Forschung & Projekte der Abteilung Bildungsforschung und Schulpädagogik

Aktuell / Laufend:

Begleitforschung zur School of Education FACE

  • Fokus: Mit der hochschulübergreifenden Einrichtung der School of Education „Freiburg Advanced Center of Education” (FACE) haben die lehrerbildenden Hochschulen am Standort Freiburg (Albert-Ludwigs-Universität, Pädagogische Hochschule, Hochschule für Musik) die gemeinsame kontinuierliche Weiterentwicklung der Lehrer*innenbildung vereinbart. Mit Beginn dieser Kooperation wurden verschiedene Entwicklungsmaßnahmen initiiert, die die Lehramtsausbildung an den Hochschulen verbessern sollen. Im Rahmen einer Begleitforschung wird daher untersucht, ob sich diese Maßnahmen für die Entwicklungsarbeit als effektiv erweisen. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden von den Hochschulen genutzt, um Lösungsansätze für die identifizierten Probleme (z.B. Entwicklungsbedarfe bzgl. Kohärenzwahrnehmung durch die Studierenden) weiter zu entwickeln und umzusetzen.
  • Ansprechpartnerinnen: Dr. Jan Henning-Kahmann, Dr. Stefanie Vigerske, Prof. Dr. Wolfram Rollett
  • Weitere Informationen: https://www.face-freiburg.de/face/organisation/#Qualitaetssicherung

Didaktische Werkstatt

  • Fokus: Die Didaktische Werkstatt ist hochschuldidaktisch gesehen ein Ort reflektierenden Lernens. Sie bietet einen Impuls, Bildungskonzepte aus der Lernerperspektive zu prüfen und neu zu denken und fordert somit die Studierenden heraus, in eigener Sache zu lernen. Sie ist als bewertungsfreier Raum an der Hochschule zu nutzen, der neben dem Leistungsprinzip auch Möglichkeiten schafft, unvorhersehbare Fragen zu generieren sowie Lernwege zu erproben. Sie dient zur Integration in das Studium und soll Anlaufstelle zur Unterrichtsvorbereitung und zur Planung von Unterrichtsprojekten sein.
  • Ansprechpartnerinnen: Dr. Damaris Knapp, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht
  • Weitere Informationen: Homepage der Didaktischen Werkstatt

Erfassung studentischer Bedarfe an medienbezogenen Lehrkompetenzen im Lehramtsstudium

  • Fokus: Um Schülerinnen und Schüler beim Erwerb digitaler Medienkompetenzen adäquat zu unterstützen, benötigen Lehrkräfte nicht nur eigene Medienkompetenzen, sondern insbesondere medienbezogene Lehrkompetenzen . Eine zielgruppen- und bedarfsgerechte Gestaltung hochschulischer Maßnahmen zur Förderung dieser Kompetenzen im Lehramtsstudium setzt jedoch die konkrete Identifizierung und Beschreibung studentischer Bedarfe voraus. Bislang fehlt es an einem reliablen und validen Instrument, das die Bedarfe detailliert, aber hinreichend testökonomisch erfassen kann. Ausgehend von einem heuristischem Rahmenmodell medienbezogener Kernkompetenzen von Lehrkräften (Forschungsgruppe Lehrerbildung Digitaler Campus Bayern, 2017) zielt das Projekt daher auf die Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines Fragebogeninstrumentes zur Erfassung studentischer Bedarfe an medienbezogenen Lehrkompetenzen im Lehramtsstudium.
  • Ansprechpartner/-in: Dr. Jan Henning-Kahmann, Dr. Katharina Hellmann
  • Weitere Informationen: https://www.face-freiburg.de/2021/medienbezogene-kompetenzen-im-lehramt/

Förderung diagnostischer Kompetenz zu mathematischen Fehllösungen. Zum Zusammenspiel von praxisnaher Erkundung und fachdidaktischer Instruktion

Forschungs- und Nachwuchskolleg DiaKom II: Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften: Diagnostische Urteilsprozesse als Informationsverarbeitung und die Bedeutung von Personen- und Situationsmerkmalen

