L!NT – Lehramt International. Engagiert und vernetzt!
Projektbeschreibung
Die fortschreitende Globalisierung und die damit verbundenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen stellen neue Anforderungen an alle Ebenen unserer Bildungssysteme. Im Rahmen des Lehramt.International-Folgeprojekts „L!NT – Lehramt International. Engagiert und vernetzt!“ sollen diese Herausforderungen aufgegriffen und der Gedanke der Global Citizenship Education (GCE) als zentrales Element einer ganzheitlichen Internationalisierung der Lehrkräftebildung etabliert werden. Kern der Projektkonzeption ist dabei der Aufbau eines Netzwerks lehrerbildender Hochschulen (sowohl regional als auch international) sowie assoziierter Partner:innen (Kooperationsschulen und, im Sinne des Service Learnings mit GCE-Fokus, auch gesellschaftliche Institutionen). Dieses Netzwerk zielt nicht nur auf eine quantitative und qualitative Steigerung sowie regionale Differenzierung von lehramtsbezogenen Kooperationen und Auslandsprogrammen ab, sondern wirkt auch eng verflochten mit einer zivilgesellschaftlich verankerten Internationalisierung der Curricula im Inland (IoC).
Projektmaßnahmen
- Erweiterung des bestehenden Netzwerks mit internationalen Partnerhochschulen, inkl. Vernetzungsreisen
- Aufbau eines Hochschulnetzwerks zur Internationalisierung der Lehrkräftebildung in Baden-Württemberg
- Vergabe von Stipendien und Organisation der Studienaufenthalte
- Weiterentwicklung des Interkulturellen Begleitprogramms
- Weiterentwicklung des Anerkennungsprozesses
- Schaffung eines polyvalenten Mobilitätsfensters, inkl. IoC-Aspekten
- Curriculums- und Lehrentwicklung
- Finanzierung, Planung und Realisierung von Gastdozenturen
- Kooperationsnetzwerk mit Deutschen Auslandsschulen, inkl. Qualifizierungsseminaren
- Aufbau eines Service Learning-Angebots
- Öffentlichkeitsarbeit und Dissemination
Projektziele
- Ausbau und Vertiefung nationaler und internationaler Kooperationen zur Förderung der Lehrkräftebildung
- Vermittlung trans- und interkultureller sowie berufspraktischer Fähigkeiten an Studierende durch Aufenthalte an Partnerinstitutionen
- Transparente Anerkennung von Studien- und Praxisleistungen
- Schaffung eines Mobilitätsfensters und institutionalisierter internationaler Studienangebote
- Erweiterung der Fachkompetenz von Lehrenden durch Gastdozenturen
- Stärkung des zivilgesellschaftlichen und globalen Engagements der Studierenden durch Service Learning-Angebote
- Steigerung der Sichtbarkeit der Internationalisierung der Lehrkräftebildung
Partnerländer und -hochschulen
- Australien: Edith Cowan University (ECU)
- Chile: Universidad de Concepción (UdeC)
- Kanada: York University (YU)
- Tansania: St. Augustine University of Tanzania (SAUT)
- USA: California State University Channel Islands (CSUCI)

L!NT – Lehramt International. Engagiert und vernetzt! knüpft an das Modellprojekt LINT an, das im Rahmen des Lehramt.International-Programms des DAAD von 2019 bis 2024 an der PH Freiburg gefördert wurde. Der aktuelle zweite Förderzeitraum läuft vom 01.01.2025 bis 31.12.2029 und wird vom DAAD sowie dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanziert.
Team
Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich gerne an:
Projektleitung
Dr. Verena Bodenbender
☎ +49 761/682-565
✉ verena.bodenbender(at)ph-freiburg.de
Projektkoordination
Nilanthi Ohlms
☎ +49 761/682-748
✉ nilanthi.ohlms(at)ph-freiburg.de
Studentische Assistenz
Anne Blank
✉ anne.blank(at)ph-freiburg.de
Aktivitäten
Im Rahmen der Förderlinie Lehramt.International des DAAD ist Vernetzung sowohl international als auch national gefragt. Somit setzen zahlreiche Hochschulen auf vielfältige und innovative Vernetzungsformate. So auch in Baden-Württemberg. Um diese Vernetzung anzustoßen und nachhaltig zu stärken, haben die Projekte der Pädagogischen Hochschulen Freiburg, Ludwigsburg und Weingarten einen landesweiten Vernetzungsprozess initiiert, der den Austausch zwischen den Projektkoordinator*innen, -verantwortlichen sowie gegebenenfalls den internationalen Partnern intensivieren soll.
