertugrul, B., Hirsch, A., Kirchhoff, S., Kleres, J., Knigge, M., Köpfer, A., Kouka, E., Markovic, S., Okcu, G., Papke, K., Pinheiro, P. & Scharenberg, K. (in Druck). Entwicklung und Pilotierung einer inklusionsbezogenen Fortbildung für Lehrpersonen und andere pädagogische Fachkräfte. Das Projekt “Schule tatsächlich inklusiv“.

Studentische Qualifikationsarbeiten

  • Burgert, J. (2019). Kooperation in der schulischen Integration. Eine Interviewstudie mit Lehrkräften und Schulbegleitungen. (Masterarbeit, Pädagogische Hochschule Freiburg).

"Unter Demokratie verstehe ich, dass sie dem Schwächsten die gleichen Chancen einräumt wie dem Stärksten." (Mahatma Gandhi)

"Jeder Mensch hat das Recht, Rechte zu haben" (Hannah Arendt)

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer

Projektmitglieder: Jürgen Gerdes (Curriculumentwicklung), Dr. Diana Sahrai (Curriculumentwicklung), Thomas Stölner (Curriculumentwicklung), Dörte Gröger (Curriculumentwicklung), Miriam Grabenheinrich (Redaktionsleitung VorBild-DVD)

Projektkoordination: Fereschta Sahrai, Florian Weitkämper

Beratende Lehrkräfte: Sabine Schmitzbrac, Diana Wozny, Katharina Malsch, Joachim Nill

 
Ausgangslage

Politische Bildung an Förderschulen ist im Schulalltag etwas Ungewöhnliches. So existiert in den meisten Bundesländern kein systematischer Politikunterricht für Förderschülerinnen und Förderschüler. Das ist aus einer demokratischen Perspektive problematisch, denn gerade Schülerinnen und Schüler an Förderschulen sind in Organisationen, Vereinen oder Parteien erheblich unterrepräsentiert. Dazu kommt, dass sozial benachteiligte Gruppen, zu denen die Förderschülerinnen und -schüler zum Teil zählen, auch politisch kaum vertreten werden. Das bedeutete, dass ihre Belange immer weniger durch die Parteiprogrammatiken systematisch Erwähnung finden.

Hieraus kann ein Teufeldkreis entstehen: Die fehlende Verankerung politischer Bildung an Förderschulen ist eine der Ursachen für die sehr geringe Einbindung von (ehemaligen) Förderschülerinnen und -schülern in politische Organisationen und Parteien. Und durch ihre geringe Präsenz in Organisationen und Parteien werden sie auch immer weniger politisch repräsentiert.

Die generelle Unterrepräsentanz bildungsferner Kinder und Jugendliche in allen Bereichen politischer Partizipation sind nicht zuletzt auf Gegebenheiten zurück zu führen, daß politisches Engagement Formen von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl voraussetzt, die bei bildungsungewohnten Gruppen seltener vorhanden sind.

Außerdem wird in Förderschulen nur sehr unregelmäßig politische Bildung vermittelt - zielgruppenspezifische Unterrichtsmaterialien liegen kaum vor. Gerade an Förderschulen fehlen somit institutionelle Lernräume des Politischen, die ein späteres politisches Engagement erleichtern helfen.

Vorbild - Stärkung der vorpolitischen politischen Bildung bei benachteiligten Jugendlichen im schulischen Setting

Kooperationsprojekt mit der Bundeszentrale für politische Bildung

Das VorBild-Projekt will diesem Mangel mit sechs Unterrichtsmodulen begegnen, die sich besonders für den Einsatz im Unterricht der Jahrgangsstufen 5-7 eignen. Es zielt auf die Entwicklung von Unterrichtsmodulen (Sekundarstufe 1) an der Schnittstelle sozialen Lernens (Gesundheitsförderung) und politischer Bildung. Zielgruppe sind benachteiligte und schulbildungsferne Kinder und Jugendliche, die an Förderschulen unterrichtet werden. In Kooperation mit Förderschulen aus verschiedenen Bundesländern werden die Unterrichtsmaterialien in der Praxis umgesetzt und summativ evaluiert.

Die ersten Module 1 (Basiskompetenzen sozialen Lernens) und 4 (Demokratie und Partizipation) sind auf DVD erschienen und können bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellt werden. Mehr Infos...

