Prof. Dr. Susanne Koerber

Professur für Pädagogische Psychologie

Institut für Psychologie , Abteilung Frühe Bildung

Adresse/Raum
Heinrich-von-Stephan-Str. 5a, Hölderle-Carré, 1. OG, R. 103
 
Telefon +49 761 682-278
E-Mail susanne.koerber(at)ph-freiburg.de
Webseite www.ph-freiburg.de/psychologie/koerber

Forschungsschwerpunkte

01 | Scientific Reasoning
02 | Theory of Mind
03 | Curiosity
04 | Affective Arousal & Cognitive Load
05 | Resilienz


Forschungsprojekte

01 | Scientific Reasoning

Science-P · Science-S · Science-K

Längsschnittforschung von der frühen Kindheit bis zur 10. Klasse


02 | Curiosity

Faces and Phases of Curiosity

Curiosity and Questions


03 | Affective Arousal & Cognitive Load

POET – The Power of Emotions


Aktuelle Forschung

Laufende Studien im Kindergarten zu Curiosity & Questions sowie aktuelle POET-Studien zu affektivem Arousal und Cognitive Load


Kick-off & Austausch

13. Oktober 2026, 10:00–14:00 Uhr

Die bereits begonnenen und von mir betreuten Abschlussarbeiten stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Austauschs.
Interessierte Studierende für kommende Abschlussarbeiten, insbesondere aus der Kindheitspädagogik, können sich gerne vorab bei mir melden.



Entwicklungspsychologie 

Kognition. Emotion. Soziale Entwicklung.

Von den ersten Bewegungen und Wahrnehmungen über Sprache, Emotionen und soziale Beziehungen bis hin zu komplexem Denken: Entwicklung bedeutet mehr als den Erwerb neuer Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Handeln differenzieren sich aus, verändern und reorganisieren sich und greifen dabei zunehmend ineinander. In meinen Vorlesungen und Seminaren verbinden wir entwicklungspsychologische Theorie mit empirischer Forschung und fragen danach, wie diese faszinierenden Entwicklungsprozesse entstehen, welche Mechanismen ihnen zugrunde liegen und wie wir Entwicklung verstehen und unterstützen können.

Forschungsmethoden 

Woher wissen wir eigentlich, was wir über Menschen und die Welt um uns herum wissen?

Forschungsmethoden zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen: Wie wird aus einer Frage eine untersuchbare Hypothese – und wie wird daraus eine empirische Untersuchung? Wir verbinden wissenschaftliches Verständnis mit praktischer Erfahrung und gehen diesen Weg selbst – von der Forschungsfrage über das Untersuchungsdesign bis zur Auswertung und Interpretation.

Lernen & Entwicklung  

Was passiert eigentlich, wenn wir lernen?

Lernen ist ein Zusammenspiel kognitiver, motivationaler, emotionaler und sozialer Prozesse. In meinen Vorlesungen und Seminaren geht es darum, diese Prozesse zu verstehen: Was bringt uns in Bewegung, was unterstützt Lernfreude und was hilft uns, auch an anspruchsvollen Lernprozessen dranzubleiben?

Resilienz 

Was macht uns resilient – und was können wir tun, um Kinder darin zu stärken?

Fundierte entwicklungspsychologische Theorie trifft auf eigene Erfahrung, intensive Auseinandersetzung und praktische Arbeit: allein, in Gruppen und mit Kindern. Resilienz ist keine feste Eigenschaft. Sie entwickelt sich – und genau darin liegen Möglichkeiten, sie zu stärken, wenn wir die Bedingungen ihrer Entwicklung verstehen.


TOP downloaded article 2022/23 von Child Development  

Osterhaus, C., & Koerber, S. (2023). The complex associations between scientific reasoning and advanced theory of mind. Child Development, 94(1), e18-e42. DOI: 10.1111/cdev.13860


TOP cited article 2020/21 des BJDP (British Journal of Developmental Psychology) : "Some but not all aspects of (advanced) theory of mind predict loneliness" 

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2020). Some but not all aspects of (advanced) theory of mind predict loneliness. British Journal of Developmental Psychology, 38(1), 144-148, doi.org/10.1111/bjdp.12302

Prof. Dr. Susanne Koerber 

Professorin für Pädagogische Psychologie , Schwerpunkt Frühe Bildung,  Pädagogische Hochschule Freiburg.

In meiner Forschung verbinde ich Entwicklungspsychologie mit empirischer Forschung, um zu verstehen, wie sich Denken, Lernen und wissenschaftliches Verständnis entwickeln. Mich interessiert, wie Menschen lernen, Fragen zu stellen, Wissen aufzubauen, Evidenz zu beurteilen und kritisch über die Welt nachzudenken – und wie sie mit Unsicherheit und Herausforderungen umgehen.