Ziel ist es, die operative und strategische Zusammenarbeit über Institutionsgrenzen hinweg zu fördern und gemeinsam neue Wege für eine zukunftsorientierte Lehrkräftebildung zu entwickeln. Mit der Vernetzung sollen kollegiale Beratung, der Transfer von Good Practices, die gemeinsame Entwicklung verschiedener Lehr-Lern-Formate und Visionen sowie strategische Abstimmungen und strukturelle Verankerungen mit Blick auf die Internationalisierung in der Lehrerbildung ermöglicht werden. Es besteht die Hoffnung, dass die Projekte sowie die Hochschulen von der Vielfalt der Perspektiven und der gebündelten Expertise im Land profitieren.
Um diese Ziele zu konkretisieren und den Austausch zu initiieren, fand am 18. September 2025 ein erstes Online-Vernetzungs-Kick-off Meeting mit den Projektkoordinator*innen der Modellprojekte statt. Die Auftaktveranstaltung bot die Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen. In einem offenen Austausch wurden die Projekte vorgestellt, erste Herausforderungen diskutiert und Good Practices geteilt. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit auf operativer und strategischer Ebene liegt, wie wertvoll eine landesweite Vernetzung ist und dass es ein zentrales Anliegen der Teilnehmer*innen ist, den vom DAAD bereits angestoßenen Politikdialog gemeinsam fortzuführen, um die Internationalisierung in der Lehrerbildung weiter zu stärken.
Die Veranstaltung setzte somit einen wichtigen Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit: Sie zeigte nicht nur das große Interesse an kontinuierlichem Austausch, sondern auch den Mehrwert einer gebündelten Expertise über die Hochschulgrenzen hinweg.
Die Förderlinie Lehramt.International bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch den Rahmen für eine kooperative Weiterentwicklung der Internationalisierungsstrategien – mit dem Ziel, zukünftige Lehrkräfte bestmöglich auf die Anforderungen einer globalisierten Bildungswelt vorzubereiten.
Die Themen Anerkennung und Anrechnung sind für unsere Hochschule von großer Bedeutung. Dabei geht es bei der Anrechnung um Kompetenzen, die außerhalb einer Hochschule erworben und für das Studium an der Hochschule eingebracht werden können; bei der Anerkennung um Kompetenzen, die an anderen Hochschulen im In- oder Ausland erworben wurden.
Entsprechend betrifft die Frage nach dem korrekten Umgang sowohl Lehrende in beratender Funktion als auch verschiedene zentrale Abteilungen. Um über die Grundlagen und ausgewählten Aspekte des breiten Themenfeldes „Mobilität und Durchlässigkeit – Anerkennung und Anrechnung“ hochschulübergreifend in einen Austausch zu kommen, bewarb sich die Hochschule im Herbst 2024 erfolgreich um einen sogenannten HRK-Impulstag.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Prorektorat für Lehre, Studium und Qualitätsentwicklung (PRLSQ), dem International Office (IO) sowie dem Studierendenservice organisiert. Referiert haben eine Expertin und ein Experte aus dem HRK-Projekt Modus.
Die Veranstaltung richtete sich an Kolleg/-innen der Fachstudienberatungen und Studiengangsleitungen ebenso wie u. a. an (Studien-)Dekanate, Vertreter/-innen der Zentralen Studienberatung, der Qualitätsentwicklung oder des International Office. Ganz offensichtlich stieß die Veranstaltung auf sehr großes Interesse, denn neben insgesamt 31 Vertreter/-innen aus verschiedenen Bereichen der Hochschule nahmen auch zwei Kolleg/-innen der PH Weingarten daran teil.