Die Modulhefte für die Module 2 und 5 stellen wir Ihnen hier zur Verfügung. Schulungsfilme für Lehrkräfte sowie Filme für den Unterricht werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Publikationen

  • Gerdes, Jürgen/Bremer, Helmut (2012): Politische Bildung. In: Bauer, Ulrich/Bittlingmayer, Uwe/Scherr, Albert (Hrsg.): Handbuch Bildungs- und Erziehungssoziologie. Wiesbaden. Springer VS.
  • Bittlingmayer, Uwe H./Gerdes Jürgen/Sahrai, Diana (2012): Politische Bildung unter erschwerten Bedingungen am Beispiel der Förderschule. Einige Anmerkungen aus der Perspektive des VorBild-Projekts. In: Widmaier,Benedikt/Frank Nonnenmacher (Hrsg.): Politische Bildung unter erschwerten Bedingungen. Bad Schwalbach, Wochenschau Verlag.
  • Bittlingmayer, Uwe H./Gerdes, Jürgen/ Sahrai, Diana/ Scherr, Albert (2012 i.D.): Entpolitisierung wider Willen? Anmerkungen zum Spannungsverhältnis von schulischen Social- und Life Skills-Programmen und politischer Bildung. In: Bremer, Helmut/Kleemann-Göring, Mark/Trumann, Jana (Hrsg.): Politische Bildung – Politisierende Bildung – Politische Sozialisation. Weinheim/München, Juventa.
  • Sahrai, Diana/Bittlingmayer, Uwe H./Gerdes, Jürgen (2012): Partizipation, politische Bildung und Gesundheit an Schulen. Zur Analyse eines fragilen Zusammenhangs. In: Rosenbrock, Rolf/Hartung, Susanne (Hrsg.): Handbuch Partizipation und Gesundheit. Bern, Huber, 222-234.
  • Bittlingmayer, Uwe H./Hastaoglu, Tuba/Osipov, Igor/Sahrai, Diana/Tuncer, Hidayet (2011): Schülerinnen und Schüler am unteren Rand der Bildungshierarchie. Zur Dialektik von Integration und Ausgrenzung durch Bildung, in: Bernd Dollinger/Sebastian Schmidt-Semisch (Hrsg.), Gerechte Ausgrenzung. Wohlfahrtsproduktion und die neue Lust am Strafen, Wiesbaden, S. 337-369.

Projektleitung: Prof. Dr. Albert Scherr
Mitarbeitende: Claudia Himmelsbach, Dr. Rebecca Hofmann
Laufzeit:  01.05. 2021- 30.4. 2024
Förderung: Baden-Württemberg Stiftung

Kurzbeschreibung

Das Förderprogramm „Vielfalt gefällt! Orte der Toleranz“ der Baden-Württemberg Stiftung richtet den Fokus auf heterogene Konfliktlinien in Baden-Württemberg. Zentrales Ziel ist es, Begegnungen, Dialoge und gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit unterschiedlichen Herkünften, Zugehörigkeiten und Identitäten zu ermöglichen und dadurch “Orte der Toleranz” zu schaffen. Deshalb ist auch für ‚„Vielfalt gefällt! Orte der Toleranz“ die Kontakthypothese zentral, die besagt, dass Begegnungen unter bestimmten Bedingungen soziale Distanz verringern, kategoriale Einordnungen zugunsten individualisierender Wahrnehmungen aufbrechen und damit zu einem Abbau von Stereotypen und Vorurteilen beitragen können.

Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Programms greift zentrale Elemente der wissenschaftlichen Begleitung des Vorläuferprogramms „Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders“ auf; einige Änderungen werden aufgrund der dabei gewonnenen Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung der Erhebungs- und Auswertungsschritte sowie der veränderten Schwerpunktsetzung der Ausschreibung vorgenommen.

Die Evaluation zielt auf die Bestimmung der Erfolgsbedingungen der Projekte in den jeweiligen lokalen Kontexten mittels einer formativen Evaluation. Dies umfasst 5 Teilbereiche:
a) fachliche Beratung der Programmleitung;
b) strukturierte Beschreibung der Ausgangsannahmen und Zielsetzungen der Projekte;
c) formative Evaluation des Programmverlaufs und fachlicher Dialog mit den Projektträgern;
d) summative Evaluationen der Resultate der Projekte und des Gesamtprogramms;
e) abschließende Dokumentation des Programms und der Evaluationsergebnisse

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Sobiech
Mitarbeitende: Sebastian Hartung
Laufzeit: 2016-2020
Förderung: PH-intern