  • Fokus: Die zweite Phase des vom Land Baden-Württemberg geförderten Kollegs zielt darauf ab, in zwölf Teilprojekten Erklärungswissen für die Entstehung diagnostischer Urteile in typischen Diagnosesituationen und zu relevanten Diagnosegegenständen in verschiedenen Unterrichtsfächern zu generieren. Dabei liefert es einen Beitrag dazu, diagnostische Urteile verstärkt auf der Basis kognitiver Modellierungen zu beschreiben.
  • AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Timo Leuders, Prof. Dr. Tobias Dörfler (PH Heidelberg), Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl
  • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/diakom/phase-2/

Forschungs- und Nachwuchskolleg Di.ge.LL - Didaktik des digitalen Unterrichts: Digital gestützte Lehr-Lernsettings zur kognitiven Aktivierung

  • Fokus: Ziel des vom Land Baden-Württemberg geförderten Kollegs ist die Entwicklung und empirische Fundierung von forschungsbasierten Lehr-Lernmethoden mit digitalen Tools für den Einsatz im Unterricht.
  • AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Jan Boelmann, Prof. Dr. Matthias Nückles (Universität Freiburg), Prof. Dr. Timo Leuders, Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl
  • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/di-ge-ll/

Forschungsgegenstand Bilderbuch

  • Fokus: Das Forschungsinteresse richtet sich auf die kindliche Wahrnehmung von Bilderbüchern, auch in Abgrenzung zum pädagogischen Erwachsenenblick darauf. In unterschiedlichen Settings werden Daten gemeinsam mit Studierenden im Sinne eines forschenden Lernens erhoben und ausgewertet.
  • Ansprechpartnerin: Dr. Jenny Wozilka

Kindersprechstunde (1) – Lernunterstützung durch Lerngespräche aus der Perspektive von Grundschulkindern

  • Fokus: Das Forschungsprojekt „Kindersprechstunde“ untersucht die lernunterstützende Wirkung von Lerngesprächen aus der Sicht von Grundschulkindern. Ausgehend vom Ergebnis Dollingers (2019), dass in Lernentwicklungsgesprächen insbesondere Rückmeldungen zum Lernstand gegeben werden, deutlich seltener zur Lernentwicklung und kaum zu Lernstrategien, soll die von den Kindern wahrgenommene lernunterstützende Wirkung von Rückmeldungen weiter fokussiert werden. Hoya (2019) konnte im Blick auf Leseleistungen zeigen, dass der Wahrnehmung von Feedback durch die Feedbackempfänger eine höhere Bedeutung zukommt als der Erteilung von Feedback durch die Lehrenden. Offen bleibt, an was Schüler*innen eine lernunterstützende Wirkung festmachen und wie sie diese beschreiben. Grundlage für die Untersuchung sind Interviews mit Kindern im Nachgang zu Lerngesprächen. Ziel ist es, handlungsleitende Kognitionen im Sinne von Deutungen und Konstruktionen zu perzeptivem Feedback zu beschreiben.
  • Ansprechpartnerin: Dr. Damaris Knapp

Kindersprechstunde (2) – Feedback in Lerngesprächen

  • Fokus: Ausgehend von den Ergebnissen und Erfahrungen des Forschungsprojekts "Kindersprechstunde (1)" geht es im Anschlussprojekt um Feedback in Lerngesprächen der Grundschule mit Fokussierung der Lehrpersonen. Untersucht werden die Ebenen, auf welchen Feedback erteilt wird, wie dieses in der Kommunikation und Interaktion verortet ist und schließlich wie Kinder darauf reagieren. Ausgehend von Einblicken in die konkrete Feedbackpraxis im Kontext von Lerngesprächen zielt das Projekt auf die theoretische Einordnung der Feedbackpraxis von Lehrenden sowie Erkenntnisse zu handlungsleitenden Kognitionen als Grundlage für die Weiterentwicklung der Rückmeldepraxis in der Grundschule.
  • Ansprechpartnerin: Dr. Damaris Knapp

Kohärenz in der europäischen Lehrerausbildung: Schaffung transnationaler Communities of Practice mithilfe virtuelle Lehr-Lern-Umgebungen (Coherence in European Teacher Education: Creating transnational communities of practice through virtual scenarios)

