Themenbereich 11: Epidemiologische Maße
Zum Einstieg
1. Video-Tutorials
Im folgenden Video (6:24 Min.) von Medmastery, einem österreichischen Anbieter von akkreditierten Online-Kursen im medizinischen Bereich, werden die Begriffe Inzidenz und Prävalenz sowie die zugrundeliegenden epidemiologischen Konzepte anhand fiktiver Beispiele erläutert, gegenüber gestellt und schließlich im Zusammenhang gemeimsam betrachtet.
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In diesem kurzen Video (4:43 Min.) von Medmastery, einem österreichischen Anbieter von akkreditierten Online-Kursen im medizinischen Bereich, werden die Begriffe Sensitivität und Spezifität sowie die zugrundeliegenden epidemiologischen Konzepte anhand fiktiver Beispiele erklärt. Anschließend wird zudem aufgezeigt, warum es wichtig ist, dass (medizinische) Tests ein möglichst hohes Ausmaß an Sensitivität und Spezifität erreichen.
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Das folgende kurze Video (2:30 Min.) von Medmastery, einem österreichischen Anbieter von akkreditierten Online-Kursen im medizinischen Bereich, greift die Begriffe Sensitivität und Spezifität (s. Video oben!) nochmals auf und verdeutlicht, wie beide Maße vom gewählten Schwellenwert abhängen und dass die Wahl des Schwellenwertes i.d.R. einen Kompromiss zwischen beiden Maßen darstellt.
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In anderen kurzen Videos (ca. 3 - 7 Min.) der Youtube-Reihe "Epidemiology Essentials" von Medmastery werden zudem weitere epidemiologische Begriffe/Konzepte wie z.B. Mortalitätsrate, Vorhersagewerte, Prognosen, etc. erläutert.
2. Online-Lernangebote und -ressourcen
Zum Einstieg in das Thema "Epidemiologische Maße" können folgende Online-Lernangebote bzw. -ressourcen genutzt werden:
- Im 2012er Handout "Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik (Teil Epidemiologie)" von H.-W. Hense, J. Wellmann und K. Berger (Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) werden wichtige Begriffe, Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie anschaulich erläutert.
- In einem Skript des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (2012) wird nach einer kurzen Einführung in die Definition und Ziele der Epidemiologie eine Vielzahl an verschiedenen epidemiologischen Maßen vorgestellt und erläutert.
- In den Folien eines Workshops (2005) zum Thema "Berechnung von Konfidenzintervallen für Impact Numbers aus Fall-Kontroll und Kohorten-Studien" von M. Hildebrandt, R. Bender und M. Blettner (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Köln bzw. Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz) werden neben klassischen Effektmaßen der Epidemiologie auch Impact Numbers mit Konfidenzintervallen als sinnvolle Ergänzung vorgestellt.
3. Fachliteratur (Lehrbücher & Artikel)
Mit Hilfe der folgenden Fachliteratur kann man sich in die Grundlagen zum Thema "Epidemiologische Maße" einarbeiten:
- Gordis, L. (2014). Epidemiology. Philadelphia: Elsevier Saunders.
- Razum, O., Breckenkamp, J. & Brzoska, P. (2017). Epidemiologie für Dummies (3. Aufl.). Weinheim: Wiley-VCH. (Kap. 5 & 6)
- Ressing, M., Blettner, M. & Klug, S. J. (2010). Auswertung epidemiologischer Studien. Teil 11 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen. Deutsches Ärzteblatt, 107 (11), 187-192.
- Sauerbrei, W. & Blettner, M. (2009). Interpretation der Ergebnisse von 2x2-Tafeln. Teil 9 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen. Deutsches Ärzteblatt, 106 (48), 795-800.
- Spix, C. & Blettner, M. (2012). Screening. Teil 19 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen. Deutsches Ärzteblatt, 109 (21), 385-390.
4. Anwendung in Datenanalysesoftware
Im folgenden Video (7:27 Min.) von Prof. Dr. Todd L. Grande (Wilmington University, USA) wird die Berechnung von Sensitivität und Spezifität sowie der falsch positiven und falsch negativen Rate in SPSS demonstriert und die Interpretation der erhaltenen Werte verdeutlicht.