Kurzbeschreibung

As a result of an ever-ageing society, health has become relevant and crucial capital. Being healthy is no longer seen as something dependent on destiny, but as something which is put in one’s own responsibility. This is also true for elderly people and especially true for women, who, due to the difference in life expectancy, tend to take care of their partners and afterwards spend their advanced years alone, to a large extent. In order to spend the additional years in the best of health, the urgent appeal for suitable actions prompts physical activities in the sense of working on one’s ‘self’. It would appear that through working on your body – as pointed out by media, fitness magazines and advertisement of fitness centers – health, ‘successful aging’ and, above all, a long life are guaranteed. On the one hand, this describes a constraint of normalization and appreciation, on the other hand a closer look needs to be taken at the subjectified self-forming during more or less creative and/or resistive practices. The fundamental question is: With which forms of body shaping, do the older women transform these demands into their own subjective practice of self-forming and self-guidance? The aim of an intersectional analysis is to examine biographical interdependancies of self-techniques, milieu, age and gender.

Projektleitung: Prof. Dr. Albert Scherr
Mitarbeitende: Helen Breit (M.A.)
Förderung: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
Laufzeit: 01.10.2019 – 31.12.2020

Kurzbeschreibung

Im abgeschlossenen Projekt haben wir die Problemlagen und Unterstützungsbedarfe junger männlicher Geflüchteter in Baden-Württemberg untersucht. Die Fragestellung hat sich aus dem vorausgehenden Forschungsprojekt "Deutung und Bewältigung von Diskriminierungserfahrungen von der schulischen in die berufliche Bildung" ergeben.

Das Forschungsdesign war am iterativen Verfahren der Grounded Theory orientiert, das empirische Material bildeten qualitative Expert*innen-Interviews mit Fachkräften der Flüchtlings(sozial)arbeit sowie ergänzende Interviews mit jungen männlichen Geflüchteten, die uns von Fachkräften als Fälle beschrieben worden, die von problematischen Entwicklungen gekennzeichnet sind.

In der Studie wurden theoretische Konzepte zu Entwicklungsprozessen, Integrationsverläufen und problematischen Praktiken für die untersuchte Gruppe junger männlicher Geflüchteter aufgearbeitet und einschlägige internationale Forschung zu Problemlagen und Unterstützungsbedarfen berücksichtigt. Auf Grundlage der Analyse von Fachkräfte-Interviews haben wir Bedingungen für die Entstehung problematischer Entwicklungsverläufe herausgearbeitet, zeigen Erfordernisse institutioneller und sozialarbeiterischer Unterstützung auf und nehmen rechtliche Beschränkungen der Teilhabe und aufenthaltsrechtliche Unsicherheiten in den Blick.

Die Projektmitarbeitende Helen Breit wird in ihrem Promotionsprojekt an diese Studie anschließen und in Ergänzung die Perspektive junger Geflüchteter auf ihre Problemlagen und Unterstützungsbedarfe rekonstruieren.

Publikationen

  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2020): Soziale Arbeit mit Geflüchteten. Bürger & Staat (3) 2020, S. 154-159. http://www.buergerimstaat.de/3_20/migration.pdf
  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2021). Junge Geflüchtete gesellschaftlich integrieren. Sozial Extra 45, 53–59. https://doi.org/10.1007/s12054-020-00354-8
  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2021). Wodurch gelingt oder scheitert Integration? Erfahrungen aus der Arbeit mit jungen männlichen Geflüchteten in Baden-Württemberg. GesellschaftsReport BW (2) 2021, Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg (im Druck)
  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2021). Gescheiterte junge Flüchtlinge? Abschlussbericht des Forschungsprojekts zu Problemlagen und zum Unterstützungsbedarf junger männlicher Geflüchteter in Baden-Württemberg. Pädagogische Hochschule Freiburg (im Druck)
  • Förderung: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg; Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg; Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg; Pädagogische Hochschule Freiburg
  • Projektteam: Prof. Dr. Werner Rieß (Projektleitung), Prof. Dr. Christoph Mischo (Projektleitung), Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Mitarbeitende: Eva-Maria Waltner, Dr. Christian Hörsch, Delia Decroupet, Julia Müller, Julia Stössel, Chiara Kayser, Lisa Großmann, Dr. Dietmar Glaubitz
  • Laufzeit: 01.06.2017-30.11.2020