  • Fokus: Das von der EU geförderte Projekt "ConnEcTEd" (Erasmus + KA 203) zielt darauf ab, Herausforderungen an strukturelle, konzeptionelle und transnationale Kohärenz im europäischen Lehrkräftebildungssystem kooperativ zu bearbeiten. ConnEcTEd unterstützt auch die Dozierenden hochschulischer Lehrkräftebildung der teilnehmenden Universitäten, indem es transnationale professionelle Lerngemeinschaften aufbaut, Wissen über europäische Lehrkräftebildungssysteme vermittelt, den Zugang zu beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten (z.B. Video-Tutorials, virtuelle Szenarien) ermöglicht und so eine dauerhafte Kohärenzorientierung in der Lehre integriert. Dies führt zu einer Stärkung europäischer Lehrkräftebildung und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung eines gestärkten Europäischen Hochschulraums dar.
  • Projektpartner: Pädagogische Hochschule Freiburg (Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff, Dr. Katharina Hellmann, Jun.-Prof. Dr. Katja Zaki, Dr. Verena Bodenbender); Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; University of Helsinki; University of Nice; University of Cyprus; University of Oslo; University of Turku; University of Zagreb
  • Weitere Informationen: https://www.face-freiburg.de/connected/

Konzeptwechsel durch Fehlerverarbeitung – Teillösungen beim Problemlösen und Effekte nachfolgender adaptiver Instruktion

  • Fokus: Beim Erwerb mathematischen oder naturwissenschaftlichen Wissens können bestehende Präkonzepte oft nicht einfach durch Zielkonzepte ersetzt werden, sondern bedürfen eines Konzeptwechsels (conceptual change). Hierbei kommt dem Prozess des Vergleichens von falschen und richtigen Beispielen eine zentrale Rolle zu. Ziel des DFG-Projekts ist es, empirisch zu überprüfen, inwieweit eine Passung zwischen individuellen Teillösungen und den für den Vergleich dargebotenen Fehllösungen zu einem erfolgreichen Konzeptwechsel führen. Dieses Projektziel wird im Rahmen eines problembasierten Instruktionsdesigns nach dem Ansatz des PS-I (problem solving prior to instruction) untersucht.
  • AnsprechparterInnen: Cagla Dikme, Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl, Prof. Dr. Timo Leuders
  • Weitere Informationen: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/456976731

Promotionskolleg HeLPS - Heterogenität: effektive Lernsettings und Professionalität an Schulen

  • Fokus: Die Projekte im Kolleg untersuchen die Wirksamkeit und Umsetzbarkeit von Strategien der Binnendifferenzierung, die im Rahmen des regulären Klassenunterrichts umsetzbar sind.
  • AnsprechpartnerInnen: Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl, Prof. Dr. Timo Leuders
  • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/helps/

Vorwissensaktivierung beim Problemlösen vor Instruktion: Wie beeinflussen Lösungsdiversität und Zielformulierung das Lernen?

  • Fokus: Vorwissensaktivierung ist einer von drei Mechanismen, die eine Erklärung für Lernen in Instruktionsansätzen mit Problemlösen vor Instruktion (PS-I) bieten; ihre Rolle wurde jedoch bislang nicht systematisch empirisch untersucht. Auf Basis der Studienlage nehmen wir an, dass die Breite der Vorwissensaktivierung während der Problemlösephase (PS), repräsentiert durch die Diversität der Lösungsansätze, das Lernen von der nachfolgenden Instruktion beeinflusst. Weiter nehmen wir an, dass verschiedene Zielformulierungen der Problemlöseaufgabe die Breite der Vorwissensaktivierung bestimmen.
  • AnsprechpartnerInnen: Charleen Brand (Ruhr-Universität Bochum), Prof.‘in Dr. Nikol Rummel (Ruhr-Universtität Bochum), Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl
  • Weitere Informationen: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/494831336

Why failure can be productive: Underlying learning mechanisms of problem solving prior to instruction approaches (Warum kann Scheitern produktiv sein: Lernmechanismen von Lernansätzen mit Problemlösen vor Instruktion)

  • Fokus: Das DFG-Netzwerk mit nationalen und internationalen Forschenden verfolgt drei Strategien, um auf eine kohärente Theorie zu Lernmechanismen von PS-I (problem solving prior to instruction) hinzuarbeiten: 1. Systematisierung der PS-I-Befunde, 2. Verknüpfung der PS-I-Literatur mit verwandten Theorien und Erkenntnissen, 3. Testen der theoretischen Annahmen.
  • Ansprechpartnerin: Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl
  • Weitere Informationen: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/439706396

