"Freiräume" im FREIDAY - Auf dem Weg zu einer BNE-bezogenen demokratischen Schulentwicklung

Das FREI Day Konzept der Initiative „Schule im Aufbruch“ ist eines von vielen BNE -Konzepten, die aktuell an Schulen aufgegriffen werden Das FREI DAY- Konzept schafft konkrete Vorstellungen und Ansätze davon, wie Schule anders gelebt werden könnte.  So wird beispielsweise die Selbstwirksamkeit der Schüler*innen in den Mittelpunkt gerückt, die im Rahmen der Sustainable Development Goals über ein ganzes Schuljahr hinweg eigene Projekte entwickeln, umsetzen und evaluieren können. Andererseits ist das Konzept laut "Schule im Aufbruch" bewusst als niederschwelliger Einstieg in eine BNE-bezogene demokratische Schulentwicklung konzipiert.

Ob und in welcher Weise die Einführung eines an den FREI DAY angelehnten Konzeptes an einer Schule Wirkung in Richtung eines strukturellen Wandels und dem damit eng verbundenen Kulturwandel entfaltet, ist bisher empirisch noch nicht belegt. Im Schuljahr 2024/2025 begleitet daher unser Projektteam wissenschaftlich vier Schulen im Nahraum Freiburg, die ganz unterschiedliche Profile aufweisen und in verschiedenen Kontexten situiert sind.

In einer empirischen Studie mit qualitativem Forschungsdesign im Bereich der Schulentwicklungsforschung gehen wir der Frage nach, inwieweit schulspezifisch entwickelte FREI DAY-Konzepte „Freiräume“ eröffnen, die eine strukturelle und kulturelle Transformation der Schule begünstigen können. Angelehnt an Schulentwicklungsmodelle und den Whole School Approach analysieren wir, welche "Freiräume" sich als entwicklungsfördernd in Bezug auf demokratische Strukturen und die strukturelle Verankerung von BNE zeigen. Diese Entwicklung analysieren wir aus der Perspektive der beteiligten Lehrkräfte, um subjektiv wahrgenommene Veränderungen hinsichtlich der „Freiräume“ aus Perspektive der Lehrkräfte und Schulleitungen prozesshaft zu beschreiben. Hierzu führen wir zu verschiedenen Zeitpunkten semi-strukturierte Interviews mit Schulleitungen und Lehrkräften durch und erheben zusätzlich Daten über Kurzfragebögen im Verlauf des Schuljahres. Am Schuljahresende beziehen wir zusätzlich in Gruppeninterviews die Perspektiven der Schüler*innen ein, die auf Erlebtes zurückblicken, ihre Wahrnehmung auf das an den FREI DAY angelehnte Konzept sowie ihren Blick auf Schulentwicklung schildern können. Diese Sichtweise beziehen wir ein, um explorativ die Perspektive der Schüler*innen auf dieses Konzept zu erfassen und die Zielsetzungen bei der Konzeptentwicklung sowie die entsprechende Gestaltung durch die Lehrkräfte und Schulleitungen nochmals anders kontextualisieren kann. Mit konkretem Bezug zur Bildungspraxis leiten wir aus den Erkenntnissen der Studie ab, welche Formen der (externen) Unterstützung das Potenzial haben, innerschulische Entwicklungen effektiv und effizient zu unterstützen, Schulen in ihrer demokratischen und BNE-bezogenen Schulentwicklung zu stärken und Veränderungsprozesse voranzutreiben.

"Freiräume"-Projektteam: Prof. Dr. Astrid Carrapatoso & Dr. Jutta Nikel (Projektleiterinnen), Dr. Miriam Hahn (Projektmitarbeiterin); als Forscherinnenteam aus der Politik- und Erziehungswissenschaft bringen wir langjährige Expertise in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung und Schulentwicklung mit.

„Freiräume“ im FREI DAY – Auf dem Weg zu einer BNE-bezogenen demokratischen Schulentwicklung ist ein Projekt der PH FR in Zusammenarbeit mit der Akademie für Innovative Bildung und Management gGmbH (aim)“