Dr. Anabelle Thurn

Akademische Rätin

Adresse/Raum
KG 4, 212
 
Telefon +49 761 682-146
E-Mail anabelle.thurn(at)ph-freiburg.de
Sprechstunde im WS 2021/22:
allgemein: Mo. 13-14 Uhr
Studienberatung: Di. 13-14 Uhr

Derzeit finden die Sprechstunde und die Studienberatung telefonisch / via Zoom statt.
Melden Sie sich bitte über ILIAS an (Portfolio A. Thurn / Kurskalender).

Fachstudienberatung Geschichte

Lehrplanung Geschichte

Lehre im Bereich Alte Geschichte und Geschichtsdidaktik

Lehre im WS 2021/22

GES 023 Erhebungsmethoden zum historischen Denken bei Kindern und Jugendlichen, Mo 10-12 Uhr

Für die Planung von historischem Sachunterricht ist es eine wichtige Voraussetzung, das historische Denken der Schülerinnen und Schüler diagnostizieren zu können. Das gilt für die Konzeption vorab und ebenso während des Unterrichtsgeschehens ‚in action‘. Die Forschung hält verschiedene Kompetenzmodelle für das historische Denken bereit, die gemeinsame Schnittmengen aber auch Unterschiede aufweisen. In der Praxis ist es mitunter schwierig, sich für eines der Modelle zu entscheiden bzw. sich eine eigene Synopse zurechtzulegen. Das Seminar setzt daher genau an dieser Stelle an. Gemeinsam erarbeiten wird Vorschläge, wie Kompetenzen und Bewusstseinsdimensionen von Kindern diagnostiziert werden können. Mithilfe von leitfadengestützten Interviews werden die dann Studierenden selbst in die Lage versetzt, das historische Denken von Kindern zu erheben und auszuwerten.

GES 024 Fachdidaktische und methodische Aspekte des Hauptfachs - exemplarische Vertiefung (Prim BA), 22.&23.10.2021, 11.&12.02.2022

Begleitveranstaltung zum Integrierten Semesterpraktikum im Block.

GES 025 Grundlagen und Forschungsmethoden der Antiken Geschichte Europas: Rom zwischen Republik und Kaiserzeit, Di 8-12 Uhr

Das Grundlagenseminar widmet sich einem Epochenzäsuren überwindenden Blick auf die Römische Republik und Kaiserzeit. Damit legt es einen Schwerpunkt auf verschiedene Aspekte der tiefgreifenden Umwälzungsprozesse jener Zeit wie den Wandel der Herrschaftsform von der Aristokratie zur Monarchie oder gesellschaftliche und soziale Veränderungen. Mit einigen der bekanntesten Persönlichkeiten der Antike wie Caesar, Octavian / Augustus oder auch Kleopatra steht diese Zeit nicht nur in einem gesellschaftspolitischen Fokus der Bildungspläne, sondern steht auch Pate für zahlreiche Personalisierungen in geschichtskulturellen Bereichen. Das Seminar besteht aus einem inhaltlichen und einem propädeutischen Teil, wobei die Inhalte des Tutoriums speziell auf das Thema des Seminars zugeschnitten sind. Es wird dort die Gelegenheit geboten, die Antike anhand einer systematischen Vorstellung ihrer Hinterlassenschaften kennenzulernen, es wird das Arbeiten mit antiken Quellen und Literatur über die Antike eingeübt und letztlich auf die Anfertigung einer Hausarbeit, die als Prüfungsleistung zum Abschluss des Moduls erwartet wird, vorbereitet.

GES 026 Die Antike in Printmedien für Kinder, Do 10-12 Uhr

Kinder und Jugendliche verfügen bereits vor dem ersten Geschichtsunterricht über historisches Wissen. Dieses beziehen sie aus der Geschichtskultur, die sie überall umgibt. Ein Beispiel sind Printmedien: Sach(bilder)bücher, historische Kinder- und Jugendromane, Comics oder Zeitschriften. Diese nehmen Einfluss auf das historische Vorwissen, es bilden sich ‚Präkonzepte‘. Das Seminar macht es sich zur Aufgabe, zu untersuchen, welches Vorwissen sich aus dem Konsum dieser Objektivation der Geschichtskultur ergeben könnte. Dazu werden die Printmedien einerseits fachwissenschaftlich aus der Perspektive der antiken Geschichte untersucht, andererseits aus geschichtsdidaktischer Perspektive. Es werden außerdem ökonomische und gesellschaftspolitische Abhängigkeiten untersucht, die zur Gestaltung dieser Printmedien geführt haben mögen. Es steht daher die Frage im Mittelpunkt, welche Antike(n) Kindern in Printmedien begegnen und warum.