Nach der Präsentation von mit Anerkennung und Anrechnung verbundenen Rahmenvorgaben, Spielräumen und Herausforderungen arbeiteten drei Kleingruppen an den konkreten Bedingungen an unserer Hochschule, speziell zur Information zu den Themen, zur formalen Prüfung und zur inhaltlichen Prüfung.
Die Ergebnisse wurden gesammelt und werden ab dem Sommersemester in einem Follow-up- Prozess genutzt, um Durchlässigkeit und Mobilität im Studium insgesamt zu stärken und dadurch unter anderem immer heterogener werdenden Studien- und Berufsbiografien durch flexibilisierte Zulassungs-, Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren gerecht zu werden.
Am 8. Januar 2025 fand das Kick-off-Meeting unseres neuen Projekts statt. Zum Einstieg wurde ein Rückblick auf die vergangenen fünf Projektjahre gegeben, bevor die Ziele und geplanten Maßnahmen für die kommende Förderphase vorgestellt wurden.
Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden in Kleingruppen die Umsetzung von Maßnahmen zu Anerkennungsprozessen, Mobilitätsfenstern, Curriculum- und Lehrentwicklung, der Internationalisierung des Integrierten Semesterpraktikums (ISP) sowie zum Aufbau eines Service-Learning-Angebots. Die erarbeiteten Ergebnisse fließen direkt in den weiteren Projektverlauf ein.
An der Veranstaltung nahmen neben Vertreter:innen verschiedener Institute und Abteilungen der PH auch Kolleginnen der Universität Freiburg teil, die dort das Service-Learning-Angebot betreuen. Darüber hinaus waren eine Vertreterin unseres BW-Gründungsnetzwerks – das wir im Projektzeitraum zur Förderung der Internationalisierung der Lehrkräftebildung in Baden-Württemberg aufbauen möchten – sowie eine Repräsentantin unserer australischen Partnerhochschule anwesend.
Der Austausch wurde von allen Beteiligten als sehr wertvoll erlebt. Er legte einen wichtigen Grundstein für die weitere Zusammenarbeit und den Ausbau sowie die Vertiefung von Netzwerken zur Internationalisierung der Lehrkräftebildung.
Stimmen

"Mein Auslandssemester in Kanada war eine unvergessliche Erfahrung, an der ich persönlich und fachlich unglaublich wachsen konnte. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung, die durch das L!NT-Stipendium möglich gemacht wurde, und lege jedem ans Herz, diese Möglichkeit in eine andere Kultur einzutauchen, wahrzunehmen."
- Sophie -
Alumna Lehramt Sekundarstufe, PH Freiburg

"Durch meinen neuen Lebensabschnitt im Ausland war ich zunächst einmal auf mich allein gestellt und hatte Angst vor den Herausforderungen (sprachlich, interkulturell etc.), die mich erwarten würden. Ich bin sehr froh, mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben, da sich vieles letztlich als weniger herausfordernd erwies als zunächst gedacht, und ich die gewonnenen Erfahrungen keinesfalls missen möchte. Das Studium an einer kanadischen Universität war eine tolle Erfahrung für mich. Ich habe mich stets gut aufgehoben und unterstützt gefühlt, konnte intensiv in das Bildungssystem eintauchen und die vielfältigen Freizeitangebote – wie etwa Schlittschuhlaufen – in vollen Zügen genießen. Ich habe viele tolle Menschen aus den verschiedensten Kulturen kennenlernen, welche ich glücklicherweise auch heute immer noch zu meinen Freunde zählen kann."
- Rebecca -
Studentin Lehramt Primarstufe, PH Freiburg

"Japan hat mich mit seiner Herzlichkeit, Traditionen und leckerem Essen begeistert. Dabei konnte ich das Uni- und Schulsystem hautnah miterleben und viele neue Perspektiven für meinen zukünftigen Lehrberuf sammeln. Besonders beeindruckt hat mich das respektvoll Miteinander im schulischen Alltag. Das L!NT-Programm war für mich ein echtes Sprungbrett in die Welt – persönlich wie beruflich."
- Mareike -
Studentin Lehramt Primarstufe, PH Freiburg