Kurzbeschreibung

"Bildung für nachhaltige Entwicklung befähigt Lernende informierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt, für eine funktionierende Wirtschaft und eine gerechte Weltgesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln" lautet die Zielvorgabe in der neuen Leitperspektive "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" in den Bildungsplänen 2016 für Baden-Württemberg. Doch bislang ist nicht bekannt, welche Wirkungen die Einführung der neuen Leitperspektive BNE in Bezug auf die lehrerbezogenen Merkmale (z.B. das nachhaltigkeitsbezogene Wissen der Lehrkräfte oder deren Motivation zum Unterrichten nachhaltigkeitsrelevanter Inhalte) sowie die Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenz (NK) bei den Schülerinnen und Schülern hat. Das Projekt beschäftigt sich auf der Basis empirischer Forschung zunächst mit der Frage, wie die mit der Leitperspektive vorgegebenen Ziele einer BNE konkretisiert und gemessen werden können. Im Zentrum des Forschungsprojektes steht dann die Erfassung der lehrerseitigen Merkmale (z.B. BNE-bezogenes Wissen, Motivation, Einstellungen, Umsetzung im Unterricht) und schülerseitiger Veränderungen (kognitiv, affektiv und verhaltensbezogene Anteile einer NK) innerhalb eines Schuljahres. Über einen zusätzlichen Vergleich der lehrerseitigen Merkmale mit einer repräsentativen Stichprobe vor Einführung des neuen Bildungsplans sollen Erkenntnisse über Veränderungen und Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche, d.h. sich auf die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler auswirkende Implementierung der BNE im Unterricht gewonnen werden.

Publikationen

  • Mischo, C., Waltner, E.-M., Scharenberg, K. & Rieß, W. (eingereicht). Schulische Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Wie verändert sich die Nachhaltigkeitskompetenz von Schülerinnen und Schülern im Laufe eines Schuljahres?
  • Waltner, E.-M., Rieß, W., Mischo, C. Hörsch, C. & Scharenberg, K. (2021). Abschlussbericht Bildung für nachhaltige Entwicklung. Umsetzung eines neuen Leitprinzips und seine Effekte auf Schüler/-innenseite. Freiburg: Pädagogische Hochschule. Verfügbar unter nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:frei129-opus4-8779
  • Hörsch, C., Waltner, E.-M., Scharenberg, K. & Rieß, W. (2020, in Druck). Bildung für Nachhaltige Entwicklung als fächerübergreifende Aufgabe – Merkmale von Lehrkräften und Unterrichtspraxis in verschiedenen Fachkulturen. In S. Kapellari, P. Schmiemann & A. Möller (Hrsg.), Lehr- und Lernforschung in der Biologiedidaktik, Band 9. Innsbruck: Studienverlag.
  • Waltner, E.-M., Scharenberg, K., Hörsch, C. & Rieß, W. (2020). What teachers think and know about Education for Sustainable Development and how they implement it in class. Sustainability, 12 (4), 1690, 1-16. DOI: 10.3390/su12041690. (Open Access).

Teilprojekt A3 im Rahmen des Forschungs- und Nachwuchskollegs "Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften: Einflüsse, Struktur und Förderung" (DiaKom)

  • Förderung: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • Projektleitung Teilprojekt A3: Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Kollegsprecher und Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. Timo Leuders, Prof. Dr. Tobias Dörfler
  • Projektleitung Teilprojekt A3: Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Mitarbeitende: Dr. Claudia Schmaltz
  • Laufzeit: 01.08.2017–31.07.2020
  • Projektseite: https://www.kebu-freiburg.de/diakom

Kurzbeschreibung: 

Das Projekt untersucht das diagnostische Denken und Handeln von Lehrkräften in inklusiven Lerngruppen. Im Fokus sind dabei jene Situationen, die informelle diagnostische Urteile über kognitive Fähigkeiten und die soziale Partizipation von Schülerinnen und Schülern erfordern. Während bisher zumeist diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften bzgl. kognitiver Merkmale von Lernenden untersucht wurden, liegen kaum Forschungsbefunde zur Akkuratheit der Einschätzung von Lehrpersonen über die soziale Partizipation von Lernenden vor. Um Lehrkräfte für die empirisch bislang vielfach nachgewiesenen sozialen Ausgrenzungsprozesse von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) in inklusiven Lerngruppen zu sensibilisieren und diesen gezielt entgegenwirken zu können, ist das Ziel des Projekts, die Zusammenhänge zwischen und Unterschiede in der Urteilsgenauigkeit der Lehrkräfte in Bezug einerseits auf kognitive Fähigkeiten und andererseits auf die soziale Partizipation von Schülerinnen und Schülern in inklusiven Lerngruppen zu analysieren und dabei individuelle Merkmale der Lehrkräfte und kontextuelle Bedingungen einzubeziehen. Durch ein Mixed-Methods-Design werden Erkenntnisse zu spezifischen Stärken und Schwächen von Lehrkräften in den genannten Bereichen gewonnen, aus denen man Kriterien für gezielte Interventionen ableiten kann.