Die empistemische Dimension des Zeichnens - zeichnerische Lern- und Kommunikationsprozesse im Sachunterricht

  • Fokus: Das Ziel des Projektes (Teilprojekt 12 im VisDeM II-Kolleg) ist es, zu einer theoretischen und methodisch-didaktischen Fundierung des Zeichnens im Sachunterricht beizutragen. Untersucht wird, welche Merkmale zeichnerische Lern- und Kommunikationsprozesse ausmachen und wie diese systematisch in Beziehung zueinander gesetzt werden können. Für die Sachunterrichtsdidaktik werden Implikationen für eine reflektierte Aufgabenkultur abgeleitet.
  • Ansprechpartner/innen: Heiner Oberhauser, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Prof. Dr. Thomas Heyl
  • Weitere Informationen: http://www.kebu-freiburg.de/visdem/teilprojekte2.htm

Lernen mit und Verstehen von Visualisierungen im Sachunterricht und seinen Bezugsfächern: Konzeptionen und Qualität von Visualisierungen in unterrichtlichen Settings

  • Fokus: Grafische Visualisierungen im Sachunterricht und seinen Bezugsfächern werden im Hinblick auf didaktische Zielstellungen untersucht, Qualitätsmerkmale im Hinblick auf verschiedene Visualisierungstypen analysiert. In unterrichtlichen Settings werden (ko-)konstruktive Aneigungs- und Verstehensprozesse mit grafischen Visualisierungen empirisch untersucht, um evidenzbasierte Hinweise zu professionellem Wissen und Handlungskompetenzen beim Einsatz von Visualisierungen zu erhalten.
  • Ansprechpartnerinnen: Susanne Thoene, Prof. Thomas Heyl, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht
  • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/visdem/

    Abgeschlossen:

    Aufgabendiagnostische Urteile als Prozess der Informationsverarbeitung – Eine Untersuchung des Einflusses von Wissen und verfügbarer Zeit auf die Schwierigkeitseinschätzung von Bruchrechenaufgaben durch Lehrkräfte

    • Teilprojekt D1 im Forschungs- und Nachwuchskolleg DiaKom I - Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften: Einflüsse, Struktur und Förderung (gefördert durch das Land Baden-Württemberg)
    • Ansprechpartner/innen: Dr. Andreas Rieu, Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl, Prof. Dr. Timo Leuders, Dr. Stephanie Herppich
    • Weitere Information: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/diakom/phase-1/

    Bedeutung von Phänomen(un)ähnlichkeiten für den Aufbau von konzeptuellem Verständnis

    • Fokus: Im Rahmen einer (von der DFG geförderten) quasi-experimentellen Unterrichtsstudie zum naturwissenschaftlichen Sachunterricht wurde untersucht, welche Bedeutung die Ähnlichkeit bzw. Unähnlichkeit zwischen Konketionen für den Aufbau von konzeptuellem Verständnis bei Kindern der dritten Jahrgangsstufe hat. Mit dem Hebelgesetz wurde ein Inhalt ausgewählt, der Grundschulkindern in ihrer Lebenswelt in Form vieler Phänomene begegnet.
    • Ansprechpartner/innen: Dr. Veronika Schwelle, Prof. Dr. Katrin Lohrmann, Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg)

    Bildungssprachliche Strukturen und Praktiken im Sachunterricht: Fachbezogene Kompetenzen von Lehrkräften als Grundlage diagnostischen Denkens und Handelns

    • Fokus: Fachbezogene diagnostische Kompetenz von Lehrkräften in Bezug auf bildungssprachliche Strukturen und Praktiken ist hoch relevant für die Herstellung von Bildungsbeteiligung und Chancengleichheit von Schülerinnen und Schülern mit mangelnden bildungssprachlichen Kompetenzen. Zu bildungssprachlichen Anforderungen im Fachunterricht liegen zahlreiche sprachwissenschaftliche Studien vor, fachliche diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften in diesem Bereich sind bislang noch kaum empirisch untersucht. Die qualitative Studie erhebt das Professionswissen von Lehrerinnen und Lehrern in Bezug auf bildungssprachliche Anforderungen im Sachunterricht und analysiert deren Diagnosekompetenz bezüglich sprachlicher Schwierigkeiten von Lernenden um bildungssprachliche fachbezogene diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften differenziert zu beschreiben und Konzeptionen der Aus- und Fortbildung in diesem Bereich zu entwickeln.
    • Ansprechpartner/innen: Christine Wall, Prof’in Dr. Gudrun Schönknecht, Prof’in Dr. Gabriele Kniffka
    • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/diakom/phase-1/

