Forschungskultur an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Gute Forschungsarbeit umfasst mehr als spannende Ergebnisse. Fundamental für jegliche Forschung ist ein redliches Arbeiten im Sinne einer guten wissenschaftlichen Praxis, die Nachvollziehbarkeit der Daten und damit ein modernes Forschungsdatenmanagement, aber auch der versierte Umgang mit urheberrechtlichen Fragen. Auf dieser Seite finden Sie zudem Informationen zum Umgang mit Studien mit PH-Studierenden.

Großgeschrieben an der PH: Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Das tragende Fundament von Wissenschaft und ihrer Wissenschaftler/-innen ist wissenschaftliche Redlichkeit. Die Grundregeln wissenschaftlicher Arbeit sollen sowohl im Studium vermittelt als auch von Personen auf allen Karrierestufen an der Hochschule in ihrem wissenschaftlichen Handeln berücksichtigt werden. Dazu gehört eine wiederholte aktive Auseinandersetzung mit guter wissenschaftlicher Praxis, wie sie im Kodex der DFG und in der Satzung der Pädagogischen Hochschule Freiburg zu guter wissenschaftlicher Praxis und wissenschaftlichem Fehlverhalten festgehalten ist. Unten finden Sie weiterführende Informationen für eine vertiefte Beschäftigung mit dem Thema. Und ein wichtiger Hinweis: Falls Sie ein wissenschaftliches Fehlverhalten vermuten: Zögern Sie nicht, sich mit dem Ombudsmann Prof. Dr. Josef Künsting in Verbindung zu setzen!

Warum ist gute wissenschaftliche Praxis so wichtig?

Jedes wissenschaftliche Fehlverhalten verletzt das Selbstverständnis der Wissenschaft und ihrer Wissenschaftler/-innen. Es zerstört zudem das Vertrauen, das die Öffentlichkeit in die Lauterkeit der Wissenschaft setzt, ohne dem das Zusammenleben von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ihre Grundlage entzogen sind. Wird dieses Vertrauen gefährdet, so wird nicht nur ein individueller Ruf, sondern auch der Ruf der Hochschule und der Wissenschaft insgesamt in Mitleidenschaft gezogen.
Dabei sind die Grundregeln wissenschaftlicher Arbeit in allen Disziplinen gleich, ihr oberstes Prinzip ist die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen. Die Redlichkeit in der Suche nach Wahrheit und in der Weitergabe von wissenschaftlicher Erkenntnis bildet das Fundament für die Berufsausübung des Hochschullehrers.

Was ist wissenschaftliches Fehlverhalten?

Wissenschaftliches Fehlverhalten kann in vielfältigen Formen auftreten. Es liegt zum Beispiel vor bei Erfindung oder Fälschung von Daten, unberechtigter Nutzung fremden geistigen Eigentums oder Behinderung der Forschungstätigkeit anderer. Gemeinsames Merkmal wissenschaftlichen Fehlverhaltens ist die wissenschaftliche Unredlichkeit. Genaueres können Sie der Satzung entnehmen.

Was mache ich bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten?

Wenn Sie ein wissenschaftliches Fehlverhalten bei sich oder anderen vermuten oder generell Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis haben, können Sie sich an den Ombudsmann für gute wissenschaftliche Praxis oder direkt an den Senatsausschuss wenden. Alle Angaben zu möglichem wissenschaftlichen Fehlverhalten sowie zu Ihrer Person werden streng vertraulich behandelt.

Das genaue Verfahren bei Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens können Sie der Satzung der PH Freiburg entnehmen.

Welche Rolle haben Hochschulen bei der Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis?

Für die Einhaltung wissenschaftlicher Redlichkeit tragen die Hochschulen Verantwortung (siehe http://www.hochschulverband.de/cms1/532.html). Hochschulen sind entsprechend gefordert, allgemeine Regeln guter wissenschaftlicher Praxis zu formulieren und einzuhalten. Um dem gerecht zu werden, hat der Senat der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine Satzung zu guter wissenschaftlicher Praxis und wissenschaftlichem Fehlverhalten auf Grundlage des Kodex der DFG veröffentlicht.

Wie kann ich mich über gute wissenschaftliche Praxis informieren und weiterbilden?

Das Portal der DFG zur wissenschaftlichen Integrität gibt erste Hinweise und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Das Modul "Gute wissenschaftliche Praxis" des helpBW-Projekts (Login in Ilias nötig) erlaubt eine vertiefte Beschäftigung mit dem Thema.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg sieht die Ausweitung von Erhebungen mit Studierenden im Rahmen von forschungsorientierten Lehrformen als eine förderungswürdige Entwicklung. Zugleich muss mit Blick auf die Belastung der befragten Studierenden, auf die Qualität und die Nutzbarkeit der Ergebnisse ein sorgsamer Umgang mit solchen Erhebungen stattfinden.