GES 027 Historisches Denken in Interviews erfassen: Entwicklung von Diagnoseinstrumenten, Do 10-12 Uhr

Was haben Kinder und Jugendliche für Vorstellungen über Geschichte? Woher kommt ihr Wissen? Ab welchem Alter ist eine Fähigkeit gegeben, den Rekonstruktionscharakter von Geschichte zu erkennen und selbst Geschichtsdarstellungen zu dekonstruieren? In diesem Seminar arbeiten wir gemeinsam an einer Möglichkeit, verschiedene geschichtsdidaktische Kompetenzmodelle empirisch überprüfbar zu machen. Ausgehend von einem Interviewleitfaden, der die Epochen Altsteinzeit, Römerzeit und Mittelalter visualisiert, gehen Sie mit Kindern ins Gespräch und werten anschließend Ihre Interviews aus. Das Seminar führt Sie an Grundlagen empirischer Forschung heran und bietet eine Vertiefung auf geschichtsdidaktischer Ebene.

GES 028 Diagnosegestützte Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht aus Perspektive des Faches (MA Sek), Mo 18-20 Uhr

Begleitveranstaltung zum Integrierten Semesterpraktikum.

Fachwissenschaftlich

Römische Republik
Politische Kommunikation
Geschlechtergeschichte

Fachdidaktisch/geschichtskulturell

Antike in der Geschichtskultur
Diagnostik historischen Denkens im Kindes- und Jugendalter
Schulbuchforschung

seit 04/2021 Akademische Rätin: Fachbereich Geschichte, PH Freiburg

2018-2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Fachbereich Geschichte, PH Freiburg (inkl. Elternzeit)

2018 Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien

2016-2018 Studienreferendarin: Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, Freiburg (inkl. Elternzeit)

2015 Promotion zum Dr. phil., TU Darmstadt

2012-2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Fachgebiet Alte Geschichte, TU Darmstadt

seit 2012
Assoziierte Dissertandin / Postdoktorandin: GRK 1767 „Faktuales und fiktionales Erzählen“, Univ. Freiburg

2011-2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Seminar für Alte Geschichte, Univ. Freiburg

2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin: DFG FG 875 „Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart“ (Projekt „Kelten, Römer und Germanen: Konstruktionen antiker Lebenswelten in Kontexten politischer Sinnstiftungen“)

2011 Magister Artium

2010 Erste Wissenschaftliche Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien

2005-2011 Studentische Hilfskraft: Seminar für Alte Geschichte, Univ. Freiburg / DFG FG 875 „Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart“ (Projekt „Populäre Konstruktionen antiker Lebenswelten im Lichte von Europäisierungs- und Globalisierungsprozessen“)

2005-2010/11 Magisterstudium: Alte Geschichte und Lateinische Philologie, Lehramtsstudium: Geschichte und Latein, Univ. Freiburg und Basel

Vorträge

"Kleopatra war schön, Caesar eher nicht" - Zur Diagnostik kindlicher Antikevorstellungen, zusammen mit Eva-Kristina Franz (Sektionstagung empirische Bildungsforschung, 13.-15.09.2021, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz)

Mit Caesar und Kleopatra spielen. Auswirkungen antikisierender Spielhandlungen auf das Geschichtsbewusstsein (Imagines VII - Playful Classics, 05.03.-06.03.2021, Georg-August-Universität Göttingen)

luxuria als Argument der Diffamierung im antiken Rom (Luxus nur Protz und Prunk? Zur Globalgeschichte des Luxus von der Antike bis zur Gegenwart, 13.-15.02.2020, Leibniz Universität Hannover)

Zwischen Ding und Deutung. Materielle Kulturen der Antike im Visuellen Zeitalter (Visuelle Medienkultur. Zugänge zur Digitalität im Geschichtsunterricht, 06.07.2019, Universität Konstanz)

Über ‚Hausfrauen‘ und ‚Kernfamilien‘ – Suggestive ‚Bild-Narrative‘ in Schulbuchdarstellungen zur Sozialgeschichte des antiken Rom („Ich sehe was, was du nicht siehst!“ Workshop Visual History und Geschichtsunterricht, 19.12.2015, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg)

animum improbare. Rufmord in der späten römischen Republik (Althistorisches Colloquium, 08.01.2014, HU Berlin)

