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Bestleistungen in Mathematik durch selbstständige Lernformen
Das Forschungsprojekt untersucht, wie selbstregulierte Lernformen im Mathematikunterricht gestaltet sein müssen, um nachhaltige Lernprozesse zu unterstützen, und berücksichtigt dabei insbesondere digitale Lernangebote sowie individuelle motivational-affektive Voraussetzungen der Lernenden. Grundlage bilden mehrere miteinander verknüpfte Teilstudien, darunter eine mehrjährige Längsschnittstudie mit Schülerkohorten eines baden-württembergischen Gymnasiums sowie ergänzende experimentelle Kurzinterventionsstudien.
Förderung
- Gefördert durch die Dr. Albert-Grimminger-Stiftung
In Kooperation mit der Technischen Universität München - Förderzeitraum: 01.09.2024 - 31.08.2028
Projektbeschreibung
Selbstreguliertes Lernen gewinnt im schulischen Kontext zunehmend an Bedeutung, auch vor dem Hintergrund der fortschreitenden Bedeutung von digitalen Tools Unterricht. Aktuelle Forschung zeigt, dass die Wirksamkeit selbstregulierter Lernformen stark von der didaktischen Einbettung und den motivational-emotionalen Voraussetzungen der Lernenden abhängt. Ein Großteil der bisherigen Studien untersucht selbstregulierte Lernangebote jedoch nur in kurzfristigen Interventionen oder unter Laborbedingungen. Dadurch bleibt unklar, ob beobachtete Effekte tatsächlich auf nachhaltige Lernprozesse zurückzuführen sind oder lediglich auf kurzfristige Neuheitseffekte, und ob sie auch im schulischen Kontext tragfähig sind.
Das vorliegende Forschungsprojekt untersucht daher, wie selbstregulierte Lernformen im Mathematikunterricht gestaltet sein müssen, um mathematische Lernprozesse nachhaltig zu unterstützen. Dabei werden insbesondere individuelle Lernvoraussetzungen sowie motivational-affektiven Merkmalen berücksichtigt.
Die Studie umfasst mehrere miteinander verknüpfte Teilstudien mit längs- und querschnittlichen Designs. Eine zentrale Längsschnittstudie begleitet mehrere Schülerkohorten eines baden-württembergischen Gymnasiums über mehrere Schuljahre hinweg – von der fünften bis zur siebten Klasse sowie in der Abiturvorbereitung– während selbstregulierte Lernphasen systematisch in den Mathematikunterricht integriert werden. Ergänzend werden experimentelle Kurzinterventionsstudien durchgeführt, um einzelne Elemente des Unterrichtskonzepts unter kontrollierten Bedingungen genauer zu analysieren.
Das Projekt wird als Kooperation zwischen der Technischen Universität München und der Pädagogischen Hochschule Freiburg durchgeführt und von der Dr. Albert-Grimminger-Stiftung gefördert. Ziel ist es, empirisch fundierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie selbstreguliertes Lernen im Mathematikunterricht langfristig unterstützt werden kann und welche Rolle digitale Lernangebote dabei spielen. Die Ergebnisse sollen zur Weiterentwicklung evidenzbasierter Unterrichtskonzepte beitragen und werden in nationalen und internationalen Fachzeitschriften sowie auf wissenschaftlichen Konferenzen diskutiert und veröffentlicht.
Ausgewählte Projektbezogene Veröffentlichungen
Reimer, G., Obersteiner, A., Reinhold, F., & Strohmaier, A. (2025). Abiturvorbereitung mithilfe adaptiver digitaler Lernplattformen. In L. Schick, M. Platz, & A. Lambert (Hrsg.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2025. 58. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik. WTM. doi.org/10.17877/DE290R-26135
Projektbeteiligte
Externe Projektbeteiligte
Georgina Reimer, St. Jacobus-Gymnasium Abtsgmünd
Prof. Dr. Andreas Obersteiner, Technische Universität München