Veröffentlichung:

Schmaltz, C., Scharenberg, K. & Köpfer, A. (2019, Februar). Urteilsakkuratheit von Lehrkräften in Bezug auf die kognitiven Fähigkeiten und die soziale Partizipation von Schülerinnen und Schülern in inklusiven Lerngruppen. 7. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), Köln. (Posterpräsentation). [25.02.2019].

Projektleitung: Prof. Dr. Albert Scherr
Mitarbeitende: Dr. Gökçen Yüksel
Laufzeit:  1.10. 2016- 30.9. 2019
Förderung: Baden-Württemberg-Stiftung

Kurzbeschreibung

Das Programm „Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders“ zielt auf die Verbesserung der sozialen Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungs- und Fluchterfahrungen sowie auf die Förderung einer Kultur des Zusammenlebens. Die zentrale Absicht ist es, durch 31 lokale Projekte in Baden-Württemberg ein Gegengewicht zu Ausgrenzung und Diskriminierung von Geflüchteten und anderen Zuwanderern zu setzen.

Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Programms zielt auf die Bestimmung der Erfolgsbedingungen der Projekte in den  jeweiligen lokalen Kontexten mittels einer formativen Evaluation Dies umfasst 5 Teilbereiche:
a) fachliche Beratung der Programmleitung;
b) strukturierte Beschreibung der Ausgangsannahmen und Zielsetzungen der Projekte;
c) formative Evaluation des Programmverlaufs und fachlicher Dialog mit den Projektträgern;
d) summative Evaluationen der Resultate der Projekte und des Gesamtprogramms;
e) abschließende Dokumentation des Programms und der Evaluationsergebnisse

Publikation

A. Scherr/G. Yüksel/H. Breit/L. Sachs (2019): Vielfalt Gefällt. Orte des Miteinanders. Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung. Stuttgart. Baden-Württemberg Stiftung

Maßnahme M3 im Rahmen der Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]² – Kohärenz und Professionsorientierung (FACE)

  • Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
  • Kooperationspartner: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Verbundkoordination), Pädagogische Hochschule Freiburg
  • Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prof. Dr. Ulrich Druwe
  • Steuerungstandem M3: Prof. Dr. Wolfram Rollett, Prof. Dr. Petra Gieß-Stüber
  • Projektleitung M3: Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg
  • Laufzeit: 01.07.2015–31.12.2018
  • Projektseite: http://www.face-freiburg.de

Kurzbeschreibung

Die Lehre stellt neben der Forschung und Weiterbildung einen zentralen Bereich innerhalb der Tätigkeitsfelder einer jeden Hochschule dar. Hier findet der unmittelbare Kontakt zwischen den Studierenden und den lehrenden Expertinnen und Experten der jeweiligen Disziplin statt. Ein Handlungsfeld der Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre besteht darin, unter der Nutzung von Synergien eine Neugestaltung des Curriculums und der Lehre im Bereich des Lehramts vorzunehmen. Ziel ist es, die Studierenden als angehende Lehrkräfte bestmöglich auf den Berufsalltag vorzubereiten. Durch die curriculare Verankerung von Inklusion in den Lehrplan sollen die Studierenden künftig in der Phase ihrer Ausbildung zu einem qualifizierten Umgang mit Vielfalt und heterogenen Bedürfnissen von Schulklassen befähigt werden.

Publikationen:

  • Köpfer, A. & Scharenberg, K. (2019). Beiträge zur Fachpublikation Perspektiven für eine gelingende Inklusion. Materialien und Veröffentlichungen aus Projekten der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (S. 4). Berlin: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
  • Köpfer, A., Scharenberg, K., Leuders, J. & Schneider, K. (2017). Inklusion in der Lehrer/-innenbildung. Ein Querschnittsthema im Studienverlauf. PH FR. Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg, 42 (1), 4–5.
  • Rollett, W., Wittwer, J., Köpfer, A., Scharenberg, K., Leuders, J., Rott-Fournier, C. & Schneider, K. (2017, Mai). Inklusion und Heterogenität. Programmworkshop „Inklusion und Heterogenität als Thema der Lehrer_innenbildung: Theorien, Konzepte, Methoden“ zum Gemeinsamen Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern, Heidelberg. (Posterpräsentation). [04.-05.05.2017].
  • Scharenberg, K. & Köpfer, A. (2018, Februar). Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung (FRISBI). Programmworkshop zum Gemeinsamen Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern, Dortmund. [19.-20.02.2018].

