Umgang mit herausforderndem Verhalten im Unterricht

Während viele Lehrkräfte mit den fachlichen Anforderungen im Unterricht gut zu recht kommen, wird störendes, provozierendes, z. T. beleidigendes Verhalten von Schülerinnen und Schülern als besonders belastend erfahren. Unangemessene Reaktionen, bedingt durch Ohnmachtsgefühle oder das Ausbleiben von Hilfen der Schulgemeinschaft führen immer wieder zu psychischen Ausnahmesituationen bis hin zum Burn-Out. Der Workshop soll erprobte, z. T. unkonventionelle Handlungsalternativen anbieten, um Unterrichtsstörungen zu minimieren, aber auch die Notwendigkeit einer Verantwortung der Schulgemeinschaft für den Einzelnen darlegen.

Inhalt Termin 1:

  • Prävention und Reaktionsmöglichkeiten von/bei Verhaltensproblemen im Unterricht
  • Grundprinzipien des Unterrichts bei Schülerinnen und Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf
  • Verhaltens- und Lernhilfen
  • Beobachtungshilfen im Unterricht zur Vermeidung von Störungen
     

Die Teilnehmenden sollen zwischen den beiden Fortbildungsterminen Teile der vorgestellten Ansätze in ihrem Schulalltag erproben - diese werden in der zweiten Sitzung reflektiert. Des Weiteren überlegen die TN, ob sie im 2. Block eine*n Schüler*in aus ihrer Unterrichtspraxis im Rahmen einer strukturierten Fallbesprechung vorstellen möchten.

Inhalt Termin 2:

  • Rückmeldungen der TN aus der Unterrichtspraxis und Reflexion 
  • Strukturierte Fallbesprechung über ausgewählte*n Schüler*in
  • Denkstrukturen der Sonderpädagogik
  • Eigene Psychohygiene als Voraussetzung für erfüllte Berufstätigkeit

Ziele:

  • Die Teilnehmenden haben ein erweitertes Repertoire beim Umgang mit Verhaltensproblemen im Unterricht erhalten
  • Das „Instrument" der pädagogischen Fallbesprechung kann als Grundlage einer gemeinsamen Verantwortung der Schulgemeinschaft für den Umgang mit emotional / sozial belasteten Schüler*innen an der eigenen Schule umgesetzt werden.
  • Impulse zur Beachtung eigener psychischer Belastungssituationen können hilfreich sein (pädagogische, keine therapeutische Vorgehensweise)

Referent:

 Karl-Heinz Müller ist Sonderschulschulrektor im Ruhestand. Er war Schulleiter an privaten und öffentlichen Sonderschulen für Erziehungshilfe, Ausbildner am Seminar für Sonderpädagogik und Pädagogischer Berater am SSA Freiburg. Er hat am am Lehrplan der Schule für Erziehungs-Hilfe mitgearbeitet und war Fortbildner der Caritas im Auftrag des MKJS. 

Rahmendaten

Veranstaltungsart:

Präsenz-Lehrkräfte-Fortbildung

Termin:

zwei Nachmittage, 14:00 – 18:00 Uhr
ein Vormittag 08:00- 12:00 Uhr (Hospitation)
Eine erneute Terminierung wird je nach Pandemielage vorgenommen

Ort:

1. & 2. Termin: Pädagogische Hochschule Freiburg
3. Termin: Mooswaldschule Freiburg (Schule für Erziehungshilfe)

Adressat*innen:

Lehrkräfte aller Fächer der Primarstufe und Sekundarstufe I der allgemeinbildenden Schulen. Angesprochen sind auch Sonderschullehrkräfte zu Beginn ihrer Berufstätigkeit.

Schulart:

Grund-, Werkreal-, Real-, Berufliche Schulen und Gymnasien

Teilnahmebeitrag:

kostenfrei

Leitung:

Karl-Heinz Müller, Sonderschulrektor i. R.

Kontakt:

Organisatorisch: lehrerfortbildung(at)ph-freiburg.de
Tel: 0761/682 -644 oder-544
Inhaltlich: khmueller1978(at)t-online.de

Veranstaltet von:

„Praxisvernetzung & Fort- und Weiterbildung" in der School of Education FACE der Pädagogischen Hochschule, Albert-Ludwigs-Universität und Hochschule für Musik Freiburg www.face-freiburg.de

Anmeldung

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