Veranstaltung zur Vorstellung des Klimaschutzkonzepts der Pädagogischen Hochschule Freiburg
Veranstaltung, Mittwoch 08.07.2026 16:15 Uhr, KG 5
Rund 50 Gäste aus Forschung, Lehre und Betrieb, Studierende und externe Gäste folgten der Einladung zur Vorstellung des Klimaschutzkonzepts. Darunter waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Freiburg, der Universität Freiburg, der Volkshochschule, der Energieagentur Regio Freiburg sowie von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, dem für Planung und Bau der landeseigenen Gebäude zuständigen Landesbetrieb.
In seinem Grußwort ordnete Rektor Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff das Klimaschutzkonzept in die strategische Entwicklung der Hochschule ein. Nachhaltigkeit und Klimaschutz seien im Struktur- und Entwicklungsplan (StEP) als Querschnittsthemen verankert. Zugleich betonte er den Whole Institution Approach, der Klimaschutz nicht als Aufgabe einzelner Projekte, sondern als gemeinsames Anliegen und Lernfeld von Lehre, Forschung und Campusbetrieb versteht. Als Pädagogische Hochschule komme der PH Freiburg dabei eine besondere Verantwortung zu: Sie bilde Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus, die nachhaltiges Denken und Handeln weit über den Campus hinaus in die Gesellschaft tragen.
Den wissenschaftlichen Auftakt gestaltete Dr. Michael Müller mit seinem Vortrag „Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Klimaneutrale Landesverwaltung 2030 – zu ambitioniert oder längst überfällig?“.
Für eine kleine Überraschung sorgte anschließend eine Videobotschaft des ehemaligen SC-Freiburg-Trainers Christian Streich. Er würdigte das Engagement der PH Freiburg und freute sich darüber, dass sich so viele Menschen gemeinsam für den Klimaschutz einsetzen.
Anschließend stellte das Klimaschutzmanagement mit Lukas Klasen und Mona Schätzle das Klimaschutzkonzept vor. Deutlich wurde: Die größten Minderungspotenziale liegen in den Bereichen Wärmeversorgung und Mobilität. Während die Hochschule mit dem Ausbau der Photovoltaik, einer Grundwasser-Wärmepumpe und einem Neubau wichtige Schritte geht, bleibt die Mobilität ein anspruchsvolles Handlungsfeld, das auch von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin. Als Baustein der strategischen Hochschulentwicklung, knüpft das Konzept an bestehende Aktivitäten an und schafft einen gemeinsamen Rahmen für die weitere Umsetzung des Whole Institution Approach. Konkret heißt das: Studierende werden aktiv in Klimaschutzprojekte eingebunden, die Gestaltung des Campus wird als Lern- und Erfahrungsraum verstanden, Forschung wird sichtbar und nutzbar gemacht und Lehre vermittelt Nachhaltigkeit nicht nur, sondern trägt aktiv zu ihrer Umsetzung bei.
Den Abschluss bildete eine Fragerunde mit Studierenden und den Anwesenden aus Lehre und Forschung. Die engagierten und auch kritischen Nachfragen zeigten, dass das Klimaschutzkonzept auf großes Interesse stößt und seine Umsetzung von der Hochschulgemeinschaft aktiv begleitet wird.
Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundes gefördert. Fachlich begleitet wurde der Prozess von der Energieagentur Regio Freiburg, die mit Ina Rüdenauer auch die Moderation der Veranstaltung übernahm.