Projektleitung: Prof. Dr. Albert Scherr
Mitarbeitende: Helen Breit
Laufzeit: 1.7.2017 – 30.6. 2018
Förderung: Baden-Württemberg-Stiftung

Kurzbeschreibung

Im Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie und unter welchen Bedingungen erfolgreiche Bewältigung von Diskriminierungserfahrungen gelingen kann. Von einer darauf ausgerichteten Forschung sind Einsichten dazu zu erwarten, welche Formen professioneller Beratung, Begleitung und Unterstützung dazu geeignet sind, die Chancen einer erfolgreichen Bewältigung zu steigern.  Gegenstand der Forschung ist der Übergang von der schulischen in die berufliche Bildung.

Forschungsmethodisch betrachtet handelt es sich um eine explorative qualitative Studie. Mit Auszubildenden, die vor dem Hintergrund vorliegender Forschungsergebnisse als Angehörige besonders vulnerabler Gruppen gelten können (kopftuchtragende Muslima, männliche Muslime mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund, Afrodeutsche und zugewanderte Menschen mit dunkler Hautfarbe, Sinti und Roma, Flüchtlinge), werden problemzentrierte Interviews im Rahmen eines an der Grounded Theory orientierten Forschungsdesigns geführt.

Publikationen

  • Scherr, Albert; Breit, Helen: Diskriminierung, Anerkennung und der Sinn für die eigene soziale Position. Weinheim und München: Beltz Juventa 2020
  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2018): Erfolgreiche Bewältigung von Diskriminierung. In: Petia Genkova und Andrea Riecken (Hg.): Handbuch Migration und Erfolg. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 1-24, Living reference work entry. First online: 27.06.2018.
  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2019): Risikobiografien und negative Individualisierung. Die Bedeutung von institutioneller Diskriminierung und Diskriminierungserfahrungen für Bildungsprozesse bei jungen Flüchtlingen. In: Sven Thiersch, Mirja Silkenbeumer und Julia Labede (Hg.): Individualisierte Übergänge. Aufstiege, Abstiege, Umstiege und Ausstiege im Bildungssystem. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. (in Druck)
  • Scherr, Albert; Breit, Helen (2019). Diskriminierungserfahrungen aufgrund des islamischen Kopftuchs. Wie Muslima mit kopftuchbezogener Diskriminierung umgehen. In: Körperbilder, Körpersymbole und Bekleidungsvorschriften“: Zur Legitimierung von Ausschluss und den Wechselwirkungen von Recht, Politik und Arbeitsmarkt, herausgegeben von der AK Wien und dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. (in Druck)

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer
Mitarbeitende: Jürgen Gerdes, Gözde Okcu, Tobias Leiblein
Laufzeit: 15.5.2015-31.12.2017
Förderung: Hilfswerk der Deutschen Lions

Kurzbeschreibung

Das Projekt liefert eine Wirksamkeitsanalyse des außercurricularen Unterrichtsprogramms Lions Quest „Erwachsen werden“. Dabei geht es um die Life Skills-Entwicklung von Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in sechs Bundesländern (Bayern, Hessen, Nordrhein Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) im Rahmen eines quasi-experimentellen Prä-/Post-/Follow up-Designs und einem Vergleich von Interventions- und Kontrollgruppen.

Projektleitung: Prof. Dr. Albert Scherr
Mitarbeitende: Lena Sachs (bis 31.5.17)
Laufzeit: 1.6.2016 – 30.06.17
Förderung: Bundesministerium des Innern

Kurzbeschreibung

Sinti und Roma werden gesellschaftlich als eine Minderheit wahrgenommen, die massiver sozialer Benachteiligung unterliegt und im Bildungssystem wenig erfolgreich ist. Durch das Projekt word jedoch nicht primär nach den Ursachen von Bildungsbenachteiligung gefragt, sondern  werden Biografien von Sinti und Roma rekonstruiert werden, die höhere Bildungsabschlüsse erreichen. Mit 0 qualitativen Interviews wurden Minderheitenangehörige, die die Schule mit dem Abitur abgeschlossen und gegebenenfalls ein Studium begonnen haben.  Zudem wurden Expert/innen interviewt. Im Ergebnis sind sowohl die Schwierigkeiten, als auch die Ermöglichungsbedingungen dieser Bildungsprozesse zu beschreiben.