    Die Effekte von Fehlerverarbeitung auf die Entwicklung von Bruchvorstellungen

    • Fokus: Im Zentrum des DFG-Projekt stand die Forschungsfrage: In welcher Weise wirkt beim Erwerb von Bruchvorstellungen die gezielte, systematische Anregung einer Fehlerverarbeitung auf den Lernerfolg? Im Rahmen des Projekts wurde dabei auf typische Fehler fokussiert, die auf epistemologische Hürden beim Konzeptwechsel hinweisen.
    • Ansprechpartner/innen: Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl
    • Weitere Information: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/273274104

      "Educational Reserch Literacy" - die Fähigkeit Forschungswissen zu verstehen und anzuwenden als Facette bildungswissenschaftlicher Forschungskompetenz

      • Fokus: In  dem Teilprojekt des BMBF-geförderten, hochschulübergreifenden Verbundprojekts Learning the Science of Education (LeScEd) soll auf Basis einer Large-Scale-Studie an verschiedenen Hochschulen ein Strukturmodell für die Fähigkeit entwickelt werden, Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Literatur zu erschließen, kritisch zu reflektieren und daraus handlungsleitende Schlussfolgerungen abzuleiten. Ausgehend davon sollen Niveaus von Forschungskompetenz unterschieden und inhaltlich beschrieben werden.
      • Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Markus Wirtz, Dr. Jana Groß Ophoff
      • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/

      Erwerb Diagnostischer Kompetenz im Sachunterricht Wissensvernetzung durch Unterstützung bei der Wissensreorganisation

      • Teilprojekt im Forschungs- und Nachwuchskolleg DiaKom I - Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften: Einflüsse, Struktur und Förderung (gefördert durch das Land Baden-Württemberg)
      • Ansprechpartner/in: Ute Schaffert, Jun.-Prof.‘in Dr. Katharina Loibl, Prof. Dr. Timo Leuders
      • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/diakom/phase-1/

      Evaluation der Wirksamkeit von Professionalisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit einer zentralen Einstiegsdiagnose in Klasse 5

      • Fokus: Im Projekt wird die Rezeption und Nutzung des neuen zentral administrierten Diagnoseinstruments "Lernstand 5" in Baden-Württemberg evaluiert. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich eine kriteriale Eingangsdiagnostik in Verbindung mit zwei Fortbildungskonzeptionen (Einmalfortbildung, kontinuierliche Fachberaterbegleitung) auf die pädagogische Nutzung des Diagnoseinstruments seitens der Lehrkräfte und weitergehend auf die Entwicklung der Schülerleistungen auswirkt. In einem quasi-experimentellen 2x2 Kontrollgruppen-Design werden auf Lehrerebene die Wirkungen auf a) Motivation und Akzeptanz, b) Rezeption und Nutzung der Diagnoserückmeldungen, c) professionelle Kompetenz der Lehrkräfte, sowie auf Schülerebene d) die Leistungsentwicklung untersucht.
      • Ansprechpartner/innen: Sabine Kowalk, Prof. Dr. Timo Leuders, Dr. Jana Groß Ophoff, Dr. Andreas Schulz (PH Zürich).

      Evaluation Freiburger Bildungspaket

      • Fokus: Das Projekt evaluiert das Freiburger Bildungspaket mit dem Ziel, das Förderprogramm aus Sicht der Beteiligten zu erfassen und Impulse und Hinweise für die künftige Gestaltung zu geben. Das Forschungsdesign wurde in Anlehnung an das CIPP-Evaluationsmodell entwickelt und beinhaltet die Dimensionen Kontext, Input, Prozess und Produkt. Die Daten werden mithilfe qualitativer und quantitativer Methoden erhoben, neben Dokumentenanalysen, einer Online-Umfrage von Anbieter/innen, Schulleiter/innen und Lehrer/innen finden auch Fallstudien an vier Schulen mit Interviews der Schulleiter/innen und Schülerbefragungen statt.
      • Ansprechpartner/innen: Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff
      • Weitere Informationen: http://www.freiburg.de/pb/,Lde/357618.html