Zur kommunikativen Funktion der Briefe Ciceros. Eine diskursanalytische Betrachtung (Forschungskolloquium zur Alten Geschichte, 12.02.2013, TU Darmstadt)

tum grave servitium nostrae cogere puellae discere … Zu Entwicklung oder Kontinuität eines ‚unrömischen Männerbildes‘ in Republik und Kaiserzeit (Die Bedeutung des Faktors Geschlecht im soziopolitischen Raum der römischen Kaiserzeit, 20.-21.07.2012, TU Darmstadt)

Römische Hausfrauen und Geschäftsmänner? Geschlecht in deutschen und türkischen Schulbuchdarstellungen der antiken Welt (zusammen mit Jasmin Meier) (Gender und Geschichte in populären Medien, 01.-03.12.2011, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)


Tagungen

„Darmstädter Diskussionen. 6. Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen“, Nachwuchskonferenz des Fachgebiets für Klassische Archäologie und des Fachgebiets für Alte Geschichte der Technischen Universität Darmstadt (10.‒13.09.2014)

„Moral als Kapital in antiken Gesellschaften. Altertumswissenschaftliche Tagung“, interdisziplinäre Tagung des Fachgebiets Alte Geschichte der Technischen Universität Darmstadt (09.‒11.04.2014)

„Darmstädter Diskussionen. 5. Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen“, Nachwuchskonferenz des Fachgebiets für Klassische Archäologie und des Fachgebiets für Alte Geschichte der Technischen Universität Darmstadt (11.–14.09.2013)

„Darmstädter Diskussionen. 4. Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen“, Nachwuchskonferenz des Fachgebiets für Klassische Archäologie und des Fachgebiets für Alte Geschichte der Technischen Universität Darmstadt (12.–15.09.2012)

„Populäre Geschichte und medialer Wandel zwischen Fortschrittsoptimismus und Kulturpessimismus“, Nachwuchskonferenz der DFG Forschergruppe 875 „Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart“ (22.–24.06.2012)

Monographie

Rufmord in der späten römischen Republik. Charakterbezogene Diffamierungsstrategien in Ciceros Reden und Briefen (Philologus Supplemente, 11), Berlin/Boston 2018.
Rezensionen: Sehepunkte (Fabian Knopf), Bryn Mawr Classical Review (Anthony Corbeill), FeRA (
Krešimir Matijević), GWU (Uwe Walter), Klio (Dennis Pausch)

Herausgeberschaft

Moral als Kapital im antiken Athen und Rom, hrsg. zus. mit Elke Hartmann / Sven Page, Stuttgart 2018.
Rezension: Gnomon (J.E. Lendon)

Beiträge

Luxus in der politischen Debatte des antiken Rom, in: Elisabetta Lupi / Jonathan Voges (Hrsg.): Luxus - nur Protz und Prunk? Perspektiven aus der Luxus-Forschung, (erscheint 2022).

Improbare animum adversari. Invektivisches in Ciceros Reden und Briefen, in: Thomas Späth (Hrsg.): Gesellschaft im Brief Lire la société dans la lettre. Ciceros Korrespondenz und die Sozialgeschichte La Correspondance de Cicéron et l'histoire sociale (Collegium Beatus Rhenanus, 9), Stuttgart 2021, S. 223-250.

Geschichte als moralisches Lehrstück, in: Felix Hinz / Andreas Körber (Hrsg.): Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte. Geschichte lernen und Gesellschaft, Göttingen 2020, S. 437-460.

Admets Kampf um die Ehre. Gastfreundschaft in der Alkestis des Euripides, in: Elke Hartmann / Sven Page / Anabelle Thurn (Hrsg.): Moral als Kapital im antiken Athen und Rom, Stuttgart 2018, S. 199-211.

'Römische Haus-Frauen und Geschäfts-Männer?' Gender in deutschen und türkischen Schulbuchdarstellungen zum antiken Rom, in: Elisabeth Cheauré / Sylvia Paletschek / Nina Reusch (Hrsg.): Geschlecht und Geschichte in populären Medien (Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen, 9), Bielefeld 2013, S. 59-82, zus. mit Jasmin Meier.

Rezensionen

Bur, Clement: La citoyenneté dégradée. Une histoire de l’infamie à Rome (312 av. J.-C. – 96 apr. J.-C.), Rom 2018, in: Klio 103.2 (2021), S. 784-788.

Schiff, Stacy: Kleopatra. Ein Leben, München 2013, in: Das Historisch-Politische Buch 62.3 (2014), S. 239-240.

Tagungsbericht

Antike Geschichte, Archäologie, Öffentlichkeit – für einen neuen Dialog zwischen Medien und Wissenschaft 26.11.2009–28.11.2009, Berlin, in: H-Soz-Kult, 13.01.2010.

 

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