Publikationen

  • A. Scherr/L. Sachs: Bildungsbiografien von Sinti und Roma. Erfolgreiche Bildungsverläufe unter schwierigen Bedingungen. Weinheim und München: Beltz Juventa 2017
  • A. Scherr: Sinti und Roma als Problemgruppe? Problematisierung und Entproblematisierung im Kontext von Nicht-Wissen und politischer Correctness. In: D. Negnal (Hrsg.): Problemgruppen. Wiesbaden 2019, S. 277-294
  • A. Scherr: Diskriminierung von Sinti und Roma. In: A. Scherr/A. El-Mafaalani/G. Yüksel (Hrsg.): Handbuch Diskriminierung. Wiesbaden 2017, S. 529-544

Eine ethnographische Studie der gesundheitsbezogenen Nutzung neuer Medien von benachteiligten Jugendlichen mit türkischem und afghanischem Migrationshintergrund
 

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer
Mitarbeitende: Zeynep Islertas, Elias Sahrai
Laufzeit: 04/2015-03/2018
Förderung:  Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperationspartner (ELMi-Projekt): Jugendhilfswerk Freiburg, Basler Straße 61, 79100 Freiburg im Breisgau

Kurzbeschreibung 

Das Forschungsprojekt ELMi ist Teil des bundesweiten Forschungsverbundes „Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter als Ziel der Gesundheitsförderung“ (Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA)   www.hlca-consortium.de  .

Die Ziele des salutogenese-orientierten gesundheitsethnologischen Projektes sind, die Ressourcen von benachteiligten Jugendlichen zu erfassen und den Zusammenhang dieser mit dem Gesundheitsverhalten, dem Gesundheitsstatus und dem gesundheitlichen Outcome verstehen und beschreiben zu können. Der Erhalt von Erkenntnissen über die tägliche gesundheitsbezogene Nutzung digitaler Angebote durch diese Jugendlichen nimmt bei der Datenerhebung  und -analyse eine besondere Rolle ein. Folglich ist das Projekt, bei der die PH Freiburg mit der FHNW Basel  (Prof. Dr. Diana Sahrai; Isabella Bertschi M.Sc.) eng zusammenarbeitet,  in die Health- und eHealth literacy Forschung einzuordnen.

[Preaching to the Young? Digital health offers for children and adolescents]

Projektlaufzeit: 04/2015 – 03/2018

Projektleitung:
Koordinator und Projektleiter des Verbundprojektes HLCA ist Herr Prof. Dr. Ullrich Bauer von der Universität Bielefeld, Fakultät Erziehungswissenschaft, AG: Sozialforschung. Der Forschungsverbund setzt sich aus drei Arbeitsblöcken zusammen, die wiederum in jeweils drei Projekte untergliedert werden: Health Literacy Grundlagenforschung, mentale Health Literacy und elektronische Health Literacy (mehr Informationen unter: www.hlca-consortium.de).

An der Pädagogischen Hochschule Freiburg ist der Arbeitsblock zur eHealth Literacy verortet mit den drei Unterprojekten: MEDIA PROTECT, PrettY und ELMi. Die beiden Projekte PrettY und ELMi werden von Herrn Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer geleitet. Die Projektleitung der MEDIA PROTECT Evaluationsstudie hat Frau Prof. Dr. Eva-Maria Bitzer.

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer
Kontakt: uwe.bittlingmayer(atnospam)ph-freiburg.de

Inga Kloß, M.A.
Kontakt: inga.kloss(atnospam)ph-freiburg.de

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe H. Bittlingmayer sowie Ullrich Bauer, Universität Bielefeld
Mitarbeitende: Stefanie Harsch, PH Freiburg sowie Dirk Bruland, Universität Bielefeld
Laufzeit: 03/2015-02/2018
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kurzbeschreibung

Das Forschungsprojekt TEACHER-Mental Health Literacy ist Teil des bundesweiten Forschungsverbundes „Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter als Ziel der Gesundheitsförderung“ (Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA)).