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Im folgenden kurzen Video (7:17 Min.) von Prof. Dr. Todd L. Grande (Wilmington University, USA) wird die Berechnung von positiven und negativen Vorhersagewerten mittels Kreuztabellen und Chi-Quadrat in SPSS veranschaulicht. Dabei wird zunächst mit Hilfe der SPSS-Ausgabe das Konzept der richtig positiven, falsch negativen, falsch positiven und richtig negativen Werte erläutert und anschließend erklärt, wie sich somit auch die Werte für Sensitivität, Spezifität und Prävalenz aus den erhaltenen Ergebnissen ablesen lassen.
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In diesem Video (14:15 Min.) von Prof. Dr. Todd L. Grande (Wilmington University, USA) wird die Berechnung und Interpretation einer Receiver Operator Characteristic (ROC) Curve in SPSS behandelt. Dabei wird insbesondere auf die Beurteilung der Sensitivität und Spezifität, z.B. mittels der Area Under the Curve (AUC), für die begründete Auswahl von Schwellenwerten eingegangen.
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Die frei verfügbare Software Epi Info von Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ermöglicht neben der Dateneingabe und Erstellung von Datenbanken vor allem auch die Analyse von Daten anhand epidemiologischer Statistiken. Die Bedienung der Software, die auf verschiedenen Plattformen (Computer, mobile Geräte, Cloud) genutzt werden kann, wird zudem in 54 Videos der eigenen Youtube-Reihe "Epi Info" von CDC ausführlich erklärt.
Die in der folgenden Wiedergabeliste zusammengefassten 4 Videos (ca. 3 - 5 Min.) von Stata Corp LP zeigen, wie sich verschiedene epidemiologische Maße wie z.B. Inzidenzrate, relatives Risiko oder Odds Ratio in STATA berechnen lassen.
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Zur Vertiefung
1. Video-Tutorials
Im kurzen Video (3:25 Min.) von Dr. Cord Spreckelsen vom Institut für Medizinische Informatik der RWTH Aachen wird anhand eines (medizinischen) Beispiels aus Gigerenzer (2004) erläutert, wie sich Vorhersagewerte aus den Maßzahlen für Prävalenz, Sensitivität und Spezifität berechnen lassen.
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In diesem kurzen Video (3:14 Min.) erklärt Prof. Dr. Terry Shaneyfelt vom Department of Medicine der University of Alabama in Birmingham, Alabama (USA) anhand eines einfachen Beispiels (Lungenkrebs bei Rauchern) zunächst, wie sich das relative Risiko (RR) im Rahmen einer Kohortenstudie bestimmen lässt. In 11 weiteren kurzen Videos (je ca. 3 Min.) seiner Youtube-Reihe "Calculations Made in Studies" demonstriert er anschließend jeweils die Berechnung verschiedener zentraler epidemiologischer Maße wie z.B.Odds Ratio, Spezifität, Sensitivität, Vorhersagewerte, Likelihood Ratio und NNT.
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Im folgenden Video (9:39 Min.) gibt Dr. Renate M. Houts von der Duke University in Durham (USA) eine Einführung in die Berechnung und Anwendung sog. ROC Curves und dem damit verbundenen Konzept der "Area Under the Curve (AUC). Als Anschauungsmaterial verwendet sie dazu reale Daten einer aktuellen Studie von Caspi, Houts, Belsky, Harrington, Hogan, Ramrakha, Poulton & Moffitt (2016), die in Nature Human Behaviour (DOI: 10.1038/S41562-016-0005) veröffentlicht wurden.
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2. Online-Lernangebote und -ressourcen
Zur Vertiefung des Themas "Epidemiologische Maße" können folgende Online-Lernangebote bzw. -ressourcen empfohlen werden:
- Auf der Homepage der Statistiksoftware MedCalc werden u.a. auch frei verfügbare Online-Rechner zuepidemiologischen Maßzahlen (RR, OR) angeboten.