      Jungen und Schulleistung

      • Fokus: Zusammenhänge zwischen Männlichkeitskonstruktionen von Jungen, ihren schulischen Leistungsorientierungen und Arbeitsmotivation. Im Projekt wurde ein Fragebogen zur differenziellen Erfassung von Maskulinitätskonstruktionen bei Jungen, das Freiburger Jungen Inventar (FJI), entwickelt. Dieser ist Grundlage für die Konzeption von Lehrerfortbildungsmodulen für eine differenzierte und variabel einsetzbare typengerechte Jungenförderung in der Sekundarstufe.
      • Ansprechpartner/innen: Lucy Urich, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Dr. Ruth Michalek, Prof. Dr. Thomas Fuhr

        LeSIS: Lesen durch Schreiben im Studium

        • Fokus:. LeSiS (Lesen durch Schreiben im Studium) ist als Einführung in wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben in den Einführungsvorlesungen Schulpädagogik verortet (BA Primarstufe/Sekundarstufe). In dem Lehrprojekt entwickeln geschulte SchreibtutorInnen mit Dozierenden Schreibaufgaben zu Vorlesungsinhalten (Lernaufgaben, keine Prüfungsaufgaben). Das Lesen, Verarbeiten und Schreiben von wissenschaftlichen Texten vertieft damit auch prüfungsrelevante Vorlesungsinhalte. Die Studierenden erhalten differenzierte, auch individuelle Rückmeldungen zu ihren Aufgaben. LeSiS beinhaltet weiterhin eine Erkundung des Schreibzentrums sowie den Online-Kurs „Einführung in die Akademische Literalität“ im Lehrveranstaltungen im Fach Deutsch.
        • AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Gudrun Schönknecht & Projektgruppe LeSiS (Dr. Gerd Bräuer, Marion Degenhardt, Prof. Dr. Olivier Mentz, Prof. Dr. Andreas Krafft)

        Produktion und Rezeption von Visualisierungen

        • Fokus: In den Bereichen Erziehungswissenschaft - Grundschulpädagogik und Kunstdidaktik wird explorativ untersucht, welche Konstruktions- und Verstehensfähigkeiten Kinder im späten Verstehensfähigkeiten Kinder im späten Grundschulalter/frühe Sekundarstufe besitzen, um Visualisierungen in unterrichtlichen Settings nutzen zu können. In zwei Forschungsvorhaben wird die Expertise aus beiden Fachbereichen zusammengeführt (Grundschulpädagogik: Diagnose und Förderung, Lehrerprofessionalisierung, Kontruktionsprozesse und Konzeptbildung bei Kindern; Kunstdidaktik: Kinderzeichnungsforschung, Bildwissenschaften, Kommunikationsdesign). Die beiden Teilstudien Produktion und Rezeption von Visualisierungen sind eng miteinander sowie mit den anderen Teilprojekten vernetzt. Schwerpunkte sind Visualisierungen als Lernhilfe sowie als bewusste Strategie beim Problemlösen.
        • Ansprechpartnerinnen: Ingrid Conradi, Lena Kaier, Prof. Thomas Heyl, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht
        • Weitere Informationen: https://www.kebu-freiburg.de/forschung/visdem/

        „Sache – Sprache – Kultur“: Konzepte und Materialien für die Lehre in Kindheits- und Grundschulpädagogik

        • Fokus:. Im Rahmen dieses Projektes wird gemeinsam mit Studierenden der Grundschul- und Kindheitspädagogik das sprach- und kultursensible Sachlernen als ein neuer thematischer Bereich für die „Didaktische Werkstatt Kindheit - Gesundheit - Lebenswelt“ bearbeitet. Neben inter- bzw. transkultureller Kompetenz von Studierenden zielt das Projekt auf multiprofessionelle Fach- und Handlungskompetenz von Studierenden und Lehrenden. Dieses Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Fachbereiche Sachunterricht, Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung, das auch eine Analyse von Lehr- und Lernmitteln für die Arbeit mit Kindern im Elementar- und Primarbereich einschließt.
        • AnsprechpartnerInnen: Dr. Yvonne Decker-Ernst, Dr. Eva-Kristina Franz, Miriam Scheffold, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Dr. Damaris Knapp

