Ein Forschungsprojekt zum Thema

Entwicklung eines neuen Instruments
zur Erfassung der Selbstwirksamkeits-
erwartungen von Lehrkräften

Kurzbeschreibung des Projekts

Das Ziel des Projekts WEAll-In ist die Entwicklung und Validierung eines neuen, differenzierten Instruments zur Erfassung von SelbstWirksamkeitsErwartungen (WE) berufstätiger Lehrkräfte im Bereich des allgemeinen Unterrichts, des inklusiven Unterrichts und des integrativen Unterrichts mit Flüchtlingskindern (All-In).

Die Überzeugung von Personen, ob und inwieweit sie Anforderungssituationen durch eigene Kompetenzen bewältigen können werden (Selbstwirksamkeitserwartung), kann eine bedeutsame Rolle für die tatsächlichen Handlungen und Leistungen spielen (für einen Überblick siehe z. B. Zee & Koomen, 2016).

Vor diesem Hintergrund ist auch eine messgenaue, valide und vielfältig differenzierende Erfassung von Facetten der Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung in unterschiedlichen Anforderungsbereichen von hoher Bedeutung. Multidimensional stark differenzierte Instrumente zur Messung der Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung gibt es im deutschen Sprachraum jedoch kaum. Ein differenziertes Messinstrument nützt aber der empirischen Forschung (z. B. können Zusammenhänge mit anderen Konstrukten je nach Selbstwirksamkeitsfacette variieren) und hat Implikationen für die Praxis (z. B. ermöglicht eine differenziertere Diagnostik etwaige individuell zugeschnittene Fördermaßnahmen).

 

Abb. 1: Drei im Projekt WEAll-In fokussierte Anforderungsbereiche[1] und Facetten innerhalb der Bereiche (z. B. Lernwirksame Instruktion, Anpassung an individuelle Bedürfnisse, Effektive Klassenführung, Kooperation, Soziale Integration etc.

[1] Zu den Begriffen „Inklusion“ und „Integration“ erfolgt zwischen und innerhalb wissenschaftlicher (Teil-)Disziplinen eine terminologische Diskussion. Ein klarer und flächendeckender Konsens besteht bislang nicht. Im vorliegenden Projekt wird zur besseren Abgrenzbarkeit von (genereller) Inklusion der Begriff „Integration“ verwendet, wenn speziell der Umgang mit Flüchtlingskindern im Unterricht gemeint ist.

Aktueller Projektstand und nächste Schritte

Die Entwicklung eines größeren Fragebogens ist abgeschlossen. Dieser enthält in Bezug auf Schule und Unterricht hauptsächlich Items zu Facetten der Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung in unterschiedlichen Anforderungsbereichen (s. Abb. 1). Zudem sind Items zu weiteren Personenmerkmalen enthalten (z. B. für die Konstruktvalidierung). Der Fragebogen wurde in zwei Vorstudien getestet, zum einen anhand einer Stichprobe von Lehramtsstudierenden in einer Prä-Pilotstudie und zum anderen anhand einer Stichprobe von berufstätigen Lehrkräften in einer Pilotstudie.

Momentan erfolgt die korrelativ-längsschnittliche Hauptstudie an berufstätigen Lehrkräften mit einem halben Jahr Abstand zwischen zwei Messzeitpunkten.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Direktor des Instituts für Psychologie

Prof. Dr. Josef Künsting

Adresse/Raum
Heinrich-von-Stephan-Str. 5a, R.…
 
Telefon +49 761 682-383
E-Mail josef.kuensting(at)ph-freiburg.de
Details
Mitarbeiterin und Ansprechpartnerin

Wiss. Mitarbeiterin

Mirjam Holtkemper

Adresse/Raum
Heinrich-von-Stephan-Str. 5a, R.…
 
Telefon +49 761 682-306
E-Mail mirjam.holtkemper(at)ph-freiburg.de
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Studentische Hilfskraft

Maibrith Müller
E-Mail: maibrith.mueller(atnospam)ph-freiburg.de