- Unter OpenEpi stellen A.G. Dean, K.M. Sullivan und M.M. Soe der Rollins School of Public Health (Emory University, Atlanta, USA) eine Fülle an unterschiedlichen Online-Rechnern rund um epidemiologische Maßzahlen zur Verfügung. Das Programm, das als freie und open source Software angeboten wird, kann sowohl online per Webbrowser als auch offline (nach vorherigem Download) genutzt werden.
- Auf der Internetseite VassarStats: Website for Statistical Computation von Prof. em. Richard Lowry (Vassar College, USA) finden sich unter der Rubrik "Clinical Research Calculators" eine Vielzahl verschiedener Tools zur Berechnung zentraler epidemiologischer Maße.
- Unter EpiTools epidemiological calculators werden von "Ausvet", einer australischen (privaten) Beraterfirma im Gesundheitsbereich (u.a. Epidemiologie), diverse Online-Rechner zur Berechnung unterschiedlichster Maße der Epidemiologie angeboten.
- Online-Angebot von "Psychometrica - Institut für psychologische Diagnostik" (von Dr. Alexandra Lenhard) findet sich u.a. auch ein Online-Rechner zur Ermittlung verschiedener Kennwerte für Screeningverfahren, wie z.B. Spezifität, Spezifität, prädiktiver Wert und RATZ-Index.
3. Fachliteratur (Lehrbücher & Artikel)
Die folgende Fachliteratur kann empfohlen werden, um sich mit weiterführenden Fragen zum Thema "Epidemiologische Maße" zu befassen:
- Benesch, M. & Raab-Steiner, E. (2018). Klinische Studien lesen und verstehen (2. Aufl.). Wien: facultas. (Kap. 2, verfügbar per Campuslizenz)
- Held, L., Rufibach, K. & Seifert, B. (2013). Medizinische Statistik: Konzepte, Methoden, Anwendungen. München: Pearson.
- Kreienbrock, L., Pigeot, I. & Ahrens, W. (2012). Epidemiologische Methoden. Berlin: Springer. (Kap. 2 & 6)
Themenübersicht:
- Themenbereich 1: Einführende Informationen zu Forschungsmethoden in bildungswissenschaftlichen Studiengängen
- Themenbereich 2: Messen & Skalenniveaus
- Themenbereich 3: Lage- und Streuungsmaße
- Themenbereich 4: Verteilungen und Datentransformation
- Themenbereich 5: Signifikanz
- Themenbereich 6: Effektstärke
- Themenbereich 7: Korrelation
- Themenbereich 8: Korrelation und Kausalität
- Themenbereich 9: Lineare Regression
- Themenbereich 10: Logistische Regression
- Themenbereich 11: Epidemiologische Maße
- Themenbereich 12: t-Test
- Themenbereich 13: Varianzanalyse
- Themenbereich 14: Faktorenanalyse
- Themenbereich 15: Item- und Skalenanalyse
- Themenbereich 16: Test- und Fragebogenkonstruktion
- Themenbereich 17: Testgütekriterien
- Themenbereich 18: Studientypen
- Themenbereich 19: Einführungen in Statistiksoftware
- Themenbereich 20: Grundlagen qualitativer Forschungsmethoden
- Themenbereich 21: Qualitative Samplingverfahren
- Themenbereich 22: Qualitatives Interview
- Themenbereich 23: Qualitative Beobachtung
- Themenbereich 24: Gruppendiskussionsverfahren
- Themenbereich 25: Transkription
- Themenbereich 26: Qualitative Inhaltsanalyse
- Themenbereich 27: Grounded Theory
- Themenbereich 28: Dokumentarische Methode
- Themenbereich 29: Narrative Interviews und Narrationsanalyse
- Themenbereich 30: Computergestützte Analyse qualitativer Daten mit MAXQDA
- Themenbereich 31: Gütemerkmale qualitativer Forschung
- Themenbereich 32: Forschungsethik
- Themenbereich 33: Standards für Publikationen, Abschlussarbeiten, Referate, Hausarbeiten