Gegenwärtig leben ca. 3 Mio. Kinder in Familien mit psychisch erkrankten Eltern in Deutschland, somit trägt etwa in jeder zweiten Klasse ein Kind diese familiäre Belastung. Diese Kinder haben ein erhöhtes Risiko selbst psychische Erkrankungen zu entwickeln, jedoch kann die Schule hierbei präventiv und schützend wirken. Lehrkräften kommt daher eine bedeutsame Rolle bei der Erkennung, Vermittlung und Unterstützung der Kinder zu. Allerdings sind die meisten Lehrkräfte kaum dafür sensibilisiert, von der aufgetretenen Situation oft überfordert und im Umgang nicht ausgebildet.  Dieses anwendungsbezogenen Forschungsprojektes umfasst zunächst die Untersuchung des aktuellen Stand spezifischer gesundheitsförderlicher Kompetenzen von Lehrkräften, um Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Rahmen des Schulkontextes unterstützen zu können. Daraufhin erfolgt die Konzeptionalisierung und Evaluierung eines bedarfsorientieren Fortbildungsprogramms für Lehrkräfte.  Weitere Informationen unter:  www.hlca-consortium.de

Projektleitung:  Prof. Dr. Albert Scherr
Verbundpartnerinnen: Prof. Dr. Christine Riegel, Prof. Dr. Barbara Stauber

ProjektmitarbeiterInnen: Caroline Janz, Dr. Stefan Müller
Projektlaufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2014

Förderung/Kooperationspartner: Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Netzwerk Bildungsforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung finanziert.

Kurzbeschreibung

Das Forschungsprojekt ´Auswahlprozesse bei der Lehrstellenvergabe` untersucht, wie Ausbildungsstellen in Betrieben vergeben werden.

Betriebe sind Organisationen, die  bei der Rekrutierung von Auszubildenden vor der Aufgabe stehen, unter Zeit- und Ressourcenknappheit geeignete Bewerber/Bewerberinnen zu finden.

Damit interessieren uns die betrieblichen Strukturen und Prozesse, die bei der Besetzung von Lehrstellen relevant werden und wie diese den Übergang von Jugendlichen in die Berufsausbildung beeinflussen.  

Wir nehmen hierbei an, dass sich die Vergabe von Ausbildungsstellen in den Betrieben je nach Branche (Industrie, Handwerks- und Dienstleitungssektor) und nach betrieblichem Kontext bzw.  Betriebsgröße (Klein-, Mittel-, und Großbetriebe) unterscheidet.

Das Forschungsdesign beinhaltet aus diesem Grund qualitative Untersuchungen in Klein-, Mittel- und Großbetrieben in der Industrie sowie dem Handwerks- und Dienstleistungssektor.

Publikationen

  • Scherr/C. Janz/ S. Müller (2015): Diskriminierung in der beruflichen Bildung. Wie migrantische Jugendliche bei der Lehrstellenvergabe benachteiligt werden. Wiesbaden: Springer VS 
  • A. Scherr (Hrsg.) (2015): Diskriminierung migrantischer Jugendlicher in der beruflichen Bildung. Beltz Juventa 2015

Projektleitung: Ullrich Bauer, Uwe H. Bittlingmayer, Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel
Laufzeit: 2008-2012
Förderung: BMBF

Kurzbeschreibung:

Das Projekt der Grundlagenforschung „Handlungs- und Bildungskompetenzen von funktionalen Analphabeten (HABIL)“ wird im Rahmen der BMBF-Förderrichtlinie „Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit im Kontext von Wirtschaft und Arbeit für Erwachsene“ über einen Zeitraum von vier Jahren gefördert. Der Projektstandort an der Universität Bielefeld gehört zu dem Projektverbund „Chancen erarbeiten“, der mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung in Münster (der die Verbundleitung übernommen hat) gebildet wird.

Ausgangspunkt der Forschungstätigkeit ist die Analyse der Lebenssituation bildungsferner Gruppen und funktionaler Analphabeten, die Identifikation der vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen sowie existierender Barrieren des erfolgreichen Bildungserwerbs. Entlang der sozialstrukturanalytischen Milieukonzeption wird der Forschungsfokus auf die Analyse der Ausgangsbedingungen, Mentalitäten und Motivationsstrukturen konzentriert. Gemäß der allgemeinen Anlage des Health Literacy-Konzepts werden Forschungsfragen zusätzlich miteinbezogen, die auf die Genese von gesundheitsrelevanten Kompetenzen in den Problemgruppen zielen (Gesundheitsverhalten, Präventionsverhalten etc.). Ergänzt wird die grundlagentheoretische Ausrichtung der Forschungstätigkeit durch die wissenschaftliche Begleitung praxisbezogener Projekte im Projektverbund „Chancen erarbeiten“.