Aus diesem Grund bitten wir um die Einhaltung der folgenden Regelungen bei der Durchführung von Erhebungen an Studierenden der Pädagogischen Hochschule:

  1. Erhebungen in eigenen Veranstaltungen zum Zwecke von Lehre und Forschung liegen in der Verantwortung des Lehrenden und können jederzeit durchgeführt werden.
  2. Erhebungen in fremden Veranstaltungen oder im Rahmen von Masterarbeiten in mehreren Veranstaltungen können in Absprache des jeweiligen Dozenten oder Betreuenden mit den Dozententen der betroffenen Veranstaltungen durchgeführt werden. Diese liefern auch den Zugang zu den Studierenden (Teilnehmerlisten, Mail über ILIAS). Wir bitten darum, ökonomisch vorzugehen und sorgsam zu überlegen, in welchem Umfang eine solche Befragung nötig ist, um die didaktischen Ziele bei den erhebenden Studierenden zu erreichen. Von Befragung aller Studierenden der Hochschule ist abzusehen.

Erhebungen von hochschulexternen Personen / Projekten (z.B. durch Forschungsprojekte anderer Hochschulen) müssen vorab vom Rektorat genehmigt werden. Anfragen unter forschung(at)ph-freiburg.de.    

Laut den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) müssen Primärdaten als Grundlagen für Veröffentlichungen zehn Jahre lang in der eigenen Einrichtung oder in einer fachlich einschlägigen, überregionalen Infrastruktur aufbewahrt werden.

Link zu den DFG-Richtlinien

Für die PH Freiburg gilt folgendes Vorgehen:

Daten, die im Rahmen von drittmittelfinanzierten Projekten bzw. Promotionskollegs erhoben wurden, können im Parkhaus gelagert werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an die Hausmeister der PH. Es werden Ihnen Kartons für die Bögen zur Verfügung gestellt und ein Termin für die Abholung vereinbart. Die Kartons müssen beschriftet werden mit Projektname,  zuständiger Person sowie dem Ende der Aufbewahrungszeit. Hierfür benutzen Sie bitte diesen Vordruck, der mehrfach auf den Kartons anzubringen ist. Bitte beachten Sie, dass der Zugriff auf die eingelagerten Daten nur in Ausnahmefällen möglich ist und mit einer Vorlaufzeit von vier Wochen angemeldet werden muss. 

Daten, die im Rahmen von Individualpromotionen erhoben wurden, müssen entsprechend den Richtlinien, von den Durchführenden selbst aufbewahrt werden.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Prorektorat Forschung - forschung(at)ph-freiburg.de - wenden. Ansprechpartner für weitergehende Fragen zu Forschungsdatenmanagement ist Michael Wiedmann.

Forschende und Lehrende kommen vielfach mit urheberrechtlichen Fragen in Berührung, etwa wenn sie Materialien Dritter verwenden oder selbst urheberrechtlich geschützte Werke erstellen, also Urheber sind. Für den Bildungs- und Wissenschaftsbereich stellt das BMBF zwei Handreichungen zur Verfügung, die auf das Urheberrechts-Wissenschafts-Gesetz (UrhWissG) eingehen.

Urheberrecht in der Wissenschaft

Die Handreichung "Urheberrecht in der Wissenschaft" erläutert praxisnah und verständlich die wichtigsten Regelungen zum Urheberrecht für Bildung und Forschung. Die Handreichung möchte zur Stärkung der Urheberrechtskompetenz bei Lehrenden und Forschenden beitragen.  

Auf diese Handreichung können Sie unter folgendem Link zugreifen:

https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Handreichung_UrhWissG.pdf

Urheberrecht in der Schule

Für (angehende) Lehrer/innen oder bei der Durchführung von Forschungsprojekten in Schulen ist ebenfalls einiges zu beachten: Darf ich im Schulunterricht ein Video zeigen oder Kopien aus einem urheberrechtlich geschützten Werk in der Klasse verteilen? Diese und andere Fragen greift die Handreichung "Urheberrecht in der Schule" auf und erläutert praxisnah und verständlich die wichtigsten Regelungen des Urheberrechts für den Schulalltag.

https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Urheberrecht_in_der_Schule.pdf

E-Learning und Urheberrecht

Für E-Learning-Elemente in der Hochschullehre und elektronische Medien lohnt sich zudem ein Blick in das von der Universität Freiburg bereitgestellte Lernmodul “E-Legal?! Informationen zu E-Learning und Urheberrecht“, zu dem Angehörige der PH Freiburg via Ilias (unter Magazin oder per Suche zu finden) Zugang haben.

Die Pädagogische Hochschule unterhält keine eigene Ethikkommission. Mitglieder des Kompetenzverbund empirische Bildungs- und Unterrichtsforschung können jedoch Anträge bei der Ethikkommission der Albert-Ludwigs-Universität stellen. Bei Fragen zur Antragstellung und zur Mitgliedschaft im KeBU können Sie sich gerne an Herrn Dr. Michael Wiedmann im Prorektorat Forschung wenden.

Interner Bereich / Unterlagen für PH-Angehörige

Symbolfoto

Drittmittelleitfaden

Ombudsperson

Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Prof. Dr. Josef Künsting
josef.kuensting(at)ph-freiburg.de

Senatsausschuss

Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Prof. Dr. Michael Klant
Prof. Dr. Silke Mikelskis-Seifert
Dr. Isabel Rubner
N.N.

Downloads & Links