        Transfer von Facetten des pedagogical content knowledge im Sachunterricht

        • Fokus: Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften beinhaltet u. a. die Fähigkeit, Präkonzepte von Schülerinnen und Schülern zu erkennen und einzuschätzen. Pedagogical content knowledge ist als eine themenspezifische Facette des Wissens von Lehrkräften defininiert. In diesem Projekt (Teilprojekt A1 der 1. DiaKom-Kollegs) wurde untersucht, inwieweit Studierende der Primarstufe durch eine Förderung ihrer Diagnosekompetenz zu Themen des Sachunterrichts (Wirtschaft: Preisbildung; Physik: Licht und Schatten) bzw. eine übergreifende Förderung zur Diagnose von Schülervorstellungen in einem anderen Inhaltsbereich dieses Faches oder gar in inhaltlichen Bereichen eines anderen Teilfaches höhere diagnostische Kompetenz zeigen. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die Förderung der übergreifenden Diagnosekompetenz einen vielversprechenden Ansatz darstellt.
        • Ansprechpartnerinnen: Dr. Miriam Hahn, Prof. Dr. Franziska Birke, Prof. Dr. Katrin Lohrmann (LMU München)
        • Weitere Informationen: https://phfr.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/946/file/Diss_Miriam_Hahn_2021.pdf

        Veränderung von Schülerkonzepten zum Gleichgewicht durch explizite Vergleiche

        • Fokus: Forschungsbefunde zeigen, dass der explizite Vergleich von Beispielen, z.B. durch Mapping beim Analogen Enkodieren, den Aufbau einer vernetzten Wissensstruktur unterstützt. Im Rahmen einer qualitativ ausgerichteten Studie wird im Rahmen von Einzelinterviews untersucht, wie sich durch didaktisch initiierte Vergleichsprozesse (Mapping von Elementen, Relationen, Systemen) die Konzepte von Zweitklässler*innen zu Gleichgewicht (zweiseitige Hebel) verändern und welche Effekte die Intervention auf die Fähigkeit zum Transfer des erworbenen Wissens hat.
        • Ansprechpartner/innen: Heiko Oberfell, Prof. Dr. Katrin Lohrmann, Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg)

        Wie Kinder (ihr) Lernen wahrnehmen und verstehen

        • Fokus: Das Forschungsprojekt bewegte sich im Überschneidungsfeld von Grundschulpädagogik und Religionspädagogik und widmete sich den Vorstellungen von Lernen am Beispiel des Theologisierens aus der Perspektive von Kindern. Auf der Grundlage der Grounded Theory Methodology wurden die Daten in Gruppendiskussionen und Kreisgesprächen erhoben, kodiert und ausgewertet. Die qualitativ-hermeneutische Studie ermöglichte authentische Einblicke in das Denken von Kindern. Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie Kinder (ihr) Lernen verstehen und lassen Rückschlüsse auf metakognitive Kompetenzen von Kindern zu. Dabei wird deutlich, wie bedeutsam das Veranschaulichen und zur Sprache bringen von expliziten und impliziten eigenen Erkenntnissen ist und welche Rolle dabei Mitlernende für Kinder spielen. Lernen wird so zu einem Akt, den Kinder selbst planen, mitgestalten und bewusst beeinflussen können. Das Projekt schloss mit der Dissertation „... weil von einem selber weiß man ja schon die Meinung - Die metakognitive Dimension beim Theologisieren mit Kindern“. Sie ist 2018 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen.
        • Ansprechpartner/innen: Dr. Damaris Knapp

        Wissenschaftliche Begleitung Gemeinschaftsschulen Baden-Württemberg

        • Fokus: Im Forschungsverbund mit fünf Hochschulen wird die Einführung der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg begleitet und mit einem Mixed-Methods-Design untersucht. Die vier Teilprojekte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: TP1 begleitet alltagsnah 10 Gemeinschaftsschulen (GMS), TP2 führt eine schriftliche Befragung aller 42 GMS der ersten Tranche durch, TP3 wirft einen Blick auf die sozialräumliche Einbettung der GMS und TP4 fokussiert mit einer Interventionsstudie die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften.
        • Ansprechpartnerinnen: Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Eva-Maria Bennemann
        • Weitere Informationen: https://uni-tuebingen.de/de/40590