Ausgewählte Publikationen  

Curiosity 

Neugier ist nicht gleich Neugier  Curiosity is not all the same.

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2026). Faces and phases of epistemic curiosity in science learning: A longitudinal study. British Journal of Developmental Psychology, 44(3). 657-670. DOI  · FULL TEXT

Neugier gilt als Motor des Lernens – doch nicht jede Neugier wirkt gleich. In unserer Längsschnittstudie zeigen wir, dass sich unterschiedliche Formen epistemischer Neugier im Laufe der Entwicklung entfalten und auf unterschiedliche Weise mit naturwissenschaftlichem Lernen zusammenhängen. Entscheidend ist also nicht nur, wie viel Neugier Kinder zeigen, sondern welche Art von Neugier sie entwickeln.

Curiosity is often seen as the engine of learning—but not all curiosity works in the same way. Our longitudinal study shows that different forms of epistemic curiosity emerge over development and relate differently to science learning. What matters is not only how much curiosity children have, but what kind of curiosity they develop.


Scientific reasoning 

Koerber, S., & Osterhaus, C. (accepted). Scientific reasoning and science knowledge. A longitudinal study across elementary school. Child Development, 

Gerdesmann, D., Schwichow, M., & Koerber, S. (2026). Factors that explain simulation-based inquiry performance in physics learning. Instructional Science, 54, 52. DOI·  FULL TEXT

Osterhaus, C., & Koerber, S. (2024). The personal epistemology of parents predicts the development of scientific reasoning in children aged 6–10 years. Developmental Science, e13474. DOI  · FULL TEXT

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2021). Science competencies in kindergarten: A prospective study in the last year of kindergarten. Unterrichtswissenschaft, 49(1), 117–136. DOI  · FULL TEXT

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2019). Individual differences in early scientific thinking: Assessment, cognitive influences, and their relevance for science learning. Journal of Cognition and Development, 20, 510–533. DOI

Koerber, S., Mayer, D., Osterhaus, C., Schwippert, K., & Sodian, B. (2015). The development of scientific thinking in elementary school: A comprehensive inventory. Child Development, 86(1), 327–336.DOI  · FULL TEXT

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2019). Individual differences in early scientific thinking: Assessment, cognitive influences, and their relevance for science learning. Journal of Cognition and Development, 20, 510–533. DOI

Theory of Mind & soziale Kognition

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2022). Does advanced theory of mind protect primary-school children from loneliness? Longitudinal relations from 9–10 years. The Journal of Genetic Psychology, 183(1), 1–8. DOI

Koerber, S., & Osterhaus, C. (2020). Some but not all aspects of (advanced) theory of mind predict loneliness. British Journal of Developmental Psychology, 38(1), 144–148.DOI · FULL TEXT

Osterhaus, C., & Koerber, S. (2023). The complex associations between scientific reasoning and advanced theory of mind. Child Development, 94(1), e18–e42. DOI · FULL TEXT

Affective Arousal and Cognitive Load 

Koerber, S., & Park, B. (2026). When arousal meets cognitive load: Affective arousal and germane processing in a Stroop-like task. Frontiers in Psychology, 17.1804728. DOI · FULL TEXT

Soziale Beziehungen

Osterhaus, C., D’Urso, G., Koerber, S., & Bosacki, S. L. (2025). Theory of mind, self-perceptions, and peer popularity in middle childhood and early adolescence. Children, 12(3), 281. DOI · FULL TEXT

Denkwerkzeuge & Belief Revision

Koerber, S., Osterhaus, C., & Sodian, B. (2017). Diagrams support revision of prior belief in primary-school children. Frontline Learning Research, 5, 76–84. DOI   ·  FULL TEXT

Koerber, S., & Hardy, I. (2023). Die Nutzung von Repräsentationen als Denkwerkzeuge in der Grundschule. In M. Schneider, R. H. Grabner, H. Saalbach & L. Schalk (Hrsg.), Wie guter Unterricht intelligentes Wissen schafft: Handlungswissen aus der Lehr-Lernforschung (S. 161–171). Stuttgart: Kohlhammer.DOI


Testinstrumente

Science-K (SK-I): Ein 30-Item umfassender Test zum wissenschaftlichen Denken für das Vorschul- und frühe Grundschulalter. DOI · MATERIALS

Science-P (SPR-I): Ein 21-Item umfassender Test zum wissenschaftlichen Denken vom mittleren Grundschulalters bis ins Erwachsenenalter. DOI ·MATERIALS